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Defla XXXL - Auswirkungen immer verheerender

02.06.2019  |  Christian Vartian
Die letzten Artikel dieser Serie haben umfassend geldtheoretisch behandelt, wie die Deflationisten die Schäden anrichten, die sie anrichten. In dieser Ausgabe wollen wir kurz darauf einfgehen, was sie anrichten:

1) Praktische Folgen der Deflation auf Wirtschaft und Preise:

a) Bei viel zu geringer Geldmenge wird ein Warenlager zum Risiko, denn alles, was ein solides Unternehmen für seine Kunden vorhält, sinkt, während es am Lager liegt. Also wird wegen der Deflationitis der Zentralbanken der Lagerbestand gesenkt bis auf das Minimum. Benötigte Materialen z.B. auf einer Baustelle, Ersatzteile z.B. für ein Auto ... nichts ist mehr gleich verfügbar. Die dadurch verursachten Personalstandzeiten (Warten auf bestelltes Material) führen zu massiven Kostenerhöhungen und Produktionssenkungen.

Der dadurch entstehende Mangel an Waren führt zur Preiserhöhungen, da das Verhältnis: erzeugte Warenmenge zu aufgewandten Kosten sinkt.

-> Das Streben nach "Geldwertstabilität" führt zum Gegenteil: Mangel, Not, Preiserhöhungen für alles, was man braucht.

2) Preise für nicht dringend Benötigtes sinken in der Deflation. In der Folge wird es nicht mehr erzeugt. Wird es dann doch gebraucht, herrscht plötzlich Mangel und die Preise explodieren. Es dauert dann aber Jahre, die zuvor wegen den Taten der Deflationisten verschrotteten Produktionskapazitäten wieder aufzubauen, der Mangel dauert lange.

3) Permanente Bedrohung mit Geldmengenstraffung, wie diejenige, welche seit Jahren auf die unschuldige Wirtschaft hereinprasselt, in den USA auch real täglich beißt, führt bei jedem vernünftigen Betriebsführer zum Abbau von Investitionsplänen, denn warum soll man investieren, wenn nicht gewählte Staatsbeamte offen mit Luftabschnürung drohen.

-> Deflationitis bedroht Arbeitsplätze, senkt Produktivität

2) Drucktechnische Folgen von Deflationitis

Drucktechnisch - wie beim Wetter ebenso - ist eine Deflation ein Tiefdruckgebiet. Ist dieses nun im Kern eines Systems, dann zieht es Geld, Luft, Menschen, ... alles von außen in das Zentrum.

Religion oder Kultur ist solchen Druckverhältnissen vollkommen egal, wir haben dies eingedenk der Migrationen nach Europa immer wieder erwähnt, dass die Kulturdiskussionen zu nichts führen, sondern nur die Umkehr der Druckverhältnisse (Hochdruck im Kern).

Auf dem Amerikanischen Kontinent findet das zufällig nicht INTER- sondern INTRA-Religiös statt, die USA mit knapp christlich-protestantischer Mehrheit fühlen sich nämlich durch Migrationswellen christlich- katholischer Südamerikaner via Mexiko-Transit bedroht. Das beweist übrigens sehr gut, dass es um Religion dabei nicht geht.

In der Folge des zentralbankdeflationsverursachten Kahlschlages strömt also das letzte Geld aus der Peripherie in den Kern, weil im Kern Unterdruck herrscht. In der Peripherie herrscht dann Hyperunterdruck und die dort leben werden jeder Lebensgrundlage beraubt und wollen weg. Das löst die Migration dann aus, wie bei der Luft beim Wetter.

Die Politiker im Kern, die es nicht schaffen, die nicht gewählten Beamten in den Zentralbanken in den Griff zu bekommen, handeln dann je nach politischer Gesinnung mehr oder weniger verzweifelt und wollen etwas "schützen". Gelingt das nicht, müssen sie pönalisieren. Genau das drohte nun die US-Regierung Mexiko an, wenn Mexico seine Grenzen nicht schützt und Migranten in die USA durchlässt. Mexiko muß übrigens beim Grenzschutz derzeit massiv einsparen, weil dort ein gehirnverbranntes Einsparungsprogramm in der Folge der Deflationitis läuft und wachsende Aufgaben mit immer weniger Budget bewältigen.

Romanisch und daher hocheffizient gelingt dies sogar, nur aber nicht vollständig und so sieht sich die US-Regierung gezwungen, 5% Zoll auf Waren aus Mexiko zu erheben zu planen, damit mit diesem Geld statt mexikanischem Grenzschutz mehr US-(Mauer-)Grenzschutz möglich wird. An sich logisch, aber dennoch traurig. Ein beinhartes Vorgehen gegen die eigene Zentralbank wäre effizienter. Ein Wille, mit Mexiko Streit zu haben, liegt aber nicht vor, es wurde ja eine Handelseinigung gefunden.

Immer mehr stellt man sich also die Frage, was eine zwar logische, aber ausufernde Umwegpolitik eigentlich soll, die nur - bei China, bei Mexiko ... notwendig ist, weil es nicht gelingt, endlich offenbar unheilbare deflationssüchtige Monetaristen entweder aus der Zentralbank zu entfernen oder gleich der Befehlsgewalt des Finanzministeriums zu unterstellen.

Unmittelbare Auswirkungen der Notwehr der Politik gegen die Deflationisten sind natürlich auch in dieser Woche sogar deflationsverstärkend. Das macht aber nicht wirklich etwas, mit solchen Leuten in der Geldpolitik hat sowieso nichts einen Sinn und wie stark man absäuft ist dann eigentlich auch schon egal.

Wir erinnernd daran, dass der Chef der FED San Francisco es wirklich sagte letzte Woche: "Zölle gegen China können helfen, die Inflation auf 2% hochzubringen". Der Gipfelpunkt der theoretischen Monstrosität ist nicht unsere Erfindung, er ist real! Der sagt: Die Wegnahme von Geld wird die Inflation (=Geldmengenexpansion) anheizen, der sagt das wirklich!!! Bei solchem Personal hat Trump also keine Wahl.


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