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Die Gold-Maginot-Linie wird bald brechen

09.05.2019  |  Egon von Greyerz
Warum sind 99,9% der Anleger keine Goldeigentümer? Aufgrund meiner Interessen und meiner Tätigkeit begegne ich prozentual deutlich mehr Menschen, als jenen 0,1%, die ein Verständnis von Gold haben und Goldeigentümer sind. Ich begegne allerdings auch vielen Menschen, die von ihren Anlageberatern und den Medien hinsichtlich der Nutzlosigkeit von Gold indoktriniert wurden. Die meisten von ihnen verstehen Gold nicht und kennen weder seine Geschichte noch seine Funktion als Geld.


Gold ist Geld

Hier also eine Liste mit einigen Fakten, ohne sich dabei im Detail zu verlieren:
  • Gold ist seit 5.000 Jahren Geld.

  • Gold ist das einzige Geld, das historisch betrachtet überlebt hat.

  • Während jeder großen Krise wurde Gold als Geld genutzt.

  • In allen historischen Phasen hat Fiat-Geld immer 100% seines Wertes verloren.

  • Beispiel Römisches Reich: In einem Zeitraum von 100 Jahren sank der Silbergehalt der Denar-Silbermünzen von fast 100% auf null.

  • Dasselbe passierte auch mit allen großen heutigen Währungen, z.B. dem Dollar, dem Pfund, dem Yen und der Mark/ Euro. Seit Gründung der Fed im Jahr 1913 haben alle Währungen einen Wertverlust von 97% - 99% gegenüber Gold erlitten. Es bleiben also nur noch 1% - 3%, bis all diese Währungen ihren Wert verloren haben werden. Dazu wird es unter Garantie in den kommenden 5 -7 Jahren kommen. Denn die Schulden- und Anlagewertblasen werden implodieren und beim vergeblichen Versuch, das Finanzsystem zu retten, werden Staaten unbegrenzte Geldmengen schöpfen.

  • In den 2000er Jahren hat Gold besser abgeschnitten als alle anderen großen Anlagemärkte, einschließlich Aktien.


Wenn schon Kindern kein Konzept von Geld beigebracht wird, wie sollen Erwachsene es dann verstehen?

Alles oben Beschriebene sind unstrittige Fakten. Allerdings wird kein Staat oder keine Zentralbank das jemals zugeben, da die Totalentwertung einer Landeswährung das Scheitern der eigenen Wirtschaftspolitik offenlegt.

An den Schulen wird Wirtschaftsgeschichte nicht unterrichtet. Kein Kind bekommt richtigen Unterricht zum Thema Geld, Ersparnisse und Zinseszins. Durch Beobachtung und Erfahrung lernen sie über Schulden, Kreditkarten und dass man Geld ausgibt, welches man selbst nicht verdient hat. Wann werden sie je verstehen … ? Wann werden sie je lernen, was werthaltiges Geld ist und wie man seine eigenen Angelegenheiten und Geschäfte regelt? Es wird wohl leider nie passieren.

Wenn schon Kindern in der Schule nichts über werthaltiges Geld und Wirtschaftsgeschichte beigebracht wird, so darf man nicht erwarten, dass Erwachsene diese Themen kapieren.

Im Westen versteht die Mehrheit der Menschen nicht, dass die Dollar, Euro oder Pfund in ihren Taschen täglich an Wert verlieren - und zwar aufgrund andauernder Kredit- und Geldschöpfung. Die Menschen gehen davon aus, dass die Immobilien- und Aktienpreise steigen würden. Zudem glauben sie, dass Güter und Dienstleistungen regelmäßig teurer werden. Nur sehr wenige Menschen verstehen, dass nicht die Preise für Güter und Dienstleistungen steigen, sondern dass es der Wert des Geldes in ihren Taschen ist, der konstant abnimmt.

Dass Gold das einzige Geld ist, das historisch überlebt hat, hat vor allem einen Grund: Es kann nicht gedruckt werden. Zudem hat es andere wichtige Eigenschaften, wie z.B. Seltenheit, Unzerstörbarkeit, Teilbarkeit, etc..


Geldwechsler & Banker

Open in new windowWenn jemand in der Vergangenheit eine Dienstleistung erbrachte oder ein Produkt herstellte, wurde er in Gold bezahlt, und dieses Gold behielt für immer seinen Wert. Mit der Zeit gaben Geldwechsler und Banker dann handelbare Noten aus, die das Gold, welches in deren Tresoren verwahrt wurde, ersetzten. Bald schon erkannten sie, dass sich damit viel mehr verdienen ließe. Man brauchte nur deutlich mehr solcher Noten drucken als Goldbestände vorrätig waren. So begann die Entwertung von Papiergeld.

Stellen Sie sich einen Menschen vor, der den ganzen Tag gearbeitet hat und als Entlohnung für seine Dienste eine Goldmünze erhielt. Er bringt die Münze dann zur Bank, hinterlegt sie dort und erhält dafür eine handelbare Papiernote anstelle seines Goldes. Doch sein Banker ist gerissen und gibt eine weitere Note als Kredit an eine andere Person aus.

Würde es in der ganzen Wirtschaft allein diese Transaktion geben, so hätte der Banker den Wert der Note jetzt halbiert. Der Banker ist gierig und gibt noch mehr Noten aus, wodurch deren Wert weiter sinkt. Das Gold hat aber seinen Wert behalten, das Papiergeld hingegen wurde entwertet. Als das Gold später durch Fiat-Geld ersetzt wurde, kam es zu einer kontinuierlichen Entwertung, weil die Banker und der Staat immer mehr Papiergeld emittierten, ohne dass dahinter noch die entsprechende Produktion eines Gutes oder einer Dienstleistung stand.



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