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David Brady: Bullionbanken machen sich bereit, Gold ein weiteres Mal hinauszuwerfen

23.05.2019  |  Presse anonym
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Jedes Mal, wenn die Banken eine Spitze in ihrer Netto-Short-Position erreichen, neigt der Goldpreis dazu, zu sinken. Ausgehend von früheren Spitzen in Short-Positionen sind 87.000 Kontrakte vollkommen ausreichend für eine Spitze beim Gold.

Gleichzeitig bauen die Money Manager oder "Fonds" wahrscheinlich ihre Netto-Long-Position aus, die am 7. Mai mit nur 9.000 Kontrakten noch relativ klein war.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Goldpreis schon morgen einen eine Spitze erreicht. Tatsächlich wäre ich nicht überrascht, wenn er noch etwas weiter steigen würde, sodass die Fonds mehr Long-Positionen und die Banken mehr Short-Positionen einnehmen, bevor letztere den Preis wieder drücken. Das kennen wir bereits von den Bullionbanken. Allerdings könnte es dieses Mal aus einem positiveren Grund geschehen.

Die Banken wollen Long-Positionen halten, wenn die nächste Goldrallye stattfindet, da sie meiner Meinung nach riesig, mit neuen Hochständen, wird. Gleichwohl werden sie vor dieser Rallye so viele schwache Long-Positionen verdrängen wollen wie möglich. Sie können beides zeitgleich tun, indem sie den Preis drücken und wenn das dann ein eigenes Abwärtsmomentum aufnimmt, Gewinne aus ihren Short-Positionen schlagen und Long-Positionen beziehen, während die Fonds Short-Positionen hinzufügen. Sobald die Long-Position der Banken groß genug ist, hebt Gold ab.

Einfach ausgedrückt heißt das, selbst wenn Gold in den nächsten paar Tagen oder Wochen steigt, besteht ein hohes Risiko, dass die Banken sich darauf vorbereiten, bald den Goldpreis zu drücken oder es zumindest zu versuchen. Der Zweck dieses Artikels ist, vor diesem Risiko zu warnen.

Aus meiner Sicht habe ich nichts gegen einen größeren Rückgang des Goldpreises einzuwenden. Wie ich im Februar bereits erwähnte, erwarte ich später dieses Jahr neue Hochs bei über 1.400 Dollar. Eine weitere Abwärtsbewegung würde die nötige Energie liefern, um den oberen Widerstand bei 1.350 Dollar bis 1.380 Dollar zu durchbrechen.

Das Folgende sind ideale Szenarien für die Energie, die ich meine, keine Prognosen:
  • Täglicher RSI sinkt auf ca. 30 oder tiefer
  • Tägliche MACD-Linie sinkt auf August-Niveaus bei -15
  • Spot-DSI im Zehnerbereich oder niedriger
  • Gleitender 21-Tage-Durchschnitt des DSI im Zwanzigerbereich, der den allgemeinen Aufwärtstrend aufrechterhält
  • Fonds halten Short-Positionen, Banken halten Long-Positionen

Wenn diese Voraussetzungen bestehen, hätte der Goldpreis die notwendige Energie, um zu steigen und die obere Schlüsselwiderstandszone zu überwinden und endlich höhere Hochs zu erklimmen.

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Von welchen Preisniveaus spreche ich also, damit diese Voraussetzungen erfüllt werden können?

Wenn die Banken sich dafür entscheiden, die Preise abwärts zu zwingen, sollten sie, beruhend auf früheren Begebenheiten, den Preis zumindest unter den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt bei 1.257 und wahrscheinlich auch unter den gleitenden 200-Wochen-Durchschnitt bei 1.247 drücken. Sobald die Stops darunter ausgeräumt wurden, geht es meiner Meinung nach aufwärts. Es gibt einen Cluster von Fibonacci-Unterstützungsniveaus zwischen 1.200 und 1.233. Ich denke nicht, dass der Goldpreis darunter sinken wird. Sollte es trotzdem tiefer sinken, rechne ich mit einem Preisaufschwung bis über 1.400 Dollar, es sei denn, er sinkt unter 1.167.

Anmerkung: Ich bin bei allen Zeitfenstern bullish außer auf sehr kurze Sicht. Ich rechne mit über 1.400 Dollar später in diesem Jahr, hauptsächlich aufgrund eines Aktienmarktcrashes und einer tatsächlichen Umkehr in der Fed-Politik zu Zinskürzungen und QE. Entweder geht es erst abwärts und dann aufwärts oder direkt aufwärts. Ich weise nur aufgrund der Handlungen der Bullionbanken und der benötigten Energie, um den Widerstand zu neuen Hochs zu durchbrechen, auf das Abwärtsrisiko hin. Meiner Meinung nach wird es so oder so passieren. Das Szenarium mit der höheren Wahrscheinlich ist, dass es erst einmal abwärts gehen muss, bevor es höher gehen kann.


© David Brady



Dieser Artikel wurde am 15.05.2019 auf www.sprottmoney.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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