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Der echte Grund, warum der Deep State Russland hasst ... und was das für Gold bedeutet

21.09.2019  |  Presse anonym
Jahrelang hat der Deep State der USA - die permanent verwurzelte Bürokratie, die die Fäden in der Hand hat, egal welche Partei an der Macht ist - Russland als "Staatsfeind Nr. 1" angesehen.

Um ein besseres Verständnis dieser Situation zu erlangen, sprechen wir mit einem Freund von Doug Casey, Mark Gould.

Mark ist ein leitender Angestellter eines Ölunternehmens und arbeitet zudem bei verschiedenen Medienprojekten mit. Ebenso besitzt er als Mitgründer von CTC Media 30 Jahre Erfahrung in der russischen Telekommunikationsbranche; zudem bereitete er auch den Weg für die digitale Kompression des Fernsehens (die Kerntechnologie für das Streamen von Videos) im sowjetischen Satellitensystem, Moscow Global. Mark lebt aktuell in Moskau.


International Man: Natürlich haben Amerikaner eine Menge Vorurteile bezüglich Russland. Und wir wollen heute dabei behilflich sein, diese aus der Welt zu schaffen. Russland ist im Weltgeschehen einfach zu wichtig, um es zu ignorieren oder nicht vernünftig zu verstehen.

Zudem könnten diese Erkenntnislücken der Schlüssel dafür sein, interessante Investitionsgelegenheiten zu finden - vor allem wenn es um natürliche Ressourcen geht - denen sich die Mainstream-Finanzmedien nicht bewusst sind.

John McCain bezeichnete Russland einst als eine Tankstelle, die sich als Land ausgeben würde. Das ist eine kindische und übermäßig vereinfachte Charakterisierung. Journalisten und Regierungsbeamte haben ähnliche Kommentare abgegeben. Warum ist die Mainstream-Meinung bezüglich Russland so falsch?


Mark Gould: Die US-Perspektive steckt in den 1960er Jahren fest und ist sogar bis ins 19. Jahrhundert zurückzuführen.

Russland ist eine einzigartige Gesellschaft. Es ist ein gewöhnlicher Ort, der gemäß seiner eigenen Regeln und Bräuche funktioniert. Das Land anhand der sowjetischen Geschichte zu betrachten, ist nicht mit der aktuellen Realität vereinbar. Russland ist ein unabhängiger Staat, der seine eigenen Sorgen, Menschen, Oberhäupter und Probleme hat; genau wie Amerika. Und die Leute dort sind patriotisch, ebenso wie deren Präsident.

Russland geht seinen eigenen Weg. Es möchte nicht unter der Fuchtel des Internationalen Währungsfonds oder der Weltbank stehen.

Die Amerikaner denken, dass Russland kriegerisch oder hinterlistig sei, da dessen Bevölkerung eurasisch ist. Doch in Wirklichkeit sind sie Nachfahren der wikingischen Rus, die von Nordeuropa bis nach Kiew wanderten und dort Moskau im 9. Jahrhundert gründeten.

Es ist also eine gruppenorientierte Gesellschaft, ähnlich der Wikinger. Trotz der Vorstellung, dass Wikinger kriegerisch und schrecklich waren, entspricht das nicht der Realität. Sie waren Händler. Jeder plünderte, schändete und stahl, doch ebenso fand eine Menge Handel statt - trotz der Sachen, die uns TV-Sendungen weiß machen wollen.

Es ist eine tatsächlich moderne, aufstrebende und mobile Gesellschaft. Diese gesamte Vorstellung von Oligarchen und Kleptokraten gehört der Vergangenheit an. Die allgemeine Stimmung würde die meisten Amerikaner schockieren. Es gibt ausgefallenere und bessere Restaurants, bessere Mode, schöne Frauen, weniger Leute, die nicht in Form sind, etc.


International Man: Was macht den US-amerikanischen Deep State so feindselig gegenüber Russland?

Mark Gould: Gedanklich und politisch funktionieren Sanktionen nicht als politische oder diplomatische Lösung.

Vielmehr ist es eine internationale Beleidigung, ein Mitglied der G8 aufgrund einer internen Angelegenheit zu suspendieren, die an einem Ort aufgetreten ist, den Russland als benachbartes Ausland ansieht; ähnlich wie die USA Kuba oder Nicaragua als benachbartes Ausland ansieht. Ich beziehe mich hier auf die Situation mit der Krim.

Wann immer man mit dem Meereszugang eines anderen Landes herumspielt, bedeutet das Krieg. Immer. Nicht in 99% oder 98% der Situationen , sondern in 100% der Fälle.

Im Jahr 1965 gab Khrushchev der Ukraine die Krim zurück, als er betrunken war. Wahrscheinlich, weil er die Ukraine damals unter Stalin regiert hatte. Im Jahr 2010 verlängerte die Ukraine Russlands Pacht für seine Flotte im schwarzen Meer, die nahe der Hafenstadt Sevastopol in der Krim stationiert war, bis zum Jahr 2042; somit erhielt Russland vom schwarzen Meer aus Zugang zum Mittelmeer und somit zum Atlantik.

Die Krim in Händen einer feindlichen Macht zu sehen, ist für Russland wie ein Messer an der Kehle. Und das Land reagierte dementsprechend.

Die NATO hielt nach einem Grund Ausschau, ihre weitere Existenz nach Ende des Zweiten Weltkrieges und nach Ende des Kalten Krieges zu rechtfertigen. Und wenn Sie denken, dass es keinerlei CIA-Agenten und Agenten des Außenministeriums gab, die dazu anstachelten, die Ukraine in die NATO einzugliedern, dann sind Sie naiv.


International Man: Besteht Hoffnung auf bessere Beziehungen, oder werden sie sich wahrscheinlich nur verschlechtern? Und was hätte das für Auswirkungen?

Mark Gould: Ich denke nicht, dass sie sich sonderlich schnell verbessern werden. Meiner Ansicht nach sind Neoliberale und Neokonservative ein Fluch der Menschheit, vor allem mit dem Zweiparteiensystem Amerikas. Dem gegenüber bin ich also nicht sonderlich zuversichtlich.

Das wird sich nicht ändern, solange es keine vorurteilsfreien Menschen innerhalb der USA gibt, die ins Amt kommen und tatsächlich die kühnen Dinge unternehmen, die getan werden müssen; und das sind: die Sanktionen beenden, die Kommunikation wiederaufzubauen, anerkennen, dass Russland über ein menschliches Gesicht verfügt und es wieder Teil der G8 werden lassen.

Und seien Sie nicht besorgt um den Aufstieg Russlands. Das ist normal.

Das alles sage ich angesichts der Tatsache, dass der etablierte Militär- und Industriekomplex Krieg möchte; eine Reihe an Kriegen. Während meines gesamten Lebens als Amerikaner gab es vielleicht acht Jahre, in denen keinen Krieg stattfand. Und das ist absurd.

Wenn Sie über den einzigen Erwachsenen im Raum sprechen wollen... dann ist das ehrlich gesagt Vladimir Putin.

Über seine Mitgliedschaft beim ehemals sowjetischen Geheimdienst, dem KGB, wurde oftmals gesprochen.


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