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Platinmetalle mit Preissprung

02.09.2019  |  Markus Blaschzok
Der Goldpreis stieg aufgrund von Rezessionsängsten und dem Einmarsch von Truppen in Hong Kong vergangene Woche auf ein neues Allzeithoch in Euro bei 1.399€ je Feinunze, während der Goldpreis in US-Dollar noch einmal den Widerstand bei 1.550$ anlief. Ein weiterer Anstieg wurde verhindert, nachdem das chinesische Handelsministerium die Wiederaufnahme von Gesprächen mit den USA bestätigte, was die Hoffnung auf ein Ende des Handelsstreits nährte. Die Aktienmärkte schossen daraufhin nach oben und der Goldpreisanstieg wurde vorerst ausgebremst.

Am Sonntagmittag traten Zölle im Volumen von 112 Mrd. $ gegen China in Kraft. Nur eine Minute später folgte die Vergeltung Chinas mit der Ankündigung von höheren Zöllen für 75 Mrd. Dollar an US-Importen. Dies schadet der Weltwirtschaft und könnte insbesondere die Bundesrepublik Deutschland demnächst offiziell in die Rezession stoßen.

Die amerikanischen Zölle richten sich gegen hochtechnologische Produkte wie Halbleiter, Flugzeugteile, Möbel, Smartphones, Laptops aber auch gegen Kinderspielzeug, Schuhe und Kleidung, während sich die chinesischen Zölle primär auf Agrarrohstoffe beziehen. Die Art der Importe zeigen bereits, wie weit die Deindustrialisierung der USA fortgeschritten ist. Die Preise für Konsumgüter in den USA werden entsprechend den Zöllen pünktlich zum Weihnachtsfest ansteigen.

Der Goldpreis eröffnete heute im asiatischen Handel wegen den neuen Zöllen 15$ über dem Freitagsschluss, doch wurden die Kursgewinne bis zur Eröffnung des europäischen Handels wieder abgegeben. Scheinbar waren einige Trader überrascht, dass die Zölle, die Trump angekündet hatte auch in Kraft traten und die Chinesen auch wie angekündigt darauf reagiert hatten. Dennoch zeigte der Goldpreis bereits kaum mehr Kurssprünge auf neue schlechte Meldungen.

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Gold in Euro erreichte ein neues Allzeithoch bei 1.399 Euro je Feinunze


Silber stieg vergangene Woche stärker als der Goldpreis, was typisch für die Spätphase eines Anstiegs am Edelmetallmarkt ist. Allein seit dem Tief im Mai stieg der Silberpreis um 28% an. Da Silber in den letzten Wochen stärker anstieg als Gold, fiel das Gold/Silber-Ratio von 93 auf 83. Wir erwarten während der nächsten Jahre im neuen Bullenmarkt, dass Silber das Gold weiterhin outperformen dürfte. Ein Rückgang des Ratios auf 30 in einigen Jahren wäre durchaus möglich, womit Silber immer noch etwa dreimal so stark im Preis ansteigen dürfte wie der Goldpreis.

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Der Silberpreis in Euro stieg allein dem Tief im Mai um 28% an


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Silber stieg stärker als Gold, weshalb das Gold/Silber Ratio um 10 Punkte fiel


Vergangene Woche nährte die Entspannung zwischen China und den USA neuen Konjunkturoptimismus, weshalb besonders die industriell genutzten Edelmetalle Platin und Palladium von diesen Neuigkeiten profitierten. Palladium gelang der Ausbruch aus einem kurzfristigen Abwärtstrend, womit ein neues kurzfristiges Kaufsignal erzeugt wurde. (Siehe der heutigen technischen Analyse). Noch stärker zeigte sich jedoch Platin, das einen langfristigen mehrjährigen Abwärtstrend überwand und daraufhin dynamisch um 70$ (+8%) binnen drei Tagen anstieg.


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