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Defla XXXL - FED Angestellte versorgen mit Not-QEs die Deflationsopfer der eigenen Gouverneure

22.09.2019  |  Christian Vartian
Geldmenge:

Der Gouverneursrat der US-Zentralbank und zwar alle dort, schafften das Unglaubliche, nämlich die eigenen Beamten im eigenen Haus zu ignorieren. 2x 75 Milliarden USD an “Repos” waren es schon per Mittwoch und es soll sich Donnerstag und Freitag wiederholt haben.

Wird nicht QE genannt, ist aber faktisch nichts Anderes, nur rollend kurzfristig.

Die Overnight Rate war auf über 10% gestiegen (bei Normalzinssatz von unter 3%, das muß man sich einmal vorstellen, wie brutal die Geldnot wegen der Deflation schon ist), die wie überall so auch bei der FED leistungsfähigen Beamten reagierten und retteten vor dem schwarzen Loch, das der Gouverneursrat angerichtet hat. Wäre doch Geldpolitik generell in den Händen von kompetenten Beamten des Finanzministeriums, um wie viel besser wäre alles. In der abgelaufenen Woche sah man, dass das tatsächlich so ist und kein linkes Hirngespinst von mir.

Von den demokratisch unlegitimierten Göttern im Gouverneursrat, die niemandem Rechenschaft schulden und keine 20% der Kompetenz ihrer untergeordneten Beamten haben, erwähnte dies nicht einmal jemand anläßlich der Sitzung des Offenmarktausschusses diese Woche. Man wollte den Beweis der eigenen Verfehlungen eben nicht kommentieren.

Lt. vorliegenden Meldungen verlangte keiner der Gouverneure die sofortige Wiederaufnahme von QE, die natürlich überfällg wäre. Faktisch machen es halt die Beamten dann, am kurzen Ende, wegen Gefahr im Verzug. Aber mit viel höheren Volumen, die selbst die hartnäckigsten Deflationsgegner - wie ich - von einem offiziellen QE erwarten würden, bei welchem 150 Milliarden monatlich vorerst reichen sollten (statt 150 Milliarden in 2 Tagen als Ergebnis von "Hartwährungspolitik" bzw. deren Bankrotts)

Das Regelwerk der Logik zeigt sich aber treffend: Wer das Notwendige verweigert, darf dann verspätet das Zehnfache davon machen, weil verspätet.

Glasklar und an der Kraterkippe zeigt sich nun, was wir seit 2 Jahren sagen: Die GELDMENGE ist viel zu niedrig.


Geldpreis:

Die FED senkte den Geldpreis um 0,25%. Es ist anzumerken, dass der fachlich beste Gouverneur, Bullard, 0,5% Geldpreissenkung verlangte, aber überstimmt wurde.

Die Zinssenkung ist besser als nichts, aber der falsche Ansatz bleibt es dennoch, denn klare und eindeutige Fakten der Liquidität beweisen: Es fehlt an der Menge, der Preis ist nicht überhöht (Zinsen nicht zu hoch). Aber, wenn auch extrem indirekt und ineffizient, eine Zinssenkung erhöht ein wenig die verfügbare Liquidität, um viel zu wenig natürlich.


Auch der Zufall kann eine Lösung sein:

Sollten die Beamten der FED jeden Tag 75 Milliarden, am besten gegen niedrige Bonitätsanforderungen an Repos machen, wäre das noch besser als ein offizielles QE von 150 Milliarden/ Monat, weil vor allem mehr.

Die EZB macht ja wieder offizielles QE. Bei ihr stimmt aber der viel zu niedrige Zinssatz nicht. Zinsen um mind. 2% über alles erhöhen und dafür zusätzlich zum neuen QE nochmals soviel ABS kaufen wäre eine gute Lösung. (Mengenexplosion bei Preiserhöhung)

Zu den Kommentaren unbelehrbarer Monetaristen, das akute Geldproblem im Finanzsektor läge doch an der ungehemmten Emission von Staatsanleihen wegen Neuverschuldung nur wiederholend:
  • Staatsverschuldung entsteht durch unzureichende Steuerbasis;

  • unzureichende Steuerbasis ist die Folge von zu wenig Inlandsproduktion;

  • zu wenig Inlandsproduktion ist die Folge von zu hohem Wechselkurs der eigenen Währung, weil das zum Verlust der Wettbewerbsfähigkeit geführt hat;

  • zu hoher Wechselkurs der eigenen Währung ist die Folge einer verfehlten Zentralbankpolitik, die unzureichend druckt.

→Daher sind Neuverschuldung und Neuanleihenemission alleinige Schuld von Zentralbankgouverneuren und die Politik daran unschuldig. Daher sollen die Zentralbankgouverneure mit der Notenbankpresse auch aufkaufen, was nur durch ihre Schuld existiert: Staatsanleihen und Staatsschulden nämlich. So einfach ist es, wer es verbockt hat, soll es auch auslöffeln. Einschränkend muß man natürlich schon hinzufügen, dass Politiker soferne sie Parlamentarier sind, schon daran mitschuld sind, dass es unabhängige Notenbanken überhaupt gibt. Unabhängig = niemandem verantwortlich.

Die niemandem Verantwortlichen in steter Mission der Bekämpfung nicht existenter Inflationsgespenster haben es geschafft, dass die Weltwirtschaft bereits schrumpft. Die Chinesische Industrieproduktion kam mit dem schlechtesten Entwicklung seit 17 Jahren.

Nicht nur unsere Metallgewichtungsforecasts stimmen, auch unser "Zentralbank-Handelskriegalgorithmus" funktioniert: Eingedenk chancenloser Umfeldgestaltung durch die US- Zentralbank hat auch China einen Termin zur Beilegung von Handelsstreitigkeiten abgesagt. Das hat China richtig gemacht, denn von Aufwertungswütigen mehr kaufen zu wollen, ist sowieso nicht möglich. Nur ein weicher USD, massives QE und eine stark wachsende Weltwirtschaft würden Spielraum und Möglichkeit schaffen, damit China seine unfaire Handelspolitik gegenüber den USA korrigieren kann, ohne selbst zu stranden.


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