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Erste Wellen vor dem Sturm?

31.07.2019  |  Christian Buntrock
Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1,1156 (07:30 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1,1132 im US-Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 108,54. In der Folge notiert EUR-JPY bei 121,09. EUR-CHF oszilliert bei 1,1060.

Nach einem bisher ruhigen Sommerhandel ging es gestern mal wieder etwas unruhiger im Handel zu. Der DAX verlor ca. 270 Punkte, der EuroStoxx50 ca. 61.

Unsere Börsenampel haben wir technisch bedingt auf "Rot" gestellt. Für die Volatilität sorgen letztlich Zinsfragen und der Handelsstreit:

Es ist Marktkonsens, dass die Fed auf ihrer heutigen Sitzung die Zinsen um 25 Basispunkte senken wird. Der Ausblick könnte aber die Marktteilnehmer enttäuschen, sollten weniger zukünftige Zinssenkungen als erwartet in Aussicht gestellt werden.

Erwartungsmanagement ist schon im Vorfeld der Verhandlungen zwischen den USA und China betrieben worden. Gerechnet wird weder mit einer Einigung noch mit einer signifikanten Annäherung. Die Tweets von US-Präsident Trump, mit denen er der chinesischen Seite einen "rip off" und Wortbruch vorwirft, können getrost als übliche Verhandlungstaktik abgetan werden. Ins Bockshorn jagt er damit weniger die chinesische Delegation, als mehr manchen Kapitalmarktteilnehmer, wie sich an den Tagescharts erkennen lässt.

Die Auswirkungen des Handelsstreits sind aber weltweit in den Frühindikatoren des Verarbeitenden Gewerbes zu spüren. Die negativen bilanziellen Wirkungen sind in dieser Berichtssaison ebenso zu sehen.

Bewegt werden die Kapitalmärkte damit von verbesserten Diskontfaktoren auf der einen Seite und dem Verfehlen von Erwartungen auf der anderen Seite.

Der beste Fall für die Märkte würde eintreten, wenn die Zentralbanken übervorsichtig sind und viel Liquidität bereitstellen und die Unternehmensgewinne positiv überraschen. Nachhaltige Gefahr droht, wenn die Zentralbanken enttäuschen und die Gewinne auf breiter Front unter den Erwartungen liegen.

Es ist gut möglich, dass die Kapitalmärkte das zweite Szenario zwischenzeitlich spielen und unter Druck kommen. Genau an dieser Stelle sollte aber das „What ever it takes“ Mario Draghis nicht vergessen werden. Mit einem weiteren Eingriff der EZB und der Fed wäre zu rechnen, die Diskontfaktoren würden wieder verbessert werden.

Damit heißt es Ruhe bewahren und attraktive Einstiegsmöglichkeiten suchen, auch wenn die technische Lage sich weiter verschlechtern sollte.

Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Ein Unterschreiten der Unterstützungszone 1,1100 - 30 negiert den positiven Bias des Euros.

Viel Erfolg!


© Christian Buntrock
Solvecon Invest GmbH



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