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Gold als Absicherung gegen steigende Mieten

15.04.2019  |  Markus Blaschzok
Während der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, die in seinen Augen zu niedrige Inflation von offiziell unter 2% beklagt, gehen in Berlin Rentner und Leistungsschwache auf die Straße, um gegen die die dortige Preisexplosion der Durchschnittsmiete von fast 100% zu demonstrieren. Irgendwas scheint faul zu sein im Staate Dänemark … Dieses Beispiel bestätigt die alternativen Konsumentenpreisindizes, welche die reale Teuerung etwa 6% über der veröffentlichten Inflationsrate ausweisen. Die sozial schädliche Politik über Staatsverschuldung und Inflationssteuer vermeintliche Wohltaten zu verteilen, führt letztlich immer dazu, dass eine Gesellschaft langsam verarmt.

Mit Mietpreisen von durchschnittlich 11€ je Quadratmeter ist Berlin im internationalen Vergleich von Großstädten noch sehr günstig, doch für die hohe Zahl der Leistungsempfänger im roten, unproduktiven Berlin sind selbst diese günstigen Preise zu hoch. In diesem Umfeld fanden sich schnell 20.000 Unterschriften, um die Berliner Regierung in einem Volksbegehren zu Zwangsenteignungen zu bewegen, damit vermeintlich bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann.

Die kollektivistischen Enteignungsanhänger wollen also zehntausende Wohnungen in die Verantwortung der gleichen Politiker übergeben, die seit 2007 viele Milliarden Euro Steuergelder in den Flughafen Berlin-Brandenburg fehl geplant und aus dem Fenster geworfen haben, was nur in einer totalen Katastrophe enden kann.

Die linksextreme Bewegung erhält viel Zuspruch und wird in bundesdeutschen Medien stark thematisiert. Dies beweist das Versagen des staatlichen Bildungssystems, das ganzen Generationen einfachste und grundlegendste ökonomische Zusammenhänge nicht vermittelt hat.

Allein die politische Androhung von Enteignungen sorgt dafür, dass Immobilieninvestoren Deutschland und insbesondere Berlin meiden werden, was bereits einen Schaden angerichtet hat und somit die Situation verschärfen wird. Es ist offensichtlich, dass der staatliche Raub von Eigentum keine nachhaltige Lösung für Armut sein kann, da es den Anreiz für unternehmerisches Handeln, Leistung, Sparen und Investitionen zerstört.

Die Öffnung der Sozialsysteme für Migranten führte zu einem starken Zuzug in die Großstädte binnen kurzer Zeit. Steigt die Nachfrage, so steigen die Mieten ganz natürlich an, da das Wohnungsangebot kurzzeitig unelastisch unveränderbar ist. In einem freien Markt würden steigende Preise zu höheren Renditen führen, welche Investoren wiederum das Signal für den Neubau rentabler Wohnungen gibt. Das neue Angebot lässt die Preise wieder auf das vorherige Niveau sinken und die Situation entspannt sich von alleine. Die Unsichtbare Hand des freien Marktes regelt über den Preis automatisch das Angebot an einem Gut und sorgt für die optimale und bestmögliche Versorgung.

Die Wut der Enteignungsbefürworter, die sich gegen vermeintliche Miethaie und Spekulanten richtet, ist also fehlgeleitet, da die Ursache unter anderem in dem politisch induzierten Wachstum der Bevölkerung liegt, sowie in dem staatlichen Monopol auf die Vergabe von Bauland, das seit Jahrzehnten ungenügend bereitgestellt wird.

Die Hauptursache warum Mieten vermeintlich immer teurer werden, ist die starke reale Inflation in der Eurozone, die weit über dem Anstieg von Renten und Gehältern liegt. Die Europäische Zentralbank, die das Geldschöpfungsmonopol trägt, hat die Geldmenge vervierfacht, weshalb letztlich die Preise steigen müssen. Steigt die Geldmenge stärker als die Gütermenge, so steigen Preise an. Da der Staat das Geldmonopol für sich beansprucht, ist Inflation immer ein staatliches Phänomen und als zusätzliche versteckte Steuer zu verstehen, die nicht nur Einkommen, sondern auch Ersparnisse enteignet.

Mieten und Gehälter steigen bestenfalls im Rahmen der offiziellen Teuerung, doch wird diese geschönt und etwa 6% zu niedrig ausgewiesen, was den Effekt hat, dass Ersparnisse enteignet werden sowie Renten- und Pensionsansprüche an Kaufkraft verlieren. Die Folge ist eine langsame Verarmung der Gesellschaft, wobei gerade die Unter- und Mittelschicht unter der Enteignung leidet. Mehr Informationen zu der Manipulation der Inflationsstatistik finden sie in unserem letzten Webinar "Die wahre Inflationsrate ist viel höher" auf youtube.

So hat die Deutsche Mark seit 1950 offiziell 82% an Wert verloren, während allein der Euro seit der Jahrtausendwende offiziell 25% an Kaufkraft einbüßte.

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Die Deutsche Mark war entgegen der landläufigen Meinung ebenfalls eine Schwachwährung


Gold, dessen Geldmengenwachstum mit zwei Prozent ungefähr dem jährlichen Produktivitätsfortschritt entspricht, bildet über lange Zeitperioden daher viel besser die Inflation ab. Im Vergleich zu Gold hat der Euro seit der Jahrtausendwende bereits 76% an Kaufkraft verloren. Dies kommt dem realen Wertverlust durch die Vervierfachung der Geldmenge seitens der EZB schon näher.

Es handelt sich hierbei nicht um eine zufällige Erscheinung, sondern um ein Geschäftsmodell. Seit dem Ende des Gold-Dollar-Standards im Bretton-Woods-System finanzieren Staaten zusätzliche Ausgaben über die Druckerpresse. Seither wird die Inflationsrate offiziell zu niedrig ausgewiesen, während die Geldmenge jährlich bis in den zweistelligen Bereich hinein ausgeweitet wurde. Auf diese Weise konnten alle Vermögen in der westlichen Welt zusätzlich zwischen 5% und 10% besteuert werden.

Seit Anfang der 80er Jahre verschwindet daher langsam die Mittelschicht in den USA und Europa, während die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird. Nutznießer dieser Politik sind in erster Linie Staaten, Politiker und deren Günstlinge, die ihre Geschäftsmodelle auf dieses System hin ausrichteten. Die Kosten tragen hingegen die kleinen Leute, denen die Möglichkeit zum Aufbau von eigenem Vermögen verwehrt wird. Boom- und Bustzyklen wurden verstärkt und Finanzblasen an den Märkten erzeugte zusätzliche Wege der Umverteilung der Vermögen von Investoren, die durch falsche Zinssignale und Renditeversprechen fehlgeleitet wurden.

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Real hat der Euro seit der Jahrtausendwende bereits 76% an Kaufkraft verloren



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