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Vladimir Basov: Ein Blick auf die Produktion, AISC und Kapitalbeschaffung der Goldproduzenten

11.05.2019  |  Presse anonym
Nach einer kurzen Rally zu Beginn 2018 und einer Goldpreisspitze bei 1.354 Dollar je Unze am 25. März ist der Goldpreis im zweiten und dritten Quartal stetig gefallen und landete am 16. August schließlich bei 1.176 Dollar je Unze. Danach erholte er sich wieder und stieg am 28. Dezember auf 1.280 Dollar je Unze.

Wir haben die Auswirkungen des Goldpreises auf die Goldbergbaubranche analysiert, indem wir Daten der Mining Intelligence Data Application verwendet habe. Die Daten, die wir verwenden, repräsentieren Unternehmen, die ihre Quartalsproduktion bekanntgeben und an den folgenden Aktienbörsen gelistet sind: TSX (+TSX-V), ASX, LSE (+LSE-AIM), NYSE und JSE.

Die durchschnittlichen, quartalsweisen Betriebseinnahmen der großen Goldproduzenten folgten dem Goldpreis und sanken im Jahr um 44%, von den 2.500 Millionen Dollar im ersten Quartal auf 1.400 Millionen Dollar im dritten Quartal, und verblieben im vierten Quartal 2018 konstant (siehe Bild 1).

Obwohl die durchschnittlichen Betriebseinnahme oft als verlässlicher Indikator für die Messung von Betriebseffizienz und -leistung verwendet werden, so recherchierten wir etwas genauer. Wir haben drei weitere Metriken betrachtet: die quartalsweise Goldproduktion, die All-In Sustaining Costs und die Kapitalbeschaffungen. Diese Daten zeigen das Folgende:

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Bild 1: Durchschnittlicher Goldpreis gegenüber durchschnittlichen Betriebseinnahmen der Goldproduzenten


Die weltweite Goldproduktion für das vierte Quartal 2018 betrug 16,8 Millionen Unzen, oder etwa 2% mehr als in Q3.

Die gemeldete Goldproduktion der öffentlichen Unternehmen macht etwa 65% bis 70% der gesamten weltweiten Goldproduktion aus und kann als Indikator für den allgemeinen Zustand der weltweiten Goldbergbaubranche verwendet werden.

Die weltweit gemeldeten durchschnittlichen All-In Sustaining Costs fielen 3% niedriger aus als im dritten Quartal 2018. Allgemein reagierten Goldproduzenten relativ schnell auf die schlechter werdenden Umstände am Goldmarkt und waren in der Lage, ihre Kosten zu reduzieren, indem man sich bemühte, die schwindenden Margins einzuholen.

Kapitalbeschaffungen, die von Goldproduzenten, Bau- und Explorationsunternehmen durchgeführt wurden, stiegen von Q3 auf Q4 um 17%; das deutet darauf hin, dass die Investoren wieder an Vertrauen gewonnen haben.


Die gemeldete weltweite Goldproduktion

Zum vierten Quartal, das zum 31. Dezember 2018 beendet wurde, belief sich die weltweit gemeldete Goldproduktion auf 16,8 Millionen Unzen. Nordamerika produzierte am meisten Gold (4,3 Millionen Unzen), danach folgten Afrika (3,5 Millionen Unzen) sowie Australien & Ozeanien (3 Millionen Unzen).

Die quartalsweise Zunahme von 2% der weltweiten Goldproduktion wurde von den drei Regionen Nordamerika (+266.000 Unzen, oder +7%), Südamerika (+215.000 Unzen, oder +10%) sowie Australien & Ozeanien (+148.000 Unzen, oder +5% von Q3 2018) vorangetrieben. Die Fördermenge in Asien sank stark und ging um 32% zurück; Grund dafür war der deutliche Rückgang des Goldoutputs, den man an der indonesischen Grasberg-Mine verzeichnete.

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Bild 2: Weltweite Quartalsgoldproduktion auf regionaler Ebene, Q2 2018 vs. vorheriges Quartal



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