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Defla XXXL - Mehr daneben als ZB geht schon nicht mehr, oder holen sie noch zum Kahlschlag aus?

12.05.2019  |  Christian Vartian
25% Aufschlag vom Leitzins auf die Inflation in den USA hatten wir letzte Woche behandelt, ein extrem hoher Wert. Dazu kommt aktive Deflationspolitik der Zentralbank durch immer noch aktive Verkäufe von Schuldwertpapieren von der Bilanz der Zentralbank in den Markt, eine direkte GeldmengenSENKUNG.

Und vorige Woche erfuhren wir nun von der US-Zentralbank, dass diese zwar ihre Geldmengensenkung ab etwa September zu beenden gedenke, am 25% Aufschlag vom Leitzins auf die Inflation aber festhält, denn: "Die Inflation wird schon noch kommen". Sie sieht ja auch keine Risiken am Horizont, ach wie weitsichtig!

Real haben wir einen eskalierten Handelskrieg China-USA mit nun 25% Zoll auf wesentliche Chinesische Importe als Reaktion auf Chinas Protektionismus plus am Golf von Hormuz umherkreuzende Kriegsshiffe während der US- Core CPI abermals mit dem halben erwarteten Wert, nämlich 0,1% hereinkam, dazu von der FED in zumindest ein Retracement gezwungene Werte von Unternehmenseigenkapital:

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Man muß sich also die Frage stellen, ob die Inkompetenz der Zentralbank noch weiter gesteigert werden kann. Keinerlei Inflation, NUR Risken, Zusammenbruch des privatbanklichen Kreditmultiplikators durch Handelsprobleme, eine solche Lage erfordert dringend mehr Geld und nicht weniger, aber der Wirtschaftsnichtakademiker Powell sieht das natürlich umgekehrt.

Vielleicht verortet er ja den Wachstumsmotor für die Welt in der EU, das wäre dann aber eine Vorzeichenvertauschung, denn was BMW und andere (und das sind die besten des Kontinents) da abliefern hat ein Minus davor und kein Plus. Deflativ, depressiv, destruktiv und sie sitzen noch immer da.

Man könnte ja einer derart "erfolgreichen, treffsicheren" Unabhängigkeit von nie durch Volkswahl legitimerten Beamten durch Änderung der Zentralbankgesetze ein Ende machen, die Frage ist, wie lange: entweder diese "erfolgreiche Treffsicherheit" oder die "Unabhängigkeit" noch den Planeten als Testkaninchen im Deflationsschmerztestlabor versklaven darf.

Unser Portfolio erzielte trotz Deflation ein Wochenplus gegen den EUR, welcher nun von den Chinesischen (wegen Nichteinigung mit den USA) umgepolten Devisenreserven leicht gestärkt wurde, ein Plus von 1,74% weil Short mit Ansage können wir und diesmal war es mit Ansage.

Echte Aktien an echten Unternehmen, echte Metalle in echten Barren, echte Cryptos auf Offline- Sticks, man kann sie, wie diese Woche beim SPX 500 zeitweise, auch zu 150% mit Shorts beschützen und wie bei Palladium zeitweise mit 200% Shorts beschützen. Und das taten wir, denn wir erkennen, was läuft, kritisieren, was läuft, wollen aber nicht darunter leiden, bei dem, was da für ökonomisch Kundige offensichtlich läuft.

Aber bevor nun auch wir etwas übersehen, einen Superkahlschlag könnte die US- ZB noch hinlegen, denn:

Die negative US-Handelsbilanz, welche ja alleine historisch und bis heute die Zentralbank verschuldet, weil sie mit Zinsen und Geldmenge den Außenwert des USD nicht so gestaltet hat, dass die Handelsbilanz sich ausgleicht (einzige wichtige Aufgabe einer Zentralbank) braucht ja Zölle zum Reparieren der „Leistung“ der Zentralbank.

Nun sind Zölle von 25% aber so, dass sie Verbraucherpreise anheben und der Staat den Zoll einnimmt. Zum Bezahlen dieser höheren Verbraucherpreise fehlt das Geld, eine Preiserhöhung durch Zölle ist schwer DEFLATORISCH.

Nun zum potenziellen Kahlschlag des Wirtschaftsnichtakademikers: Der könnte allen ernstes Preiserhöhungen wegen Zöllen als Inflation werten 180 Grad von der Realität entfernt und deswegen sogar Zinsen erhöhen oder noch weiter die Geldmenge straffen. Das ökonomische Niveau der letzten verbliebenen Monetaristen ist so niedrig, dass die das zusammenbrächten und dann wäre aber Defla MAX.

Zu den Märkten:

Der Wert des nicht nur Knappen, sondern sogar systemisch Limitierten wurde wieder erkannt:


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