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Was wir damals sagten - Was wir jetzt sagen

14.12.2019  |  Michael J. Kosares
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War wir jetzt sagen: In einem aufschlussreichen und unterhaltsamen Artikel von James Rickards hieß es: "Aktienmärkte werden nicht länger von Menschen mit verschiedenen Perspektiven gehandelt. Aktien werden von Maschinen gehandelt und Maschinen sind dumm... Sie handeln automatisch basierend auf Quellcode und Algorithmen, die von Programmierern und Mathematikern entwickelt wurden, die nicht notwendigerweise viel von die Psychologie der Märkte verstehen.

Maschinen kaufen oder verkaufen basierend auf Schlagzeilen und Schlüsselwörtern." Obgleich wir bisher kein Marktchaos aufgrund nicht-menschlichen Denkens verzeichnen mussten, sind wir noch immer der Meinung unserer vorherigen Bewertung. "Das ist eine gute Zeit", meint Rickards, "die Investition in Aktien zu reduzieren und sich zu Anleihen, Bargeld und Gold zu allokieren."


Artikel vom Juli 2019: Summer doldrums turned upside down

Die Aufwärtsbewegung des Goldes im Juni trennt 2019 vom Rudel

Was wir damals sagten: "Der Goldhandel gibt Experten, Händlern und Investoren typischerweise eine Pause über den Sommer", so Adrian Ash von BullionVault. "Doch wie 2007, 2008, 2009, 2011 und 2016... zeigt dieses Jahr keinen Zeitpunkt, an dem Sie Ihr Auge vom Markt lassen können. Und wenn 2019 eine Sommerflaute der alten Schule im Goldhandel verzeichnet, dann wird es sich bei diesen Preisen nicht sonderlich wie ein Preisnachlass anfühlen."

Mit einer Reihe wirtschaftlicher und geopolitischer Probleme, die es auf die Psychologie der Investoren abgesehen haben - vor allem bei den Fonds und Institutionen, die die Aufwärtsbewegung in diesem Jahr angefacht haben - könnte der Sommer 2019 wohl als eines der Jahre bekannt werden, in dem wir den jährlichen Abschwung umgangen haben. Letztes Jahr erreichte Gold Mitte August 1.178 Dollar. Zum 31. Dezember wurde es bei 1.280 Dollar gehandelt."

Was wir jetzt sagen: Zum Zeitpunkt, zu dem der Juli-Newsletter die Email-Postfächer erreichte, wurde Gold bei 1.385 Dollar gehandelt. Bis Ende August wurde es bei 1.540 Dollar gehandelt. Somit hatten wir den Sommerabschwung vermieden. Seit dem haben sich die Dinge etwas beruhigt. Nun betreten wir eine neue Phase des saisonalen Zyklus, in dem der Goldpreis historisch nach oben gestiegen ist. Diese Aufwärtsbewegung beginnt üblicherweise in der zweiten Hälfte des Dezembers und geht bis Mai des nächsten Jahres weiter.


Artikel vom August 2019: Gold Responds To The Trade And Currency War

Auf Allzeithochs in sechs der weltweit führenden Währungen

Was wir damals sagten: "Die unteren Charts [nicht gezeigt] erzählen eine der stillsten, jedoch wichtigsten Geschichten, die sich in der internationalen Finanzwelt ereignete. Gold hat in den Währungen aller weltweit führenden Wirtschaften an Wert zugelegt. In fünf der führenden acht Volkswirtschaften - Vereinigtes Königreich, Japan, Kanada, Australien und Indien - ist es auf Allzeithochs bepreist.

Kurz gesagt: Während Währungen auf dem Weg zum Boden sind, steigt Gold in die Höhe. Investoren aus aller Welt möchten ihre Portfolios gegen drohende Rezession, einbrechende Renditen, Währungsentwertung und Aktienmarktinstabilität schützen. Eine allumfassende Nemesis, die ihren Platz nicht sonderlich bald aufgeben wird, hat diese vier apokalyptischen Reiter ausgesendet - der aufkeimende Handels- und Währungskrieg."

Was wir jetzt sagen: Auch wenn Gold gegenüber den genannten vier Währungen (wie unten gezeigt) etwas von seinen Spitzen zurückgegangen ist, so bleibt der langfristige Nachfragetrend intakt und aus denselben Gründen, wie oben genannt. Auch wenn Gold eine Pause gemacht hat, so geht das Rennen zum Boden für die nationalen Währungen weiter und bürgerliche Investoren kaufen weiterhin Gold als Vorsorgemaßnahme. Während sich 2019 dem Ende zuneigt, ist Gold im Jahresvergleich um 16,6% in indischen Rupien, um 10,5% in britischen Pfund, 12,7% in japanischem Yen, 16,5% in chinesischen Yuan, 10,6% in kanadischen Dollar und 18% in Euro gestiegen (Stand 6. Dezember 2019).

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Artikel vom September 2019: Bank of England's Carney delivers dollar shocker at Jackson Hole meeting

Was wir damals sagten: "Aktuell ist der Dollar eine Art Humpty Dumpty im weltweiten Geldsystem - nichtsahnend sitzt er auf seiner Mauer und scheint gegen alles immun zu sein, was ihn umgibt. Ob es irgendwann zu einem großen Fall kommen wird, bleibt abzuwarten, doch zunehmend, wie Carneys Rede illustriert, gibt es Kräfte, die sich dafür alignieren."

Was wir jetzt sagen: In den kurzen Monaten, seit wir diese Beobachtung veröffentlichten, haben wir weitere Bewegungen der verschiedenen Zentralbanken aus dem Dollar und hin zum Gold und anderen Währungen beobachten können. Der World Gold Council berichtete vor kurzem, dass die Zentralbankkäufe auf ihrem höchsten Niveau seit 50 Jahren wären. Obgleich der Dollar weiterhin eine Art Humpty Dumpty bleibt, der nichtsahnend gegenüber allem scheint, was ihn umgibt, so befindet sich der Dollar seit Anfang Oktober in einem kleinen Abwärtstrend. Manche glauben jedoch, dass dieser Abschwung zum Beginn des neuen Jahres an Schwung gewinnen könnte.

Laut eines kürzlichen Bloomberg-Berichts riet Goldman Sachs seinen Klienten in der letzten Woche, ihre Anleihebestände mit einer Allokation in Gold zu diversifizieren. "Gold", so meinte das Unternehmen, "kann die Regierungsanleihen in einem Portfolio nicht vollständig ersetzen, doch das Argument für eine Reallokation eines Teils der normalen Anleiheinvestitionen zu Gold ist so stark wie immer." Die Investmentbank erwartet, dass Gold die 1.600 Dollar irgendwann 2020 erreichen wird.


© Michael J. Kosares
USAGOLD / Centennial Precious Metals, Inc.



Der Artikel wurde am 09.12.2019 auf www.gold-eagle.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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