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Gold - Warten auf den Ausbruch

23.12.2019  |  Florian Grummes
1. Rückblick

Seit dem Hoch bei 1.557 US-Dollar am 4.September 2019 befindet sich der Goldpreis in einer Korrektur. Diese fällt bislang relativ moderat aus und wird primär über die Zeitachse gespielt. Die Bären konnten die Notierungen im Tief vorübergehend lediglich bis auf 1.445 US-Dollar drücken. Angesichts der vorangegangenen Rally von 1.265 bis auf 1.557 US-Dollar ist der Rückgang mehr als überschaubar und vollkommen gesund. Während die Korrektur vor allen im September noch für eine gewisse Volatilität sorgte, hat sich die tägliche Handelsspanne in den letzten Wochen auf ein absolutes Minimum reduziert. Kurz vor den Feiertagen bewegt sich der Goldpreis teilweise weniger als 5 US-Dollar am Tag.

Insgesamt konnte Gold die Unterstützungszone zwischen 1.440 und 1.460 US-Dollar sowie die mittlere Trendlinie innerhalb des größeren Aufwärtstrendkanals bislang relativ problemlos verteidigen.


2. Chartanalyse Gold in US-Dollar

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Quelle: Tradingview


Auf dem Wochenchart konsolidiert der Goldpreis seit Anfang November meist knapp unterhalb der mittleren Trendlinie des August 2018 gültigen Aufwärtstrendkanals. Die gesamte Korrekturbewegung seit Anfang September 2019 ist damit bislang äußerst überschaubar ausgefallen. Gleichzeitig wurde die überkaufte Lage in den letzten dreieinhalb Monaten komplett ins Gegenteil verkehrt, so dass der Stochastik Oszillator nun mit einem vielversprechenden Kaufsignal aufwartet.

Ähnlich wie im Mai ist damit die Grundlage für eine mehrwöchige bzw. mehrmonatige Aufwärtsbewegung geschaffen worden. Es fehlt jedoch bislang der Ausbruch über die Abwärtstrendlinie, welche im Bereich zwischen 1.480 bis 1.490 US-Dollar noch als Widerstand fungiert. Kommt es in den nächsten Tagen oder Wochen zum erfolgreichen Ausbruch, wäre sofort Anstiegspotenzial bis zum oberen Bollinger Band (1.535 US-Dollar) freigeschaltet.

Insgesamt ist die Korrektur bzw. Konsolidierung auf dem Wochenchart bereits weit vorangeschritten. Ein Ausbruch über 1.485/1.490 US-Dollar dürfte den unterbrochenen Aufwärtstrend wieder aufnehmen und schnell zu Kursen im Bereich um 1.535 US-Dollar führen. Um darüber hinaus auch neue Hochs oberhalb von 1.557 US-Dollar erreichen zu können, müssten sich die Bullen allerdings gehörig ins Zeug legen.

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Quelle: Tradingview


Nach einer wochenlangen Seitwärtsphase spitzt sich die Lage auf dem Tageschart langsam, aber sicher zu. Obwohl die Tageschwankungen zuletzt auf ein absolutes Minimum gefallen sind, scheint der Goldpreis unmittelbar vor dem Ausbruch über die Abwärtstrendlinie der letzten Monate zu stehen. Zu dem auch an dieser Stelle erwarteten "tiefen" Ausverkauf zurück bis an die 200-Tagelinie (1.413 US-Dollar) ist es bislang nicht gekommen. Vielmehr lassen die engzusammengezogenen Bollinger Bänder schon in Kürze einen Squeeze, also eine Druckentladung bzw. eine größere Bewegung, erwarten.

Zusammengefasst ist ein Ende des lethargischen Kursverhaltens und vermutlich auch der monatelangen Konsolidierung in Kürze absehbar. Gelingt dem Goldpreis der Befreiungsschlag über 1.485/1.490 US-Dollar, sind schnell Kurse bis in den Bereich 1.520 US-Dollar zu erwarten. Von dort fehlen bis zum Jahreshoch nur knapp 35 US-Dollar.



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