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3 Schritte, um Ihre persönlichen Finanzen noch privater zu machen

20.07.2019  |  Stefan Gleason
Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jede finanzielle Entscheidung, die Sie treffen in Datenbanken gespeichert wird, auf die eine Vielzahl dritter Parteien Zugang hat - Banker, Regierungsbürokraten und Datendiebe.

Das ist die Welt der bargeldlosen, vollkommen digitalen Wirtschaft. Und wir entwickeln uns rapide in diese Richtung.

Glücklicherweise gibt es einige Schritte, die Sie unternehmen können, um ihre finanzielle Privatsphäre zu schützen - oder Ihren Reichtum zumindest weniger anfällig für digitale Bespitzelung zu machen - bevor es zu spät ist.


1. Werfen Sie Ihre Bargeldreserven (noch) nicht weg

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Papiernoten der Federal Reserve sind eine schreckliche Wertanlage (tatsächlich besteht die Garantie, dass sie über die Zeit hinweg an Wert verlieren). Doch im täglichen Handel können sie dennoch ziemlich praktisch sein.

In einigen Fällen ist es einfach bequemer, Papiergeld zu verwenden - oder Sie möchten Ihre Transaktionen vielleicht unter dem digitalen Radar durchführen, wann immer das möglich ist.

In diesen Situationen sind 20-Dollar-, 50-Dollar- oder 100-Dollar-Noten den Schecks, Kreditkarten, Smartphone-Zahlungsapps oder sogar Kryptowährungen überlegen.

Im Gegensatz zu dem, was einige Bitcoin-Enthusiasten glauben, sind Blockchain-Transaktionen nicht "privat." Sie werden im Bestandsbuch festgehalten und können manchmal zu individuellen Identitäten zurückverfolgt werden.

Offensichtlich hinterlässt jede Transaktion, die via Bank oder Kreditzahlungssystem durchgeführt wird, digitale Aufzeichnungen, die ausgenutzt werden können. Wenn die Finanzindustrie (nicht zu vergessen das US-Finanzamt) ihren Willen hätte, dann würden alle Zahlungen im Reich des digitalen Dollar stattfinden.

Anti-Geldwäsche-Gesetze machen es bereits legal riskant, große Mengen Bargeld mit sich herumzutragen - oder Bargeld über gewisse Mengen hinaus in Banken zu lagern oder dort abzuheben, ohne eine "verdächtige Aktivität" begangen zu haben. Einige Politiker stehen offen dazu, 100-Dollar- und 50-Dollar-Noten abzuschaffen, um die Verwendung von Bargeld in großen Transaktionen weiter zu verhindern.

Angesichts des Bargeldkrieges der Regierung mag es vielmehr ein Privatsphärerisiko anstatt Vorteil sein, ein neuen Auto unbedingt mit physischem Bargeld bezahlen zu wollen. Doch bei kleineren, alltäglicheren Transaktionen, bei denen es nicht "verdächtig" erscheinen würde, mit Bargeld zu zahlen, können Sie digitale Aufzeichnungen allgemein umgehen.

Wie oben angemerkt, sind Noten der Federal Reserve Vermögenswerte, die ihren Wert verlieren. Also würde man keine große Menge seines Reichtums in diese investieren. Im Falle eines hyperinflationären Zusammenbruchs der Währung möchte man nicht dazu gezwungen sein, größere Mengen Papiergeld zu besitzen. Über Nacht könnte es wortwörtlich die Hälfte seines Wertes verlieren.

Um Ihren Reichtum über die Zeit hinweg besser zu schützen, horten Sie Hartwährung - Gold und Silber.


2. Investieren Sie in nicht nachverfolgbare Sachwerte

Der US-Dollar mag nicht notwendigerweise kurz vor einem Zimbabwe-ähnlichen Kollaps stehen, doch auch die langsame und stetige Entwertung um das 2%-Inflationsziel der Federal Reserve kann vernichtende Konsequenzen haben, wenn über mehrere Jahre stattfindet.

Das ist der Grund, warum es essentiell ist, seinen Reichtum in Anti-Dollar-Vermögenswerte wie Edelmetalle zu investieren.

Sicher, in guten Zeiten können Sie der Inflation möglicherweise voraus sein, indem Sie Vermögenswerte wie Mietobjekte oder Dividendenaktien besitzen. Doch es ist nahezu unmöglich, so etwas privat zu tun.

Menschen, die außergewöhnliche Schritte unternehmen, um sich hinter ihren Finanzvermögenswerten durch Trusts, Unternehmen, ausländische Entitäten oder angeblich anonyme "Nummernkonten" zu verstecken, riskieren noch mehr Schwierigkeiten zu verursachen, indem sie gegen die Gesetze verstoßen.

In den letzten Jahren wurde ein Großteil der Schlupflöcher, um legal an finanzielle Privatsphäre zu kommen, geschlossen.

Doch es ist noch immer legal hochwertige Sachwerte wie Erinnerungsstücke, Diamanten und Gold- und Silbermünzen, -barren und -ronden zu besitzen, ohne ein Konto für diese eröffnen zu müssen, sich bei der Regierung zu registrieren oder etwaige staatliche Steuer zu bezahlen, wenn und bis man sich dazu entscheidet, diese zu verkaufen und Kapitalzuwachs verzeichnet.

Es ist offensichtlich, dass man Stillschweigen bewahren muss, wenn man seinen Sachreichtum privat halten möchte. Obgleich es verlockend erscheint, mit seinem letzten Bullionkauf auf Instagram oder Twitter anzugeben, so ist es besser, einige Dinge aus der digitalen Öffentlichkeit zu halten.


3. Halten Sie sich von sozialen Medien fern

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Die Social-Media-Giganten und deren Werbeträger sammeln unsere persönlichen Daten, unsere Zeit und unsere Aufmerksamkeitsspannen, um Profite in Milliardenhöhe zu machen. Wir beginnen erst jetzt, die Gefahren zu realisieren, die die Nutzung von sozialen Medien mit sich bringt; Risiken für unsere mentale Gesundheit, ebenso wie für die physische Sicherheit unserer Karieren und Finanzen.

In den letzten zehn Jahren haben Facebook, Twitter und Google zugegeben, dass sie mehr Daten von uns sammeln, als zuvor bekannt war - und dass sie keine gute Arbeit dabei geleistet haben, uns vor Datenmissbrauch zu schützen.

Es ist nicht schwer, mehrere Leute zu finden, die aufgrund simpler (und leicht vermeidbare) Posts in den sozialen Medien ihre Jobs verloren und deren Finanzen zerstört worden. Liberale Empörungsmeuten führten organisierte und institutionell finanzierte Kampagnen durch, um beleidigende Posts zu enthüllen und deren Verursacher zu bestrafen.

Ein "Journalist" vom Daily Beast rühmte einen Mitarbeiter von Facebook für seine Hilfe, die Identität des Trump-Unterstützers herauszufinden, der kürzlich ein virales Video erstellte, in dem Nancy Pelosi ihre Rede angeblich betrunkenen Zustand hielt.

Eine amerikanische Autorin mit jordanischen Wurzeln, die auf Twitter über eine U-Bahn-Mitarbeiterin in D.C. schrieb, die sich unangemessen verhielt, wurde von der Plattform gemobbt und verlor einen Buchvertrag, der möglicherweise Millionen wert gewesen wäre. Warum? Weil diese Mitarbeiterin eine dunkelhäutige Frau war, die derzeit einen sichereren Platz auf der liberalen Hierarchie der "geschützten Gruppen" einnimmt als eine Araberin mit hellerer Haut, die wirtschaftliche Privilegien genießt.

Selbst wenn Sie niemals etwas politisches in den sozialen Medien posten, so kann alles, was sie mit den unschuldigsten Absichten posten, durch die verzerrte politische Linse von anderen Menschen - die anscheindend nichts Besseres zu tun haben - so interpretiert werden, dass es als Beleidigung angesehen wird. Obwohl das nicht ihre Absicht war.

Alleine Ihr Name, Gesicht und/oder Standort, der in den sozialen Medien präsentiert wird, ermöglicht es Betrügern, Hackern und KI-Bots, mehr Zusammenhänge über Sie anzustellen, als es Ihrer Ansicht nach online gab.

Die Nutzung von sozialen Medien ist ähnlich einer gefährlichen und sehr süchtig machenden Droge. Es gibt immer Gründe, etwas zu posten, die Mitteilungen zu überprüfen, sich zu vernetzen. Die Nebenwirkungen sind oftmals Eifersucht, Schuldgefühle, Angst und Stress.

Der nächste Schritt, den soziale Medien vielleicht machen könnten, sind digitale Währungen. Facebook soll bald seine eigene Kryptowährung herausbringen, was laut Angaben ein "Stable Coin" sein wird, der in Verbindung mit den von Regierungen ausgegebenen Fiatwährungen stehen wird.

Wenn die Technologiebranche und die Regierung ihre Kräfte vereinen, dann können Sie sicher sein, dass man Ihre Privatsphäre zerquetschen wird.


© Stefan Gleason
Money Metals Exchange



Der Artikel wurde am 13. Juni 2019 auf www.moneymetals.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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