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Kollabierende Welthandelsaktivität signalisiert kommende Weltwirtschaftskrise

03.06.2019  |  Dr. Uwe Bergold
Entgegen der noch immer weit verbreiteten positiven Stimmung, kollabiert im Hintergrund bereits die Welthandelsaktivität. Die Exporteinbrüche sind so extrem wie zuletzt 2008/2009, während der "Großen Rezession" (siehe hierzu Abbildung 1). Die Weltwirtschaft kühlt somit nicht nur ab, sondern sie legt förmlich eine "Vollbremsung" hin (Weltwirtschaftskrise).

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Abb. 1 : Welthandelsaktivität anhand der Exportstatistik von Januar 2005 bis Januar 2019
Quelle: BMO CM & Macrobond


Wir publizierten zu dieser sich nun langsam auch in der Realwirtschaft ausbreitenden Problematik zuletzt im November 2018 einen Artikel. Unter dem Titel "Stimmung in der Wirtschaft bricht ein und die Krise beginnt sich zu entfalten!" konnte man folgendes lesen:

"Am 10. Februar diesen Jahres veröffentlichten wir einen Kommentar mit der Überschrift: Ein globaler ökonomischer und geopolitischer "Schneesturm" zieht auf. Nun publizierten am 29. November die Deutschen Wirtschaftsnachrichten (DWN) einen Artikel, mit dem Titel Eurozone: Stimmung in der Wirtschaft bricht ein. Trotz der - sich in einer Dauerschleife befindenden - Positivberichterstattung (Motto: "Uns ging es noch nie so gut wie heute") in den Leitmedien, beginnt die globale Krise sich allmählich, ungeachtet von der breiten Öffentlichkeit, zu entfalten."


Arbeitslosenstatistik als fundmentale Kennzahl der Realwirtschaft signalisiert kommende Rezession/Depression!

Betrachtet man die Veränderung der deutschen Arbeitslosenrate, so wird auch hier eine Explosion der Datenreihe (veröffentlicht am 29.05.2019), ähnlich wie während der "Großen Rezession" 2008/2009, sichtbar (siehe hierzu Abbildung 2).

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Abb. 2: Veränderung der deutschen Arbeitslosenrate von 04/2007 bis 04/2019
Quelle: Zerohedge.com


Auch die Arbeitslosenstatistik in den USA verheißt nichts Gutes. Während wir im vergangenen Monat offiziell neue Allzeittiefststände publiziert bekamen (ähnlich wie an den beiden vorherigen Wirtschaftshochs 2000 und 2007), kam John Williams von ShadowStats, der weiterhin die unveränderten Berechnungsmethoden der 1980er Jahre verwendet, auf eine US-Arbeitslosenrate von 21 Prozent. Dies ist so hoch wie am Tief der "Großen Rezession" 2008/2009 oder so hoch wie während der "Großen Depression" in den 1930er Jahren, kurz vor dem 2. Weltkrieg!

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Abb. 3: Offizielle (rot) vs. Alternativ berechnete US-Arbeitslosenrate (blau) von 04/1994 bis 04/2019
Quelle: ShadowStats.com


Die Zeichen stehen eindeutig, ökonomisch und geopolitisch, auf Sturm. Machen Sie Ihr Vermögen wetterfest. Nur am Ende dieses, im Jahr 2000 begonnenen Bust-Zyklus, wird man erkennen, welche Anlageklasse (Investmentstrategie) den seitdem andauernden ökonomischen Winter unbeschadet überstanden hat. Alle zwischenzeitlich buchhalterischen Erscheinungen (ob Gewinn oder Verlust) werden letztendlich nur Schall und Rauch sein!



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