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China hält Gold und wird die Regeln machen

03.05.2019  |  Egon von Greyerz
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Auch in diesem Fall war der gestohlene Schmuck meist unversichert.

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Auch die US-Regierung knackt Sicherheitsschließfächer

Doch nicht nur normale Kriminelle knacken Sicherheitsschließfächer. Die US-Regierung ist dafür bekannt, dass sie Schließfächer öffnet und deren Inhalt konfisziert. Einen Gerichtsbeschluss ist alles, was sie dafür brauchen. Und wenn die nächste Bankenkrise kommt, könnte auch der Inhalt von Schließfächern ohne Weiteres im Fokus von Bail-In-Maßnahmen stehen.

Die Nutzung von Bankenschließfächern würde ich nicht empfehlen, in keinem Land - nicht einmal in der Schweiz. Im Prinzip gehören Wertgegenstände in einem Bankenschließfach nicht der Bank. Doch in Bail-In-Situationen könnten sich die Regeln ändern. Auch im Fall eines systemischen Zusammenbruchs des Finanzsystems oder einer verlängerten Bankenschließung hätten die Kunden vielleicht für lange Zeit, womöglich sogar Jahre, keinen Zugang zu ihren Schließfächern.


Verwahren Sie Edelmetalle in privaten Tresoranlagen mit Versicherung

Edelmetalle wie Gold und Silber sollten in den sichersten privaten Tresoranlagen verwahrt werden, in einem sicheren Rechtsgebiet wie der Schweiz oder Singapur und außerhalb des Bankensystems. Versicherung durch ein Top-Versicherungsunternehmen ist ganz entscheidend. Die Versicherung muss auch Diebstahl durch Angestellte abdecken, was nicht immer der Fall ist.

Vergessen Sie nicht: Für ein Bankenschließfach gibt es, wie oben erklärt, keine Versicherung; die Bank übernimmt keine Verantwortung für die gestohlenen Gegenstände.

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Keine westliche Zentralbank kauft Gold

Es wurde viel darüber berichtet, dass die Zentralbanken 2018 enorme Mengen Gold angekauft hätten, insgesamt 651 Tonnen - die größte Menge seit 50 Jahren. Das ist typisch für die Berichte fauler Reporter, die sich nur die Propaganda-Pressemitteilungen rauspicken. Journalismus ist kein qualifizierter Beruf mehr. Es gibt keine echten Journalisten mehr, die Ereignisse analysieren und intelligente Schlussfolgerungen ziehen. Man liest nur noch Pressemitteilungen, kopiert sie und druckt sie dann in Zeitungen ab oder berichtet im Fernsehen darüber.

Hinsichtlich der Story über Gold und Zentralbanken liegt die wahre Story nicht darin begründet, dass sie Gold kauften. Der wichtige Punkt ist, wer dieses Gold kaufte. Schauen wir mal nach: Haben die USA Gold gekauft oder Großbritannien oder Deutschland oder irgendein anderes westliches Land? Nein, natürlich nicht. Die Zentralbanken, die Gold kauften, sind diejenigen, die verstehen, dass das politische System und das Finanzsystem der westlichen Welt kurz vor dem Untergang steht. Deswegen kaufte Russland 247 t, die Türkei 51 t, Kasachstan 50 t, Indien 40 t, die Mongolei 22 t und der Irak 7 t.


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