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Klimakrieger

08.11.2019  |  Vertrauliche Mitteilungen
In jedem demokratischen Rechtsstaat sind die geltenden Gesetze einzuhalten - immer so lange, bis neues Recht demokratisch beschlossen wurde. Dies gilt für Alt und Jung, Reich und Arm sowie Links und Rechts gleichermaßen - und das ist gut so. Niemand darf deshalb einen genehmigten Abflug verhindern, eine Mutter behindern, die mit dem Wagen ihr Kind aus dem Kindergarten abholen möchte und erst recht keinen Krankenwagen stoppen.

Doch nun gibt es immer mehr Menschen, die meinen, ihre Ideologie mit Gewalt durchsetzen zu dürfen, weil sie sich - und ihre Ideologie - für "besser“ halten.

Zu diesen Menschen zählen etwa die als "Fluchthelfer-Kapitänin“ bekannt gewordene Carola Rakete oder der Gründer von "Extinction Rebellion“, Roger Hallam, für den Klimaschutz "größer als die Demokratie“ ist und die sich selbst schon manchmal entlarvend als "Klimakrieger“ bezeichnen. Denn, das behauptet Hallam allen Ernstes, "wenn eine Gesellschaft so unmoralisch handelt, wird Demokratie irrelevant“.

Es ist eine gefährlich-abstruse Gedankenwelt, die Hallam unter anderem mit dem gegenwärtigen "Ober-Grünen“ Robert Habeck zu teilen scheint. Denn im Fernsehinterview ließ Habeck längst durchblicken, daß im Zeichen des sogenannten "Klimaschutzes“ unser Staatswesen zumindest dann auf das Modell China, wo die Dinge "zentral" bestimmt werden, hinauslaufen müßte, wenn wir den Wandel nicht (im Sinne Habecks und Konsorten, die Red.) in den Griff bekommen sollten.

Und der stellvertretende Chefredakteur der früher liberalen und heute eher ins linksintellektuelle Milieu abgedrifteten Wochenzeitung "Die Zeit", Bernd Ulrich, bereitete dafür bereits den Boden als er schrieb: "Wenn es irgendwann einen grün gefärbten Notstandsstaat geben sollte, dann, weil die Klimakrise so dramatisch geworden ist, daß sie nicht mehr anders unter Kontrolle gebracht werden kann.“

Alle Vorgenannten offenbaren damit eine völlig verdrehte, im Sinne der Demokratie geradezu gemeingefährliche Weltsicht! Sie suggerieren u.a., das weltweite Wettergeschehen, das seit jeher von Veränderungen gekennzeichnet ist, zum Stillstand bringen zu können und streben tatsächlich eine Art Weltherrschaft
an.

Dabei gilt für das Wettergeschehen auf der Erde (nachträglich aufgezeichnet auch „Klima“ genannt) ebenso wie für den Meeresspiegel von jeher, daß die einzige Konstante die Veränderung ist. Auch ohne den Menschen hat die Erde Kalt- und Warmzeiten hinter sich und der Meeresspiegel variierte um teilweise mehr als 100 Meter.

Bei der Vorhersage des Wetters der nächsten Woche zeigen sich die Meteorologen oft überfordert, weil die "Wettermodelle“ noch nicht die viel zu komplexe Realität hinreichend nachzeichnen können.

Doch wenn - bewußt sehr übertrieben dargestellt - Bauer Piepenbrink in Deutschland heute seinen Traktor ausmustert, meinen manche Wetterforscher genau vorhersagen zu können, wie sich dies auf das Wettergeschehen im Jahr 2050 auswirken wird. Dieser Widerspruch macht deutlich, daß es manchen "Klimaschützern“ tatsächlich nur um die Chance geht, jetzt den von ihnen gewünschten Lebensstil auch allen anderen aufzwingen zu können.

Es ist mithin eine Machtfrage - nicht weniger, aber auch nicht mehr!

Damit bitte keine Mißverständnisse aufkommen: Umweltschutz tut not und es ist gut möglich, daß wir in einer Zeit globaler Erwärmung und nachhaltig steigender Meeresspiegel leben. Doch um dieses Geschehen tatsächlich zu lenken, dazu sind wir Menschen viel zu klein - und auch das ist gut so.

Statt Milliarden für den "Klimaschutz" zu versenken, sollte man mehr als bisher nach Möglichkeiten suchen, mit denen sich die Menschheit den sich stets verändernden Rahmenbedingungen besser als bisher anpassen könnte.

Doch weil damit keine sofortigen Machtbefugnisse einhergehen, wird einstweilen alles so bleiben wie es ist. Und das ist schade, denn es ist eine verpasste Chance. Künftige "Klima-Gretas" können vermutlich mit Recht auf uns schimpfen...


© Vertrauliche Mitteilungen

Auszug aus den wöchentlich erscheinenden Infoblatt Vertrauliche Mitteilungen - aus Politik, Wirtschaft und Geldanlage, Nr. 4361



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