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Korrektur in Endphase - Inflation macht 1% reicher

13.05.2019  |  Markus Blaschzok
Der Goldpreis konnte vergangene Woche kaum hinzugewinnen, obwohl die amerikanischen Aktienmärkte abtauchten, nachdem ein Deal im Handelskrieg zwischen den USA und China gescheitert war. Anfang Mai hatte US-Präsident Trump angeordnet die Zölle von 10% auf 25% für 200 Mrd. anzuheben und nun wird man für weitere 300 Mrd. Dollar an Importen aus China ebenfalls die Zölle auf 25% anheben. In der Vergangenheit hatte Trump sehr großen Erfolg mit seiner harten Verhandlungspolitik, doch sollte China nicht einlenken, so würden beiden Volkswirtschaften Schaden nehmen.

Dass der Goldpreis trotz des Einbruchs des Aktienmarktes nicht anziehen konnte, dürfte an dem Test des Abwärtstrends gelegen haben, der bei 1.291 $ verläuft und keinen Spielraum nach oben mehr ließ. Spekulanten sowie insbesondere Notenbanken und der ESF (Exchange Stabilization Fund) dürften an diesem Punkt für die Fortsetzung des Abwärtstrends gesorgt haben. (Der ESF wurde im Zuge des Gold Reserve Acts 1934 gegründet und hat von der US-Regierung explizit den Auftrag am Goldmarkt zu intervenieren.)

Dow Jones und S&P500 hatten erst zu Monatsbeginn ein neues Allzeithoch erreicht, wobei beide Aktienindizes gerade dabei sind an diesem Allzeithoch zu scheitern und ein doppeltes Hoch auszubilden, was Bullen zu Gewinnmitnahmen und Bären zur Eröffnung von Shortpositionen animiert. An dieses Bild eines unter hoher Volatilität schwankenden Aktienmarktes sollten sich Trader gewöhnen, denn das wahrscheinlichste Szenario für die nächsten zehn Jahre wird die Stagflation sein.

In einem ähnlichen Umfeld der siebziger Jahre lief der Dow Jones über eine Dekade hinweg trendlos seitwärts, während dieser immerzu an dem Widerstand bei 1.000 Punkten scheiterte. Wie damals werden die Aktienmärkte inflationsbereinigt hingegen einbrechen, wobei die Edelmetalle von der Geldschwemme durch weitere Rettungsprogramme der Notenbanken profitieren und ansteigen dürften.

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Der US-Aktienmarkt hat nach einer fulminanten Rallye ein doppeltes Top ausgebildet


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Weder der Gold- noch der Silberpreis konnten in der vergangenen Woche von dem Rückgang am Aktienmarkt profitieren


Zwei weitere Aktienindizes, die vergangene Woche unter starken Abgaben litten, waren der Goldminenindex "HUI" sowie der Gold- und Silberminenindex "XAU". Diese korrigierten nun deutlich und haben unsere Korrekturziele, die wir vor zwei bis drei Monaten im Live-Webinar (siehe youtube) und unseren Analysen genannt hatten, schon fast erreicht. Während der Standardaktienmarkt neue Allzeithochs erreichte, notieren die Minenindizes auf Mehrjahrestiefs.

Im Vergleich zu der Ausweitung der Geldmenge notieren diese sogar auf Allzeittiefs. Nimmt man als Ausgangspunkt die Jahrtausendwende, so notiert der HUI nicht bei den nominalen 157 Punkten, sondern unter Berücksichtigung der Ausweitung der Geldmenge lediglich bei 31 Punkten. Beim XAU sind es nicht 71, sondern nur 14 Punkte. Auch wenn die Minen historisch günstig zu sein scheinen, so können diesen kurzfristig noch etwas weiter korrigieren. Wann der womöglich kurzfristig richtige Kaufzeitpunkt gekommen ist, erfahren Sie in unseren Webinaren und Premium-Analysen.

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Um die Inflation bereinigt, notiert der HUI nur bei 31 Punkten, anstatt bei 157 Punkten



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