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David Smith: Silber wird sich wie Palladium verhalten

11.04.2019  |  Mike Gleason
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Wie sieht es mit Rhodium aus, David? Über diesen Markt sprechen wir sogar noch weniger, auch wenn er ebenfalls ziemlich attraktive Zunahmen verzeichnete. Vielleicht ist das Metall nicht so angesagt wie Palladium, entwickelt sich aber dennoch ziemlich gut. Möchten Sie kurz etwas zu Rhodium sagen?

David Smith: Nun, Rhodium ist ein ziemlich esoterischer und, verglichen mit Platin und vor allem Palladium, kleiner Markt. Ich verstehe es so, dass der Preis durch Vereinbarung festgelegt wird. Ich weiß beispielsweise, dass man einen 1-Unzen-schweren Rhodiumbarren erwerben kann.

Ich denke, dabei gibt es dann ein Unterschied von 300 oder 400 Dollar, wenn man diesen verkauft. Das ist also eine ziemlich große Differenz. Doch das Metall besitzt ähnliche Anwendungszwecke wie Platin und Palladium. Ich mag es, den Preisentwicklungen zuzusehen, doch empfinde ich es nicht als gute Investitionsgelegenheit. Da entscheide ich mich eher für Silber und Gold.

Im Übrigen gibt es eine Menge Dinge, die für die nächsten Jahre auf einen äußerst starken Gold- und Silbermarkt hindeuten. Vor einigen Tagen habe ich gelesen, dass die Silberkäufe in Indien ein Vierjahreshoch erreicht haben. Das ist etwas unter den Tisch gefallen, da sich die Leute eher auf das Gold fokussieren, das Indien erwirbt. Und im letzten Jahr wurde 30% der weltweiten Silberproduktion im dritten Quartal alleine von Indien erworben. Irgendwann werden wir also aufwachen und realisieren, dass es allgemein deutlich mehr Kaufdruck für diese beiden Metalle gibt, als wir ursprünglich angenommen haben.


Mike Gleason: Ich wollte Sie nach Ihren Erwartungen darüber fragen, wie gut die Metalle als Investition fungieren werden oder wie gut sich ihre Fähigkeit, über die Zeit hinweg Gewinne für Investoren zu generieren, entwickeln wird. Ebenso erwähnten wir bereits die Rolle der Metalle als Absicherung und als eine bessere Form des Geldes und vielleicht wichtigere Gründe, sie zu besitzen. Diese Faktoren haben wir zwar bereits besprochen, doch wir sollten uns bewusst sein, dass die meisten Menschen, die Gold und Silber erwerben, gespannt darauf sind, Gewinne auf ihre Investition zu verzeichnen. Das ist es, was sie in den letzten Jahren vermisst haben und so frustrierend ist.

Es gibt jedoch wenig Grund zu denken, dass sich die Vergangenheit in den nächsten Jahren wiederholen wird. Wir beide haben offline über das Potenzial des derzeitigen Szenarios an den Metallmärkten gesprochen und dass es in den nächsten Jahren dort mögliche Zunahmen geben wird. Wir haben auch darüber gesprochen, dass es 2016 eine Art falschen Ausbruch gab, als wir eine schöne Rally verzeichneten. Diesmal könnte es etwas anders sein. Teilen Sie Ihre Gedanken mit uns.


David Smith: Das denke ich wirklich. Als Analyst für den Morgan Report beschäftige ich mich sehr mit Bergbauaktien. Ich verrichte zudem auch eine Menge Arbeit für mich selbst und investiere. Ich kaufe eine Vielzahl an Aktien, über die ich üblicherweise nicht schreibe... Diese befinden sich nicht in unserer offiziellen Allokation... Ich halte beispielsweise einige Aktien von Unternehmen, die nun in Japan Bergbau betreiben oder dort explorieren. Diese haben sich in letzter Zeit gut entwickelt.

Ich verstehe es, wenn die Leute meinen: "In den letzten Jahren war es so frustrierend. Ich habe Metalle gekauft, die entweder unverändert geblieben sind oder deren Preis gefallen ist." Und ich verstehe, warum die Leute aufgegeben haben; einige von ihnen haben sich sogar 30 Jahre lang mit dieser Branche beschäftigt. Die Sache ist jedoch die: Der Tag ist immer am trübsten, bevor er sich aufklart.

Ich kann Ihnen ehrlich erzählen - und das habe ich bereits einer Vielzahl an Freunden erklärt - dass ich seit Mitte der 1970er Jahre in Metalle investiere. Damals habe ich größtenteils physische Metalle sowie Futures erworben. In der Zeitspanne von 1980 bis 2002 fand ein unaufhörlicher Bärenmarkt in Gold und vor allem Silber statt. Das Metall fiel von 50 Dollar je Unze auf etwas unter 5 Dollar.

Ich kann Ihnen ehrlich sagen, dass der Zeitraum zwischen 2011 und letzten Herbst - siebeneinhalb Jahre - für mich emotional schwieriger war, als die 22 Jahre, die ich auf einen weiteren Silberbullenmarkt gewartet habe. Ich werfe jedoch einen Blick auf diese Charts und denke, dass die Wahrscheinlichkeit eines Marktes in den nächsten drei bis fünf Jahren groß ist, der die Leute absolut überraschen wird, wenn sich herausstellt, an welchem Punkt wir uns in einigen Jahren befinden werden. Es gibt viele Faktoren, die andeuten, dass - zusätzlich zu einer äußerst starken, nachhaltigen und sekulären Bewegung - der Risikoertrag direkt vor uns liegt.


Mike Gleason: Ja, darüber haben wir bereits zuvor gesprochen; dass dies nicht die Zeit ist, in der man seine Nerven verlieren sollte. Der Grund, warum Sie Gold und Silber kaufen - ein lächerlich großer Schulden- und Kreditberg über die gesamte Wirtschaft hinweg - ist heute noch immer vorhanden, wenn nicht noch größer und unkontrollierter. Gold und Silber sind in den letzten Monaten oder Jahren nicht nur zu einer schlechten Alternative zum Papiergeld geworden, und das müssen sich die Leute im Gedächtnis behalten. Sie sollten weiter an diesen Metallen festhalten und sie als Absicherung gegen das behalten, was noch kommen wird. Und ich denke, dass wir uns einig sind, dass das keine Frage "falls", sondern "wenn" die Dinge zu Bruch gehen, ist.

Nun, David, ich danke Ihnen vielmals für Ihre Zeit heute und für Ihre fantastischen Kommentare. Wir freuen uns immer wieder darauf, mit Ihnen zu sprechen und hoffen, dass es diesmal nicht ganz so lange dauert, bevor wir das wieder tun. Ich hoffe, Sie haben ein schönes Wochenende. Ich danke Ihnen vielmals.


David Smith: Sehr gut, Mike. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.


Mike Gleason: Nun, das war es dann für diese Woche. Ich danke noch einmal David Smith, Analyst beim Morgan Report und regelmäßiger Beiträger bei MoneyMetals.com.


© Mike Gleason
Money Metals Exchange



Der Artikel wurde am 22. März 2019 auf www.moneymetals.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.

Hinweis: Der Brief "Der Morgan Report" kann in deutscher Sprache unter www.morgan-report.de abonniert werden.



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