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ABN AMRO: Nächste Goldrally auf 1.500$, aber erst Ende 2020

23.07.2019  |  Redaktion
Im Moment ist die Goldrally vorbei, doch im nächsten Jahr wird es eine neue geben, die den Goldpreis auf das Niveau von 1.500 US-Dollar je Unze bringt, so die niederländische Bank ABN AMRO laut Kitco News.

Im Juni stieg der Goldpreis auf neue 6-Jahreshochs über 1.440 US-Dollar je Unze. Nachdem diese Niveaus durchbrochen waren, legte der Goldpreis eine natürliche Pause ein und wurde auf dem 1.420-US-Dollar-Niveau gehandelt. "Wir denken nun, dass sie zu schnell gestiegen sind", schrieb Edelmetallstrategin bei ABN AMRO Georgette Boele.

Kurzfristig rechnet Boele mit Druck auf den Goldpreisen, da die Märkte die letzte Rally verarbeiten müssen und die Federal Reserve die Zinsen nicht so stark senken werde, wie der Markt es erwartet. "Seit Anfang Juni stiegen die Preise von knapp über 1.305 USD auf 1.440 USD je Unze, also um 10%", so Boele. "Die Aussicht auf Zinssenkungen in den USA und anderswo hat Gold als Investition attraktiver gemacht."

Der Goldpreis könnte vorübergehend auf 1.350 US-Dollar sinken. "Wir erwarten eine Zinssenkung von 25 Basispunkten, während der Markt mit einer Wahrscheinlichkeit von 45% eine Reduzierung um 50 Basispunkte einrechnet. Sollte die Fed Ende dieses Monats um 25 Basispunkte senken, wird das wahrscheinlich eine Welle der Gewinnmitnahme in Gold auslösen und die Preise auf 1.350 USD drücken", sagte sie.

Ein plötzlicher Rückgang im Dollar könnte den Goldpreis kurzfristig aufwärts schieben, doch ABN AMRO rechnen erst 2020 damit. "Eine plötzliche Schwächung des Dollars in nächster Zeit (nicht unser Basisfall) könnte den Einfluss einer kleineren Zinssenkung durch die Fed dämpfen und Goldpreise viel höher schieben", so Boele.

Das nächste Jahr soll Boele zufolge noch besser für Gold werden. Der Preis könne im vierten Quartal auf 1.500 US-Dollar steigen. "Trotz unserer leicht pessimistischer Sicht der Goldpreise in nächster Zeit, haben wir eine positive Prognose der Goldpreise 2020. Das liegt daran, dass wir eine Schwächung des US-Dollars und eine allgemeine Lockerung der Geldpolitik erwarten."


© Redaktion GoldSeiten.de



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