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Geldwäsche-Mythos - Platinanalyse - US-Aktienmarkt auf Allzeithoch

05.11.2019  |  Markus Blaschzok
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Die weitere Entwicklungen will man genau beobachten und ggf. den geplanten Pfad anpassen, wenn sich die Lage ändern sollte. Obwohl ein starker Arbeitsmarkt und starker Konsum erwartet wird, wobei man schwachen Investitionen erkannte, lässt man die Tür für weitere monetäre Lockerungen offen.

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Die US-Notenbank senkte zum dritten Mal den Leitzins auf 1,75%


Wegen der Liquiditätskrise am Repo-Markt hatte die FED kurzfristig fast 300 Mrd. Dollar in die Märkte gepumpt, was letztlich das Vertrauen in den Dollar unterminieren und Inflation erzeugen wird. Steigende Zinsen werden die Folge sein, was das Platzen der Blase am Anleihenmarkt nach sich ziehen muss.

Selbst das hatte Powell indirekt in seiner Rede am Mittwoch thematisiert, als er steigende Inflationsraten und steigende Zinsen voraussah und klarstellte, dass man erst bei einem signifikanten Anstieg der Teuerungsrate über Zinsanhebungen nachdenken würde. Damit meint er, dass die offizielle Inflationsrate erst sehr stark, womöglich deutlich über 5% ansteigen müsse, bevor man überhaupt über Zinsanhebungen nachdenken würde. Diese Aussage zeigt, dass die US-Notenbank ganz genau weiß, wohin die Reise gehen und die Stagflation das wirtschafts- und geldpolitische Umfeld der nächsten Dekade sein wird.

Der Aktienmarkt vernichtete am Donnerstag seine Gewinne kurzzeitig, die aus der Zinssenkung entstanden, nachdem Bloomberg berichtete, dass China an einem langfristigen Handelsdeal mit Präsident Trump zweifeln würde. Nur ein Tag nachdem die Zinssenkung die Aktienmärkte auf ein neues Allzeithoch hievten, hatte diese Meldung wieder zu einer Flucht in sichere Häfen geführt.

Der Aktienmarkt gab seine Gewinne wieder ab und der Dollar fiel, während Gold, Anleihen und der Yen gesucht waren und stiegen. Die Chinesen äußersten ihre Besorgnis aufgrund Trumps impulsiver Natur und dem Risiko, dass er selbst bei einem begrenzten Handelsdeal, den man in den kommenden Wochen unterzeichnen wolle, einen Rückzieher machen könnte.

Eine Stunde vor dieser Bloomberg Meldung hatten die Chinesen jedoch bekanntgegeben, dass die Verhandlungen gut voranschreiten und die Teams eng zusammenarbeiten würden. Reuters hatte berichtet, dass Beijing die Zölle auf US-Agrargüter lockern könnten, sodass der Weg für Käufe in Höhe von 50 Mrd. Dollar frei werden würden.

Bloomberg und Reuters widersprachen sich in ihren Aussagen und letztlich genügt ein erneuter Tweet des US-Präsidenten in den kommenden Wochen, um die Richtung für die Märkte vorzugeben. Da Trump vor den Wahlen haussierende Aktienmärkte und positive Wirtschaftsdaten benötigt, kann man sich sicher sein, dass er sich hier selbst kein Bein stellen und die Tweets entsprechend positiv sein werden.

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Der US-Aktienmarkt erreichte ein neues Allzeithoch


Am Freitag kamen die US-Arbeitsmarktdaten für den Oktober heraus, die mit 128.000 neu geschaffener Stellen außerhalb der Landwirtschaft über den Erwartungen lagen, was den Aktienmarkt nach oben hievte und den Goldpreis auf 1.504 $ leicht korrigieren ließ. Kurze Zeit später erholte sich der Goldpreis bereits wieder und mit einem schlechter als erwarteten ISM-Einkaufsmanagerindex zeigte der Aktienmarkt kurz Schwäche.

Letztlich wogen die guten Arbeitsmarktdaten und die Zinssenkung in den USA mit einem positiven Ausblick auf die US-Wirtschaft schwerer, sodass die US-Aktienindizes mit neuen Allzeithochs ins Wochenende gingen. Dies bremste die Erholung des Goldpreises aus, wobei alle Edelmetalle Stärke zeigten.


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