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Gerald Celente: Banker sind Geldjunkies

20.11.2019  |  Mike Gleason
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Und es ist lustig, dass Sie Sanders und Warren erwähnt haben, aber Biden ausgelassen haben. Und das ist die Mentalität und das Gefühl, dass Biden nicht präsent sein wird. Doch sollte Biden gewinnen, dann wird Trump die Wechselwählerstaaten für sich gewinnen können. Sie werden nicht für einen Sanders oder eine Warren stimmen. Es wird wie ein McGovern sein, der gegen einen Nixon antritt.

Und was das Amtsenthebungsverfahren angeht, so liegen Sie 100% richtig. Das führt nirgendwohin und ist eine komplette Zeitverschwendung. Und jeder, der den Mainstream-Medien zuhört, der verschwendet damit seine kostbare Lebenszeit. Das ist derzeit die Schlagzeile auf dem Cartoon News Network (aka CNN), die gesamte Startseite. Nur Dummköpfe und Idioten schauen ABC, CBS, Fox, das Cartoon News Network und die anderen Mainstream-Medien.

Wenn Sie die Amtsenthebungs-Story verfolgen, sollte ich sagen. Vergessen Sie, was in Bolivien vor sich geht. Warum sollte Sie wissen müssen, was in Chile los ist? Hey, wie ist es mit dem Libanon? Wer? Und was ist mit Algerien? Hey, Hongkong, Spanien. Ich meine, denken Sie daran, was auf der Welt los ist. Amerikaner sind komplett blind gegenüber dem, was passiert, was passieren wird und was das für Auswirkungen haben wird. Das ist also die Dummheit dessen, was stattfindet und direkt vor aller Augen.


Mike Gleason: Lassen Sie uns hier das Thema wechseln. Wir bewegen uns auf das Ende des Jahres zu. Die Metalle haben sich gut entwickelt, auch wenn ein guter Teil von diesen Zunahmen in den letzten Wochen zurückgegeben wurden. Die Aktienkurse sind gestiegen. Die ominöse Inversion der Renditekurve ist an den Anleihemärkten verschwunden. Der Dollar ist stark. Man muss es der Fed und den Banken lassen, diese Märkte sind gut verwaltet, um es milde zu sagen. Wir sind uns nicht sicher, ob es erlaubt ist, dass Überraschungen stattfinden. Doch was sind Ihre Gedanken für die nächsten Monate? Erwarten Sie irgendwelche Überraschungen?

Gerald Celente: Nun, ich habe nie gedacht, dass sie dieses Geld, die 120 Milliarden Dollar, in den Repo-Markt pumpen würden. Meine Prognosen basieren auf Dingen, die stattfinden und nun, da ich so etwas höre, ist das präzedenzlos. Und wenn Sie sich daran erinnern, als es im September stattfand, dann sollte es nur bis zum 10. Oktober stattfinden, dann bis zum 4. November und vom 4. November bis in die Unendlichkeit. Also kann man so etwas nicht vorhersagen.

Und nun, da all dieses monetäre Meth in den Bullenmarkt gepumpt wird, rennen die Leute nun zurück zu den Märkten, weil sie nun wissen, sie bekommen billiges Geld kostenlos, damit sie weiter zocken und ihre Sucht unterhalten können. Und das wird Abwärtsdruck auf Gold ausüben, wie es das bereits getan hat. Und meine Prognose ist dieselbe. Sie hat sich kein bisschen verändert. Und ich meinte, dass der Goldpreis in Richtung 2.000 Dollar je Unze unterwegs sein würde, als es über 1.450 Dollar je Unze ausbrach, und genau das war er. Doch dann wurde er erneut durch all dieses billige Geld abgelenkt, das an die Aktienmärkte fließt und aus den sicheren Häfen gezogen wurde.

Und auf der Abwärtsseite meinte ich, dass der Boden bei 1.390 Dollar liegen würde, würde Gold unter 1.450 Dollar fallen - was beinahe der Fall war. Ich behalte meine Goldpreisprognose also bei; das, was die Fed derzeit tut, wird die Märkte nur temporär inflationieren. Man wird jedoch mit einer anderen Masche um die Ecke kommen. Das sind kranke Leute, Süchtige. Süchtige tun alles, um ihre nächste Dosis zu bekommen. Und die Geldjunkies sind Banker, und die geben ihnen ihre Dosis.


Mike Gleason: Sicher, Negativzinsen scheinen hier in den Vereinigten Staaten mehr und mehr in den Vordergrund zu rücken. Wir können das in anderen Teilen der Welt beobachten. Man muss denken, dass dies ein gutes Umfeld ist, sollten wir tatsächlich Negativzinsen in den USA bekommen. Ist es das, was sie langfristig erwarten, wenn wir uns vielleicht in diese Richtung bewegen?

Gerald Celente: Nun, das ist es, was ich sage. Wir prognostizieren, dass die Zinsen in den USA bis nächsten Oktober, Ende Oktober negativ sein werden oder sich auf Null belaufen. Hier ein Zitat von Trump: "Wir konkurrieren aktiv mit Nationen, die ihre Zinsen offen senken, damit nun tatsächlich viele Leute bezahlt werden, wenn sie ihre Kredite abbezahlen; das ist bekannt als Negativzins."

Wer hat hiervon gehört? Niemand hat jemals von so etwas gehört. Und dann meint er: "Gebt mir etwas davon. Gebt mir etwas von dem Geld. Ich möchte etwas von dem Geld." Und darum geht es. Etwas von dem Geld und Negativzinsen und das wird alles künstlich oben halten.

Doch irgendwann wird das enden müssen. Die Schuldenblase ist gigantisch und umfasst die gesamte Welt. Und China steckt auch in tiefen Schwierigkeiten. Man weiß nicht, was man tun soll. Man möchte seine Währung nicht dadurch entwerten, indem mehr billiges Geld hinein gepumpt wird, trotz dessen, was Trump meint. Denn in China gibt es etwa 16 Billionen Dollar Geschäftsschulden, die in Dollar ausgezeichnet sind und diese müssen in Dollar und auf der ganzen Welt zurückgezahlt werden. Je stärker der Dollar also wird, desto schwächer werden diese Währungen und desto größer wird die Schuldenlast. Das ist also tatsächlich eine Krise, die nur temporär gestoppt wurde.


Mike Gleason: Ja, gut gesagt. Nun, Gerald, da wir uns nun dem Ende zuneigen, geben Sie uns doch noch ein paar Ihrer letzten Gedanken der finanziellen und geopolitischen Front mit auf den Weg. Welchen Stories und Trends werden Sie folgen, während sich 2019 dem Ende zuneigt und 2020 vor der Tür steht?

Gerald Celente: Nun, wir werden einen Blick auf die geopolitische Instabilität werfen. Hongkong, Irak, die Leute protestieren. Überall auf der Welt. In Bolivien, Chile. Und dann gibt es auch die Kriege in Mali. Es gibt Probleme in Syrien, mit dem Iran. Die Leute sollten also sehr vorsichtig sein. Wir geben zwar keine finanziellen Ratschläge, doch wir meinen, dass Sie auf das Schlimmste vorbereitet sein sollten. Und wenn Sie sich auf das Schlimmste vorbereiten und das nicht eintritt, dann haben Sie nichts verloren. Wenn das Schlimmste eintritt und Sie sich nicht vorbereitet haben, dann könnten Sie alles verlieren.

Und ich behalte immer noch meine Position bei, dass Gold der wertvollste sichere Hafen ist und dass es sich beweisen wird. Denn diese Gier nach Öl, Gier nach Geld und Gier nach Macht ist nun der Lauf der Dinge; und zur Explosion bereit.


Mike Gleason: Nun, exzellente Punkte. Nun, Gerald, wir danken Ihnen für Ihre Zeit. Ich hoffe, Sie verbringen ein entspanntes Wochenende. Wir freuen uns wieder darauf, mit Ihnen sprechen zu können. Machen Sie es gut.

Gerald Celente: Nun, danke, Mike.


Mike Gleason: Das war es dann für diese Woche. Wir danken noch einmal Gerald, Herausgeber des renommierten Trends Journals.


© Mike Gleason
Money Metals Exchange



Der Artikel wurde am 15. November 2019 auf www.moneymetals.com veröffentlicht und in Auszügen exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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