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Palladium nach dem Crash - Die Einstiegschance?

24.04.2019  |  Robert Schröder
So schnell kann sich der Wind drehen an den Börsen. Vor einem Monat war man noch der King, wenn man auf Palladium gesetzt hat. Monatelang steigende Kurse und ein neues Rekordhoch nach dem anderen haben viele Anleger verleitet hier einzusteigen. Schön blöd, wer nicht dabei war. Doch der März-Monat war mit Minus 10,46% der schlechteste seit Dezember 2016. Seit dem Allzeithoch bei 1.615 USD ging es bereits fast 18% abwärts! Ist die Palladium-Party schon wieder vorbei?

In der letzten Einschätzung vom 26. März "Palladium vs. Silber: Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich!" hatte ich ein fraktales "Malen-nach-Zahlen"-Muster aufgezeigt, das in Bezug auf Silber darauf hingedeutet hat, dass Palladium ein ähnliches Schicksal erleiden könnte wie Silber ab dem Jahre 2011. Zitat: "Des Weiteren stehen die Chancen für fallende Kurse aus den genannten Gründen ab jetzt deutlich besser als für weiter steigende. Die Bäume werden auch nicht bei Palladium in den Himmel wachsen! Anleger und Trader können ab jetzt langsam nach Umkehr- und Short-Muster Ausschau halten."

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Palladium ist im großen Bild auf Monatsebene tatsächlich an der diagonal verlaufenden Widerstandslinie gescheitert. Der angesprochene stark überkaufte Zustand hat sich damit gerächt. Der RSI ist jedoch bisher lediglich knapp unter 70 gefallen. Da ist also noch deutlich Platz, wenn man davon ausgeht, dass das Pendel jetzt wieder in die andere Richtung ausschlagen könnte. Als grobes Kursziel bietet sich der Bereich zwischen ca. 1.139 und 1.060 USD an, wo zum einen eine langfristige Unterstützung ausgehend aus dem Jahre 2001 verläuft und zum anderen der Aufwärtstrend seit 2016 hineinwirkt. Palladium könnte also bis zu weitere 24% fallen.

Solche "schlechten" Zahlen will natürlich niemand lesen, der aktuell noch in Palladium investiert ist. Er will lesen, dass es nach dem 18%-igen Kursrückgang direkt wieder hoch auf neue Rekordhochs geht. Neue Einstiegschance, verbilligen, günstige Nachkaufchance, Palladium auf 1.800 USD, nur steil ist geil etc. pp. …

Besonders der kurzfristige Chart auf Stundenbasis sieht aktuell aber ganz und gar nicht danach aus. Im Gegenteil. Die Charttechnik in Kombination mit Elliott Wave deutet weitere eklatante Schwäche an!

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Seit dem Jahreshoch hat sich nach Elliott Wave ein klassischer 5-teiliger Abwärtsimpuls gebildet, der seit dem Tief der Welle 5 am 5. April bei 1.324,70 USD korrigiert wird. Die Gegenbewegung war bisher jedoch recht schwach und hat (nach fast 3 Wochen!) nicht einmal das 38er Retracement erreicht.

Das deutet auf eine sehr schwache charttechnische Verfassung hin, die wiederum ein Hinweis darauf ist, dass die nächste Abwärtswelle bei Palladium schon vorbereitet wird. Kurse unter 1.300 USD und deutlich tiefer sowie bis hin zu dem genannten Kurszielbereich könnten wir also bereits im Mai sehen.

Zuvor könnten die Bullen nochmals kurz "aufmucken" und Palladium im Rahmen der WXY-Korrektur auf ca. 1.445 bis 1.460 USD hieven. Aufgrund der jetzt schon zu erkennenden bärischen Flagge, stellt dieser Bereich eine potenzielle Ausstiegszone dar. Wer den schnellen gedanklichen und vor allem emotionalen Wechsel von Long auf Short hinbekommt, für den könnten 1.445/60 USD einen entsprechenden Einstieg darstellen.


© Robert Schröder
www.Elliott-Waves.com


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