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Gerald Celente: 2020 wird weiterhin bullisch für Gold bleiben

06.02.2020  |  Mike Gleason
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Gerald Celente: Nun, das Ganze wird sich erstmal fortsetzen, auf gewisse Art und Weise. Präsident Trumps Friedensplan erlaubt es den Israelis weiterhin das palästinensische Land zu stehlen. Das wird als "Schlichtung" bezeichnet. Das verstößt gegen das internationale Gesetz und wird diese Sache deswegen auch weiter anheizen. Wir haben diese Thematik mit dem Iran gut im Blick behalten. Es ist das aus Israel, den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien bestehende Dreieck, das den Iran im Visier hat. Sie möchten nicht, dass der Iran irgendeine Präsenz im Nahen Osten hat.

Nur die Amerikaner sollten dort sein. Wie viele tausende Meilen liegt unser Land davon entfernt? Und die anderen sind dort drüben Nachbarn. Wenn wir also einen Blick auf den Iran werfen, dann sollten Sie dem zuhören, was dieser Typ, Bryan Hook, meinte, der der US-Repräsentant für den Irak ist. Er sprach den neuen General an, der Soleimani ersetzen soll, der von den Vereinigten Staaten getötet wurde.

Sein Name ist Ghaani. Hook meinte: "Sollte Ghaani denselben Pfad verfolgen, Amerikaner zu töten, dann wird ihm das gleiche Schicksal zu teil werden. Das ist keine neue Drohung. Präsident Trump hat schon immer gesagt, dass er immer entscheidend reagieren wird, um amerikanische Interessen zu schützen. Ich denke, dass das iranische Regime versteht, dass sie Amerika nicht einfach angreifen und damit davon kommen können."

Der Iran, der Amerika angreift, was? Wo greifen Sie denn bitte Amerika an? Oh, Syrien? Wo sich Amerika illegal befindet? In einer unabhängigen Nation? Oh, wurde der Iran nicht von ihrem Präsidenten dorthin eingeladen? "Ja, sie wurden von ihrem Präsidenten dorthin eingeladen, doch ich mag den Typ nicht, also könnten wir dort sein", so meint Amerika. Oh, Amerika im Irak? Sie meinen, dass die Anhänger des Schiiten die Amerikaner angreifen, die sie versuchen aus dem Land zu jagen, seitdem sie 2003 mithilfe eines Krieges eingewandert sind, der auf Lügen basierte? Oh, oh, diese Amerikaner? Oh und die amerikanischen Interessen, über die Hook spricht...

Was sollen das für amerikanische Interessen sein? Es könnte nicht Raytheon oder ExxonMobil sein. Es könnte nicht Halliburton oder United Technologies oder Lockheed Martin sein. Das sind alles Kriegsprofiteure. Sie bauschen diese Sache auf und bauen den Hass auf.

Die Amerikaner haben die Iraner zu hassen gelernt. Ist es viel anders als Hitler, der die Leute dazu manipulierte, die Juden zu hassen? Ich möchte dieses Thema weiter ausführen, da gesagt wurde, dass Soleimani eine direkte Bedrohung gewesen sei. Das sind Zitate. Wir haben darüber im Detail geschrieben. Es gab keine Beweise. Und dann haben wir herausgefunden, dass das Ganze schon mehrere Monate zuvor geplant wurde.

Das könnte also der Beginn des Dritten Weltkrieges sein. Sie zelebrieren den Holocaust von vor 75 Jahre; das ist kein Schnee von gestern. Nationen zerstört, Deutschland, Italien, Bomben über Großbritannischen, Frankreich. Was lässt Sie glauben, dass so etwas nicht wieder geschehen wird, wenn wir weiterhin Krieg führen? Die Leute sollten dem gegenüber lieber aufwachen.


Mike Gleason: Nun, als wir zuletzt im November miteinander sprachen, habe ich Sie nach Ihren Gedanken bezüglich der Präsidentschaftswahl in diesem Jahr gefragt. Es sieht so aus als hätten die unfähigen Demokraten Schwierigkeiten damit, Trump zu schlagen. Wir haben darüber gesprochen, wie schlecht deren Kandidaten zu sein schienen und was für eine Zeitverschwendung das Amtsenthebungsverfahren ist. Es scheint nicht, als hätte sich viel verändert seitdem. Doch nun betreten wir die Saison der Vorwahlen und ich denke, wir sollten an dieser Stelle Ihre Meinung einholen.

Gerald Celente: Nun, das Amtsenthebungsverfahren verläuft ins Nirgendwo, da zwei Drittel des Senats überzeugt werden müssen, damit es Erfolg haben kann. Und da die Republikaner bereits die Mehrheit im Senat gewonnen haben, werden sie Trump nicht verurteilen. Es ist also eine Zeitverschwendung. Die Wildcard hierbei ist Trump. Es gibt keine größere Wildcard. Die Leute müssen verstehen, dass dieser Mann alles tun wird, um zu gewinnen. Er hat bereits in Davos davon gesprochen, wie gut es der Wirtschaft ergeht und dass es Amerika so gut wie noch nie zuvor geht. Durchschnittliches BIP-Wachstum von etwa 2,3% seit er Präsident ist? So in etwa. Ich meine, das ist nicht wirklich Wachstum. Gar nichts.

Er wird also alles tun, um zu gewinnen. Und eine Sache, die wir beobachten werden, sind die Zinsen, die bis zum November niedriger ausfallen werden. Sie könnten sogar auf Null und dann in den Negativbereich abgleiten. Er wird also alles Mögliche versuchen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Und wie wir bereits in unseren Top-Trends für 2020 erklärt haben, wird Trump automatisch zum Präsidenten. Automatisch, da die Demokraten niemanden haben, der gut genug ist, ihn zu schlagen.

Bernie Sanders ist niemand, der Wechselwählerstaaten gewinnen wird. Er ist derzeit der Spitzenreiter. Und die anderen Kandidaten werden ebenfalls nicht gewinnen. Die Wechselwählerstaaten werden an Trump gehen.


Mike Gleason: Ich kann Sie nicht gehen lassen, bevor wir Sie nicht über Ihre Meinung bezüglich der Metallmärkte befragt haben. Der Goldpreis hat sich zu Beginn des Jahres erholt, auch wenn sich Silber noch immer seitwärts bewegt. Doch wir denken, dass es schwierig sein wird, eine deutliche Aufwärtsbewegung zu verzeichnen, wenn sich die Bequemlichkeit der Investoren nicht deutlich verändert. Denn warum sollte man Gold kaufen, wenn die Aktienkurse tagtäglich immer weiter steigen?

Es ist natürlich möglich, dass sich Aktienkurse und Goldpreis gemeinsam nach oben bewegen. Tatsächlich ist es das, was letztes Jahr geschah. Doch wir denken nicht, dass die Investoren allgemein um steigende Preise und die Durchführung von Inflationstransaktionen besorgt sind. Teilen Sie Ihre Gedanken bezüglich des Gold- und Silbermarktes mit uns und erzählen Sie unseren Zuhörern doch, ob 2020 eher bullisch oder bearisch für die Metalle sein wird.


Gerald Celente: Ich denke, dass es sehr bullisch wird. Es besteht die Möglichkeit, dass Gold dieses Jahr die 2.000 Dollar je Unze erreichen könnte. Alle Zentralbanken senken ihre Zinsen. Das werden sie weiterhin tun. Und je billiger das Geld wird, desto wertvoller wird Gold. Wir haben vorhin über die Spannungen im Iran gesprochen. Wie ist es mit dem Libanon und den Leuten, die kontinuierlich auf die Straßen gehen?

Betrachten Sie den Iran, wo die Leute protestieren. Mehr als 500 Menschen wurden von Sicherheitskräften getötet. Die Menschen haben keine Zukunft. So etwas findet überall auf der Welt statt. Egal ob es Chile, Bolivien, Kolumbien, Peru, Venezuela, Algerien, Südafrika, Simbabwe oder Mali ist. Proteste, Proteste, Proteste und die Regierungen tun alles, um ihre Wirtschaften am Leben zu halten, indem die Zinsen gesenkt werden und billiges Geld hineingepumpt wird.

Das haben die Federal Reserve und die Federal Reserve von New York, wie oben erwähnt, bereits getan; sie pumpen Billionen Dollar in die Wirtschaft. Das wird die Märkte also nur künstlich oben halten. Ein Wildcard-Ereignis wie ein Krieg im Nahen Osten oder eine Ölpreisspitze würden die Weltwirtschaft und die Aktienmärkte nach unten drücken. Ich glaube also, dass 2020 weiterhin ein bullisches Jahr für Gold bleiben wird. Es ist der ultimative sichere Hafen. Nichts kommt ihm nahe und Silber folgt ihm.


Mike Gleason: Nun, das waren exzellente Einblicke, Gerald. Wir schätzen Ihre Zeit. Danke für Ihre wundervollen Gedanken. Wir freuen uns jedes Mal, mit Ihnen sprechen zu können. Ich kann es kaum abwarten in der nicht allzu fernen Zukunft erneut mit Ihnen zu sprechen. Machen Sie es gut.

Gerald Celente: Ich danke Ihnen.


Mike Gleason: Nun, das war es dann für diese Woche. Ich danke noch einmal Gerald Celente, Herausgeber des renommierten Trends Journal. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite TrendsJournal.com.


© Mike Gleason
Money Metals Exchange



Der Artikel wurde am 31. Januar 2020 auf www.moneymetals.com veröffentlicht und in Auszügen exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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