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EZB warnt vor Preisanstieg - Gold korrigiert weiter

22.05.2019  |  Markus Blaschzok
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China will die Sanktionen ignorieren und dem Iran weiter als Partner zu Seite stehen. Der Iran vervierfachte unterdessen die Uranproduktion, womöglich um einen Krieg durch Abschreckung zu verhindern. Ein Krieg gegen den starken Iran würde letztlich über Schulden bzw. die Druckerpresse finanziert werden, was den Dollar letztlich abwerten und den Goldpreis entsprechend aufwerten würde. Solange die Neocons in der Lage sind derart massiven Einfluss auf die US-Regierung auszuüben, beobachten wir die Entwicklung zwischen dem Iran und den USA weiter mit Sorge.


EZB-Notenbanker: "Inflation wird irgendwann zu höheren Preisen führen."

In der Vorwoche hatte erst die dänische Notenbank in ihrem aufsehenerregenden Arbeitspapier zugegeben, dass Inflation die Reichen 1% nur noch reicher macht. Am Wochenende hatte nun auch das niederländische EZB-Ratsmitglied Klaas Knot konstatiert, dass auf das Drucken von Geld die Preisen steigen werden.

"Irgendwann wird diese Abfolge von Ereignissen (Gelddrucken) auch zu höheren Preisen führen."

Weiter erklärte er, dass die EZB unzufrieden mit der Abwertung des Euro sei. Die Inflation sei in den vergangenen fünf bis sechs Jahren zu niedrig gewesen und man strebe ein Ziel bei nahe zwei Prozent an.

Berücksichtig man den technologischen Fortschritt und den damit einhergehenden Anstieg der Produktivität, so sollten die Preise bei einer konstanten Geldmenge eigentlich zwei Prozent pro Jahr fallen. Stattdessen steigen die Preise offiziell mit zwei Prozent zum Vorjahr, da die Geldmenge ausgeweitet und der Wert des Papiergeldes abgewertet wird.

So werden dem Sparer durch das zentralistisch staatliche Euro-Geldsystem bei einer offiziellen Inflationsrate von 2% auch die 2% des Produktivitätsfortschritts gestohlen, womit der Staat sich, genau genommen, 4% einverleibt. Berücksichtigt man nun noch die deutlich geschönten Preisstatistiken, so liegt der reale Vermögensverlust durch die Ausweitung der Schulden und der Geldmenge nicht bei 4%, sondern mindestens doppelt so hoch bei mindestens 8% pro Jahr.

Hoffnungslos ist die Lage jedoch nicht. Sie können nicht nur Ihr Vermögen vor der Inflationssteuer schützen, sondern auch von dem Produktivitätswachstum und real sinkenden Konsumgüterpreisen profitieren, indem Sie in einer Währung sparen, deren Geldmenge nicht künstlich ausgeweitet werden kann. Gold und Silber sind das Geld des freien Marktes und sichert langfristig Vermögen ab und bietet zusätzlich noch eine Kaufkraftsteigerung im Rahmen des Produktivitätsfortschrittes. Wenn Sie also nicht jährlich 8% ihrer Ersparnisse verlieren wollen, sondern stattdessen jedes Jahr real 2% reicher werden möchten, dann investieren Sie langfristig und kontinuierlich in Gold und Silber!

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Alle Papierwährungen verloren massiv an Wert in den vergangenen zwanzig Jahren


Technische Analyse

Gold: Überangebot in der vergangenen Woche


Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

Die Netto-Shortposition der Big 4 reduzierte sich von 16 auf 15 Tage der Weltproduktion und die der Big 8 erhöhte sich von 33 auf 35 Tage. Zur Vorwoche stieg der Preis um 11,8 $ und die Spekulanten setzten netto 40 Tsd. Kontrakte auf einen steigenden Preis. Dabei fiel der CoT-Index um 11 Punkte auf 55. Die Preisveränderung zeigt in dieser Woche extreme relative Schwäche und bereits in den beiden Vorwochen konnten wir leichte Schwäche sehen.

Über den Terminmarkt konnten wir jedoch keine Manipulation entdecken, wie sonst in der Vergangenheit. Dennoch kam massives Angebot auf den Markt und die Bullen wurden beim Ausbruch aus dem Abwärtstrend massiv ausgebremst. Zum Vormonat zeigen die Daten lediglich eine leichte Schwäche. Mit 55 Punkten im CoT-Index ist der Terminmarkt nicht bereinigt und Gold hätte weiteres Potenzial nach unten.

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Der Terminmarkt zeigte sich zum 4. Mai schwach und die kurzfristige Lage am Goldmarkt verschlechterte sich



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