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Gold hat gute Chancen für einen Breakout

13.06.2019  |  Jordan Roy-Byrne
Je öfter ein Niveau getestet wird, desto schwächer wird es und desto wahrscheinlicher ist es, dass es durchbrochen wird.

Wieder einmal ist Gold bis an den Widerstandswall bei 1.350 bis 1.375 Dollar je Unze gestiegen. Zuvor testete Gold diesen Wall einige Male, scheiterte jedoch dabei, diesen nach oben zu durchbrechen.

Diesmal befindet sich Gold in einer guten Position, durch den Wall zu brechen; ich werde Ihnen erklären, warum das so ist.

Erstens: Wir können auf etwas anspielen, das wir schon einmal erwähnt haben. Je öfter ein Niveau getestet wird, desto wahrscheinlicher wird es durchbrochen. Dadurch, dass es den Widerstand erneut testet, befindet sich Gold bereits in einer besseren Position.

Zweitens: Die Fundamentaldaten alignieren sich.

Die marktbasierten Indikatoren der Realzinsen (der fundamentale Treiber für Gold) sinken in Erwartung einer Fed-Lockerung, die zu diesem Zeitpunkt fast garantiert scheint.

Im letzten Jahr haben wir bemerkt, dass die Goldaktien in 11 der 13 Zinskürzungszyklen seit 1955 durchschnittliche Zunahmen von 172% verzeichneten, beginnend am Boden der ersten Zinskürzung (typischerweise einige Monate davor).

Kurz gesagt: Der Beginn eines Zinskürzungszyklus ist sehr bullisch für die Edelmetalle. Das war 2017 oder 2018 nicht der Fall, sollte jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2019 eintreten.

Drittens: Gold befindet sich in einer Position, den Widerstand zu durchbrechen, während der US-Dollar aus technischer Sicht in einem Aufwärtstrend jedoch zeitgleich schwachen Zustand bleibt. Aktuell ist der Dollar nicht überverkauft und es scheint auch nicht wahrscheinlich, dass er deutlich zulegen wird.

Im Sommer 2016 verzeichnete der Dollar bereits ein höheres Tief, während er Ende 2017 und Anfang 2018 auf neue Tiefs sank, Gold jedoch an einem Breakout scheiterte.

Sollte der Dollar an Stärke verlieren und seinen 40-wöchigen gleitenden Durchschnitt verlieren (den er für mehr als ein Jahr beibehielt), dann sollte das Gold über die 1.400 Dollar je Unze und möglicherweise 1.500 Dollar je Unze drücken.

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US-Dollar (oben), Gold (Mitte), Gold/Ausländische Währungen (unten)


Wenn die Fed es durchzieht und wir vor 2020 mehrere Zinskürzungen erleben, dann sollte Gold den Widerstand durchbrechen. Gepaart mit einem Breakdown des Dollar könnte das dazu führen, dass Gold die 1.500 Dollar je Unze erreicht oder sogar noch höher steigt.

Wir gehen davon aus, dass die Goldaktien, Junior-Goldaktien und Silber nach oben explodieren könnten, sobald Gold diesen Widerstandswall nach oben durchbrochen hat.


© Jordan Roy-Byrne



Dieser Artikel wurde am 12. Juni 2019 auf www.thedailygold.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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