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Aztekischer Goldbarren ist Zeitzeuge der spanischen Eroberung

15.01.2020  |  Redaktion
Vor fast vier Jahrzehnten entdeckte ein Bauarbeiter einen gigantischen Barren Gold, während Vorbereitungen für den Bau eines neuen Gebäudes in Mexiko City getroffen wurden, so berichtet Live Science. Nun haben Archäologen bestätigt, dass dieser Goldbarren im 16. Jahrhundert durch spanische Eroberer von den Azteken geraubt wurde.

In der Nacht vom 30. Juni 1520 stahlen Hernán Cortés, ein spanischer Eroberer, und seine Anhänger eine große Anzahl aztekischer Schätze, als sie sich einer Rebellion der Azteken sowie Lebensmittelknappheit stellen mussten. Daraufhin flüchteten sie sich nach Tenochtitlán (heute Mexiko City), das die Eroberer erst kürzlich übernommen hatten.

In der Nacht, die als "La Noche Triste", oder "Nacht der Traurigkeit" bekannt ist, ertranken viele spanische Soldaten, als ihr Schiff im nun trocken gelegten Kanal sank, der zum Texcoco-See führt. Und mit dem Schiff sanken auch viele aztekische Schätze, einschließlich des großen Goldbarrens.

Der Goldbarren wurde 1981 von einem Bauarbeiter gefunden und wog etwa 1,93 Kilogramm. Die Zusammensetzung des Barrens belief sich auf etwa 76% Gold, 21% Silber und 3% Kupfer und ähnelte somit der Zusammensetzung anderer Goldstücke, die gefunden und den Azteken zugeordnet wurden.

Der Barren sei ein "äußerst wichtiger Zeitzeuge der spanischen Eroberung und ein einzigartiges, archäologisches Zeugnis der sogenannten "Nacht der Traurigkeit", so Leonardo López Luján vom archäologischen Templo-Mayor-Projekt, das sich mit der Ausgrabung eines Tempels in Tenochtitlán beschäftigt. Aktuell wird der Barren im nationalen Museum für Anthropologie in Mexiko City ausgestellt.


© Redaktion GoldSeiten.de



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