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Korrektur in Endphase - Inflation macht 1% reicher

13.05.2019  |  Markus Blaschzok
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Auch wenn die Welt vor einer neuen Rezession steht, so stehen China und die USA viel besser da als Europa und insbesondere als Deutschland. Von 326 weltweiten privaten Start-Ups mit mehr als einer Milliarde Kapitalisierung (Einhörner) sind nur 8 in Deutschland angesiedelt. Den ersten Platz halten die USA mit 156 Unternehmen, dicht gefolgt von China (94), danach folgen England (17), Indien (13), Deutschland (8) und Südkorea (6), wobei im Rest der Welt die übrigen 32 Unternehmen zu finden sind.

Europa liegt weit abgeschlagen meilenweit hinter den USA und China und hat keine innovativen Unternehmen und Branchen zu bieten. Zu hohe Steuern, Zentralismus, ein planwirtschaftlicher wohlstandsvernichtender Euro, eine hohe Regulierungswut aus Brüssel sowie die Wohlfahrtsstaatspolitik mit offenen Grenzen haben Europa ruiniert, was in der kommenden Rezession deutlich zutage treten wird. In Europa und insbesondere Deutschland haben Start-Ups im internationalen Wettbewerb kaum Chancen und Unternehmensgründer scheitern oftmals bereits an den hohen steuerlichen und regulatorischen Hürden im internationalen Wettbewerb.

Was Deutschland bleibt ist eine ständig sinkende Produktivität, abnehmende Wettbewerbsfähigkeit und eine veraltete Automobil- sowie Zulieferindustrie, was in der kommenden Rezession zu hoher Arbeitslosigkeit und massiven Steuereinbußen führen wird, was letztlich auch die Transferleistungen real senken wird. Neue Start-Ups und globale Industrien entstehen über Jahrzehnte, was das politische "EU-ropa" in Brüssel jedoch bereits im Keim zu ersticken weiß.

Nach 14 Jahren Stillstand durch die Regierung Merkel rechnet Finanzminister Olaf Scholz nun optimistisch mit 124,3 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen bis 2023 als zunächst angenommen. Nun müssen Bund, Länder und Kommunen bis zum Jahr 2023 mit deutlich weniger auskommen und ihre Verschwendungssucht mäßigen. Die Wirtschaft steht selbst nach offiziellen Zahlen mit einem Wachstum von 0,5 Prozent am Rande der Rezession. Die Schätzungen von Scholz berücksichtigen noch nicht eine Rezession und werden später um ein Vielfaches angepasst werden müssen.

Die über Steuerraub finanzierten Wohltaten der linken Parlamentarier können in der Rezession nur finanziert werden, wenn auch die Einnahmen erhöht werden. Womöglich sehen wir deshalb bald eine CO2-Steuer, erhöhte Grundsteuern, Enteignungen, eine Transaktionssteuer und eine stark steigende Inflationssteuer, was der Wirtschaft und dem Wohlstand in Absurdistan nur noch mehr schaden wird.

Der einfachste Weg für die Politiker wird eine Ausweitung der Staatsschulden sein, was nichts anderes als das Anwerfen der Druckerpresse und eine Enteignung über die Inflationssteuer bedeutet. Die Inflation wird man offiziell weiterhin 6-8% niedriger ausweisen, während diese real in den zweistelligen Bereich springen wird.

Die dänische Zentralbank hatte vergangene Woche erst in einem faszinierenden Arbeitspapier zugegeben, dass die Inflation die Armen ärmer und die Reichen reicher macht, wenn Zentralbanken Geld drucken. Es ist schön, dass eine Zentralbank jetzt offiziell zugibt, was ich seit 13 Jahren in meinen Veröffentlichungen schreibe. So schreibt die dänische Zentralbank in ihrem Papier:

"Die lockeren monetären Bedingungen erhöhen das Einkommen der oberen ein Prozent stark und umgekehrt vice versa. Tatsächlich steigt nach einem expansiven geldpolitischen Schock der Anteil am Volkseinkommens des reichsten 1-Prozent um etwa 1 bis 6 Prozentpunkte."

Man sollte dieses Papier jedem linken Politiker, der sich über die Ausweitung der Schere zwischen Arm und Reich in unserem planwirtschaftlichen Geldsystem beschwert und die Schuld dem freien Markt gibt, vorlegen. Dass die Schere zwischen Arm und Reich auseinander geht ist einzig und allein auf die unablässig real hohe Inflation der Geldmenge seit dem Ende von Bretton Woods zurückzuführen.

Nur mit Edelmetallen wird man in der Lage sein, sein Vermögen vor weiterer direkter und indirekter Enteignung über Inflation zu schützen und seinen Wohlstand so zu sichern. Kaufen Sie Gold und Silber zu Ihrer Absicherung!


Technische Analyse

Palladium: Nachfrage immer noch höher als das Angebot


Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

Trotz der aktuellen Korrektur am Edelmetallmarkt und der sich manifestierenden Rezession, hält sich der Palladiumpreis neutral am Terminmarkt. Dass in diesem Umfeld keine relative Schwäche zu sehen ist, ist ein deutliches Indiz dafür, dass der physische Nachfrageüberhang aktuell immer noch vorhanden ist und dies den Preis unterstützt. Insgesamt sind die Daten im leicht bullischen Bereich, wobei die Bereinigung am Terminmarkt noch nicht ihr Ende gefunden haben dürfte. Es wäre noch Luft für einen weiteren spekulativen Preisrückgang vorhanden.

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Der Terminmarkt zeigte sich zum 7. Mai kurzfristig neutral - der Nachfrageüberhang besteht noch immer fort



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