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Bitcoin - Korrektur immer noch nicht ausgestanden

06.12.2019  |  Florian Grummes
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Denkbar wäre nun ein nochmaliges Abgleiten in Richtung der wichtigen Aufwärtstrendlinie im Bereich 6.500 bis 6.800 US-Dollar. Sollte die Trendlinie hier halten (idealerweise mit einem leicht höheren Tief als im November), hätten die Bullen ein wichtiges Puzzleteil installiert. Alternativ kommt es noch zu einem finalen Ausverkauf, der dann die volle Unterseite des Abwärtstrendkanals ausnützen und Kurse unterhalb von 6.000 US-Dollar mit sich bringen dürfte.

Zusammengefasst ist der Tageschart neutral zu bewerten. Die Chance auf ein erfolgreiches Doppel-Tief im Bereich um 6.500 bis 6.800 US-Dollar ist nicht von der Hand zu weisen. Hält die vierjährige Aufwärtstrendlinie hingegen nicht, dürfte der Bitcoin mindestens die Unterstützungszone zwischen 5.700 und 6.200 US-Dollar testen.


3. Terminmarktstruktur Bitcoin

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Quelle: Barchart


Der Bitcoin Future begann am 17. Dezember 2017 seinen Handel. Schon damals war eigentlich klar, dass mit der Einführung des Bitcoin Futures die Bitcoin Blase (die erste Blase nach der Finanzkrise 2008) angestochen wurde. Nun hat Christopher Giancarlo, ehemaliger Vorsitzender der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC), dies in einem Interview bestätigt.

Trotzdem bieten die immer freitagabends veröffentlichten CoT-Daten einen guten Überblick über die Positionierungen und sind in jedem Fall eine Hilfe bei der Analyse des Bitcoin Markets. Dieses Mal wurde der CoT-Report aufgrund des Thanksgiving-Feiertages erst in der laufenden Woche veröffentlicht.

Insgesamt kam es im Zuge der mittlerweile fünfmonatigen Korrektur natürlich zu deutlichen Verschiebungen am Terminmarkt. Vor allem aber ist das Open Interest deutlich gesunken, was insgesamt auf eine fallende Aktivität hinweist. Interessant ist jedoch das Verhalten der sogenannten "Other Reportables", welche in diesem Jahr sehr erfolgreich die Bewegungen im Bitcoin antizyklisch gespielt haben. Die Gruppe der "Other Reportables" wird im normalen Cot-Report gar nicht einzeln aufgelistet und repräsentiert alle meldepflichtigen Trader, die nicht einer der drei Gruppen der Produzenten, Swap Dealer oder Money Manager zugerechnet werden können.

Die "Other Reportables" haben in den letzten fünf Monaten ihre Shortposition von 1.500 leerverkauften Kontrakten auf zwischenzeitlich knapp 250 long Kontrakten gedreht. Offensichtlich war ihnen der Tiefpunkt bei 6.515 US-Dollar allerdings noch nicht tief genug, um ähnlich wie Ende März eine Long-Position von mehr als 500 Kontrakten zu halten.

Daraus lässt sich schließen, dass der Bitcoin vermutlich noch weiteren Korrekturbedarf hat und die Unterstützungszone um 6.000 US-Dollar möglicherweise erst noch unterschritten werden muss. Erst dann könnten die schwachen Hände endgültig das Handtuch schmeißen, während die Gruppe der "Other Reportables" ihre Long Position gleichzeitig auf über 500 Kontrakte ausbauen könnte.

Insgesamt liefert die Analyse des aktuellen CoT-Reports ein eher neutrales Signal. Zwar hat sich die Ausgangslage in den letzten zwei Monaten deutlich verbessert, die erfolgreichen Spieler sind am Terminmarkt aber noch nicht nachhaltig auf die Long-Seite gewechselt.



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