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Goldbarren mit gefälschten Prägungen

28.08.2019  |  Redaktion
Goldbarren, die mit gefälschten Prägezeichen bekannter Raffinerien versehen wurden, werden auf den Weltmarkt eingeführt, um geschmuggeltes oder illegales Gold zu waschen, geben leitende Angestellte aus Raffinerien und Banken Reuters gegenüber an. Die Fälschungen sind schwer zu erkennen, was sie zur idealen Einnahmequelle für Drogendealer und Warlords macht.

In den letzten drei Jahren wurden Barren im Wert von mindestens 50 Millionen Dollar in den Tresoren von JPMorgen Chase & Co. entdeckt, die mit den Prägezeichen von Schweizer Raffinerien versehen waren, jedoch nicht von ihnen produziert wurden, berichten Führungskräfte von Goldraffinerien, Banken und weiteren Quellen aus der Branche.

Mindestens 1.000 der sogenannten Kilobarren (aufgrund ihres Gewichts) wurden laut vier Führungskräften entdeckt. Dies ist nur ein kleiner Anteil der Goldindustrie, die jährlich 2 Mio. bis 2,5 Mio. solcher Barren produziert. Doch die Fälschungen sind von hoher Qualität, sodass Tausende weitere unentdeckt geblieben sein könnten, so der Leiter der größten Schweizer Raffinerie Valcambi.

Falschgoldbarren - Blöcke aus einem günstigen vergoldeten Metall - kommen in der Branche relativ häufig vor und sind oft leicht zu erkennen. Bei diesen Fälschungen handelt es sich jedoch um echtes Gold mit hohem Feingehalt. Lediglich die Markierungen sind gefälscht. Dies ist eine relativ neue Möglichkeit, um sich über die weltweiten Maßnahmen gegen Konfliktmineralien und Geldwäsche hinwegzusetzen.

Bislang ist nicht geklärt, wer die entdeckten Barren herstellte, doch Aussagen von Führungskräften und Bankern gegenüber Reuters zufolge sollen die meisten aus China stammen und über Händler und Handelshäuser in Hongkong, Japan und Thailand auf den Weltmarkt gekommen sein.


© Redaktion GoldSeiten.de



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