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Defla XXL - Und Rumms

25.08.2019  |  Christian Vartian
Wo anfangen? Fangen wir am Ende der chaotischen Woche an: Herr Powell von der FED gibt nun zu, kein Rezept für Handelskriege zu haben. Dann hätte er sie eben nicht notwendig gemacht!

1) Hiezu immer wieder, weil kaum andernorts zu lesen und doch so wichtig- zum GENERELLEN:

a) Wenn eine Währung sinnlos und gegen die eigene Wirtschaftsinteressen von der Zentralbank - hier von der FED- nach oben manipuliert wird durch viel zu restriktive Geldpolitik ohne jede haltbare Inflationsbekämpfungsbegründung, dann ergibt sich daraus:
  • Ein zu hoher Wechselkurs des USD gegen andere Währung und das verteuert den Export von US- Produkten und verbilligt den Import von Produkten Richtung USA.

  • Das ist nichts Anderes als eine Wettbewerbsverzerrung!!!

(Wie die festen Wechselkurse innerhalb der EUR- Zone eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten von Griechenland, Portugal etc. sind)

Nicht völlig freie Wechselkurse und nicht möglichst viele Währungen → riesige Probleme, wie immer, wenn man Marktwirtschaft ausschaltet. Diese Wettbewerbsverzerrung führt zum Abwandern von Industrie aus den USA, das wiederrum vermindert die Masse an Produktion, für welche in den USA Lohnsteuern, Körperschaftssteuern usw. gezahlt werden und daraus entsteht das Budgetdefizit. Verschuldung ist eine Folge von Wettbewerbsverzerrung! (Importiere Produkte zahlen Lohnsteuern und Körperschaftssteuern nämlich im Land, wo sie erzeugt werden und nicht im Land, wohin sie exportiert werden.)

Diese Wettbewerbsverzerrung führt daher zur Verschuldung der USA.

b) Dazu und schon länger verlangen viele Länder, darunter auch, aber nicht nur, China, die EU und andere bereits jetzt wesentlich höhere Zölle von Produkten aus den USA als die USA von ähnlichen, importierten Produkten verlangen.

Die Steuerbasis und die Wirtschaftssubstanz der USA werden daher:
  • Durch unfaire Zollregime durch das Ausland erodiert, man bereichert sich durch unfaire Zollrelation und schreit dabei "Ich bin für Freihandel" - wirklich unglaublich und in jeder Zollstatistik bewiesen, dass die größten Freihandelsschreier genau Zollvorteilsnehmer selbst sind;

  • Durch eine absurd deflationäre Geldpolitik erodiert, mit gar nicht verstecktem, glasklar bewiesenem Quantitative Tightening durch die FED, dadurch viel zu teuren Währung, wobei der viel zu hohe Wechselkurs genau so wirkt wie ein Zoll gegen die Waren aus den USA.

Powell hat also kein Rezept dafür, was er selber bewirkt hat ohne Not, Bravo, tolle Leistung, 6-, durchgefallen!

Überall sprießt durch die Deflation die Teuerung im Core- Kraftwerksbau? Fehlanzeige, der immer knappere Strom wird damit ganz sicher nicht billiger ... Deflation führt eben zu Investitionsrückstand, dieser führt zum Mangel und dieser zur Preiserhöhung. Das als Inflation zu bezeichnen ist die Spitze der Perphidie.

2) Zum SPEZIELLEN:

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an der Spitze der US- Regierung und haben nun schon jahrelang glasklar und durch eindeutige Wechselkurse und Zollstatistiken bewiesen das Richtige verlangt: Das Ausland soll die Zölle nach unten angleichen und die FED so viel USD bereitstellen, damit das Wachstum in den USA weiter steigt und dabei der Wechselkurs des USD endlich sinkt, beides um WETTBEWERBSGLEICHHEIT herzustellen.

Und Ausländer, nicht nur Chinesen, auch Schwedinnen in der EU ..., mauern und beharren auf ihrer Vorteilsnahme und die FED schädigt weiter das eigene Land. Wann darf Ihnen als Staatsmann der Kragen platzen? Nachdem das keine objektiv entscheidbare Frage ist, weil es eine Stilfrage ist, wollen wir das hier nicht beantworten, aber irgendwann reicht es dann auch. Unserem Stilempfinden nach hätte der US- Präsident etwas mehr Contenance walten lassen sollen, was aber für die Fakten vollkommen egal ist.

Nun "schlägt China zurück" so schreiben es Nichtnachdenker, in Wahrheit versetzt China den USA den zweiten Schlag, weil es schon seit Jahrzehnten den ersten Schlag permanent führt, nämlich Zollvorteilsnahmen: Zölle auf Autos und Öl, das zweitere ist- da Commodity- de facto ein Importverbot, weil niemand teureres Öl aus den USA kaufen wird wenn andersörtiges billiger ist, ein Extremschlag also.

Wieder rein rational hat die US- Regierung daher völlig Recht, darauf zu antworten, was sie aktuell angekündigt hat.

Extreme Verfechter von "Der Ton macht die Musik" werden das anders sehen, aber das sind auch Menschen, die Mist, wenn hübsch verpackt einem Qualitätsinhalt im Zeitungspapier vorziehen, wir gehören nicht dazu, FAKTEN sind FAKTEN und wir interessieren uns für FAKTEN und INHALTE.

Wie das jetzt weitergeht, weiß keiner, Gespräche wollen offenbar die Handelspartner der USA nur über Erhalt des Status Quo (Erhalt ihrer Vorteilsnahmen) führen und über sonst nichts und alles Andere ist dann "gegen Freihandel", es hat sich nämlich FAKTISCH und NACHPRÜFBAR in Monaten nichts getan, was die Bevorteilten natürlich nett finden (die verstreichende Zeit arbeitet ja für sie) und gerne ganz sympathisch noch 50 Jahre mit der Absicht, dabei gut auf Staatskosten zu speisen und unter Bedacht auf KEIN ERGEBNIS = mehr Speis für länger; fortführen würden.

Zudem geht es hier nicht um PERSONEN , sondern um NATIONEN und Trump oder den EU- Präsidenten oder den Chinesischen Präsidenten … nicht zu mögen, ist NIE ein Argument, das den Nichtmöger berechtigen würde, hunderte Millionen von Menschen zu benachteiligen.


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