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Gold-Breakout? Ein Blick auf die Daten

03.07.2019  |  Kelsey Williams
Ein Blick auf den aktuellsten kurzfristigen GLD-Chart würde tendenziell den Gedanken unterstützen, das Gold aus seiner Handelsspanne ausgebrochen ist und sich auf dem Weg nach oben befindet.

Unten finden Sie einen 2-Jahreschart des GLD (Quelle) mit den aktuellsten Aktivitätsupdates (21. Juni 2019).

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Nun, da wir alle derselben Meinung sind, lassen Sie uns einen Moment zurücktreten und eine Reihe an Fragen stellen. Was passiert als nächstes? Und wenn dies die "große Bewegung" ist, wie hoch wird Gold dann steigen?

Einige Analysten heben schnell hervor, dass diese Bewegung zu erwarten war und dies "erst der Anfang" eines deutlich höheren Goldpreises sei. Sie und viele andere halten die erwarteten Zunahmen der Inflationsrate sowie die Anzeichen für eine Rezession für Fundamentaldaten, die einen höheren Goldpreis unterstützen.

Einige denken, dass ein Einbruch der Aktienpreise bevorsteht und bestätigen wird, was sie bereits wissen. Oder schlimmer noch; das ein weiterer Kreditcrash folgen wird. Und wenn man dann noch politische und gesellschaftliche Unruhen, Handelskriege und Weltkriege ins Spiel bringt... Nun, Sie wissen, worauf ich anspiele. Alles scheint die These zu unterstützen, dass uns höhere Goldpreise bevorstehen.

Es scheint eine Vielzahl von Fundamentaldaten zu geben, die einen höheren Goldpreis bekräftigen. Doch tun sie das? Bevor wir dies beantworten, lassen Sie uns einen Blick auf einen weiteren Chart werfen. Dies ist ein 10-Jahreschart der GLD-Kurse...

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Durch Betrachten dieses Charts scheint es offensichtlich, dass der GLD seit den letzten sechs Jahren innerhalb einer relativ engen Spannen gehalten wird, nach unten hin von 105 und nach oben hin durch 135 begrenzt.

Also fragen wir uns erneut: "Gab es einen Gold-Breakout?"

Ich denke nicht, dass es jemanden gibt, der diese Frage mit Sicherheit bejahen kann. Es braucht noch weitere nachhaltige Preisentwicklung nach oben, bevor eine Schlussfolgerung gemacht werden kann.

Wenn Sie gegenüber Gold äußerst bullisch sind, dann könnten Sie sich vielleicht fragen, warum der kurzfristige Chart so bullisch aussieht. Dafür gibt es zwei Gründe.

Erstens: Die kurzfristigen Charts verwenden die Tagespreise zum Plotten, während die langfristigen Charts die Wochenpreise verwenden.

Zweitens: Die Tatsache, dass die Wochenpreise verwendet und die Veränderungen auf langfristiger Basis geplottet werden, sorgt tendenziell dafür, dass einige der extremeren und kurzfristigen Preisbewegungen geglättet werden.

Wenn wir erneut den obigen zweiten Chart betrachten, dann müsste sich der GLD solide über 135 befinden - und müsste zudem nachhaltige Preisentwicklungen über diesem Niveau verzeichnen - um einen klaren Ausbruch des Goldes aus dieser aktuellen 6-Jahres-Handelsspanne zu signalisieren. An diesem Punkt sind wir noch nicht.

Und bis wir dort angekommen sind, ist es zu früh, über neue Goldpreishochs zu sprechen. Das wird bestätigt, wenn wir die Charts des tatsächlichen Goldpreises betrachten. Unten finden Sie einen 10-Jahreschart (Quelle) für den Preis des physischen Goldes...


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