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Willkommen im Zombie-Land der Investition

14.11.2019  |  Chris Vermeulen
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Abschließende Gedanken

Wir glauben, dass der aktuelle Zombie-Land-Markt eine Preisumkehrung erwartet und dass technische Daten und Fundamentaldaten diese Analyse stützen. Wir glauben, dass die Kredit-/Schuldenexpansion der letzten acht Jahre eine riesige Blase angetrieben hat, die unter den richtigen Umständen und Ereignissen zu einer tiefen Preiskorrektur führen könnte. Wir glauben, dass die Aufwärtspreisbewegung auf den US-Märkten, die sich im gleichen Zeitfenster aufstellt wie der Preisverfall 2008, eine ernste Warnung für Trader und Investoren sein könnte - Seien Sie Bereit.

Im weiteren Verlauf dieses Artikels werden wir die Parallelen zwischen dem Setup auf dem gegenwärtigen "Zombie-Land-"Markt und dem, was zwischen 2006 und 2008 vor sich ging, hervorheben. Die Expansion des Kreditmarkts in den letzten 8 Jahren war weltweit weitreichend. Der größte Unterschied dieses Mal ist, dass das Risiko von ausländischen Märkten vs. innerhalb der USA kommen könnte.


Zombie-Land der Investition

Im ersten Abschnitt dieses Artikels hoben wir hervor, wie der ES und Gold 24 Monate vor der Marktspitze 2007-2008 und dem darauffolgenden Zusammenbruch 2008-2009 reagierten. Den Punkt, den wir unseren Lesern übermitteln wollten, war, dass sich die aktuellen US-Aktienmarktindizes innerhalb eines sehr gesättigten Aufwärtszyklus in einer sehr ähnlichen Formation verhalten.

Den ersten Abschnitt beendeten wir mit dem unteren Chart, der die Jahre 2006-08 mit 2018-19 vergleicht. Unsere Absicht war es, die Ähnlichkeiten der neuen Kurshochs sowie die Gemeinsamkeiten der Preisbewegung zwischen den zwei kritischen Spitzen im Marktpreis hervorzuheben. Wir bezeichnen den aktuellen Markt als "Zombie-Land", da es so scheint, als ob weltweite Investoren ein bisschen hirntot sind, was das Gesamtrisiko angeht, das sich derzeit auf den Weltmärkten aufbaut.

Vorausschauende Hinweise lassen nach. Ertragserwartungen sinken. Schuldenstände schnellen weltweit in die Höhe. Zentralbanken weltweit führen immer mehr Maßnahmen zur quantitativen Lockerung (QE) durch, in dem Versuch, Wachstum anzukurbeln.

Die Aktienmärkte befinden sich seit über 9 Jahren in einer Rally, während sich die weltweiten Zentralbanken seit über 10 Jahren einer Art andauernder QE-Bemühungen widmen. Weltweite Wirtschaftsdaten weisen auf einen moderaten Abschwung der Wirtschaftsaktivitäten und des Wachstums in vielen Ländern hin.

Wir glauben, dass die nächste Krise ihren Ursprung nicht in den USA, sondern außerhalb haben wird. Wir glauben, dass das Risiko, das im Zusammenhang mit den riesigen Schuldenständen auf den Auslandsmärkten steht, der Grund für einen weiteren Kursrückgang sein wird. Es ist gut möglich, dass ein Rohstoffpreissturz (denken Sie an Rohöl) der Katalysator für dieses Ereignis wird.


Wenn der Ölpreis unter 45 $ sinken sollte…

Sollte der Ölpreis unter 45 $ sinken (und schließlich möglicherweise mit dem Preisniveau bei 30 $ liebäugeln) wie unser prädiktives Modell nahelegt, dann könnten unserer Ansicht nach viele Länder plötzlich zu ernsten Risikofaktoren werden, die in Verbindung mit Schulden/Kredit stehen, und potenziell einen Domino-Prozess auslösen, bei dem US-/Weltmärkte durch diesem neuen Risikofaktor einbrechen. Unser letztes prädiktives Modellsignal war für Erdgas und wir haben diesen Trade erst diese Woche mit Gewinnen um 19% geschlossen.

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Wiederholt sich der Setup von 2007?

Doch was ist, wenn es eine Wiederholung des Setups von 2007 ist? Werfen Sie einen Blick auf den oberen ES-Chart - dort ist ein Spitzen-Setup im Mai/Juni 2007, gefolgt von einer tiefen Preiskorrektur. Folgen Sie dieser Kursbewegung weiter, um zu sehen, wie der Kurs auf ein neues Allzeithoch im Juli, August und bis in den September hinein stieg, bevor er Ende September bis in den Oktober in einer Abwärtsbewegung weiterging. Werfen Sie nun einen Blick auf den aktuellen ES-Wochenchart, um zu sehen, ob es zwischen den beiden Gemeinsamkeiten gibt.

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