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Dave Forest: Wie Inflation, Vernunft & Fundamentaldaten Gold zum Abheben bringen

06.01.2020  |  Presse anonym
International Man: Regierungen weltweit, auch in den Vereinigten Staaten, drucken Billionen von Währungseinheiten. Das wird diese Papierwährungen weiterhin deutlich entwerten und Inflation erschaffen.

Doug Casey meinte kürzlich:
    Da all das Geld von Regierungen und Zentralbanken erschaffen wurde, stehen die Chancen gut, dass wir einen gigantischen Bullenmarkt verzeichnen werden. Vielleicht der letzte, da ich erwarte, dass die Welt Gold wieder als Geld verwenden wird - ein Punkt, an dem wir einen stabilen Goldpreis haben werden.

    Währenddessen sollten die Kurse der Bergbauaktien vollkommen verrückt spielen. Die Kurse werden in keiner Verbindung mit Fundamentaldaten stehen, da sie jeder haben möchte.

Wie wird sich diese Situation für Gold und die Edelmetalle entwickeln?


Dave Forest: Inflation ist selbstverständlich. Ich beobachte sie jeden Tag am Rohstoffmarkt, auch wenn viele Mainstream-Investoren sie nicht erkennen. Noch nicht.

In den 2000er Jahren waren die Investoren ganz aus dem Häuschen, als Gold über die 1.000 Dollar je Unze ausbrach und Kupfer die 1,50 Dollar je Pfund passierte. Während des vorherigen Rohstoffbärenmarktes waren derartige Preise undenkbar.

Doch nun sind 1.000-Dollar-Gold nur Schnee von gestern. Hardcore-Bullioninvestoren waren 2016 beunruhigt, als Gold fast auf 1.000 Dollar "einbrach." Das wird als niedriger und nicht nachhaltiger Preis gesehen.

Dasselbe galt für Kupfer. Der Sektor befand sich in einer Flaute, weil der Preis unter 2,50 Dollar je Pfund fiel. Wenn Sie einem Kupferproduzenten 1999 gesagt hätten, dass es einen Kupferpreis von 2,50 Dollar geben wird, dann hätte man die Champagnerflaschen geöffnet! Heutzutage wird ein solcher Preis als Boden des Fasses angesehen.

Tatsache ist, dass man in den damaligen, "alten" Tagen eine Unze Gold für 100 Dollar abbauen und verarbeiten konnte. Heute belaufen sich die Produktionskosten auf etwa 600 Dollar je Unze. Näher an den 1.000 Dollar je Unze, wenn man Unterhalts- und Expansionskapital hinzurechnet.

Das ist der wahre Grund, warum die Metalle, einschließlich Gold, höher steigen müssen. Der Goldpreis ist nicht arbiträr. Der Preis muss die Produktionskosten übersteigen - oder die Bergbauunternehmen werden bankrott gehen und das Rohstoffangebot versiegen.

Die massive Inflation der Produktionskosten wird von vielerlei Faktoren angetrieben: steigende Benzinpreise, zunehmende Gehälter und Vorteile für Arbeiter und höhere Stahlpreise. Barrick Gold, der weltweit größte börsennotierte Goldproduzent verzeichnete innerhalb nur weniger Monate einen Kostenanstieg einer seiner neuen Minen, Pascua Lama, über Milliarden Dollar!

Politiker können derartige Kosten nicht einfach mit einem Taschenspielertrick verschwinden lassen - sie sind real. Die einzige Schlussfolgerung ist, dass Gold - und alle Metalle - höhere Preise brauchen, um das Angebot aufrecht erhalten zu können.


International Man: Welche anderen Faktoren wirken sich jetzt auf Gold aus?

Dave Forest: Wir halten Gold für einen "sicheren Hafen": Glas einschlagen und verwenden, wenn die Dinge aus dem Ruder laufen.

Doch viele Teilnehmer in der Finanzbranche verwenden Gold bereits Tag für Tag, als finanzielles Instrument.

In China haben viele Exporteure beispielsweise keinen Zugang zu Währungsabsicherung. Sie sind den Schwankungen des Wechselkurses zwischen Dollar und Yuan ausgesetzt, während sie darauf warten, dass in Dollar ausgezeichnete Zahlungen eintreffen.

Wenn man den Wechselkurs nicht durch Banken absichern kann, was tut man dann? Chinesische Unternehmen haben eine Alternative gefunden: Gold kaufen. Der Gedanke ist, dass der Wert der Goldbestände zunehmen wird, wenn der US-Dollar an Wert verliert, da Gold weltweit in US-Währung verkauft wird.


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