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"Inflate and die" - Aktieneinbruch und Goldwelle in den Startlöchern

07.02.2020  |  Egon von Greyerz
Richard Russell, der legendäre und sehr kluge Verfasser der Dow Theory Letters, prägte den Spruch "Inflate or die" (übersetzt ungefähr "Inflation erzeugen oder untergehen"). Schon zu Beginn dieses Jahrhunderts begriff er die Notwendigkeit, und auch den Fluch, permanenter Geldschöpfung durch Zentralbanken. Da Richard schon 2015 starb, konnte er selbst nicht mehr miterleben, wie Recht er gehabt hatte.

Über drei Jahrzehnte hinweg wurde die Weltwirtschaft mithilfe massiver Geldschöpfung und Kreditexpansion über Wasser gehalten - nach dem Motto "inflate or die". Jetzt, in den 2020ern, haben wir die nächste Stufe erreicht, in der es heißt: INFLATE AND DIE. Denn wenn die Aktien- und Kreditblasen implodieren und die Geldschöpfung stetig steigt, wird die Welt erkennen, dass nicht nur das frisch geschöpfte Geld wertlos ist, sondern auch das Geld, das über die letzten 20 hinweg Jahre produziert wurde.


Davos - WEF 2020

Doch bevor wir zu den Konsequenzen von "inflate and die" kommen, noch Folgendes: Letzte Woche erst haben sich 117 Milliardäre zu einer "Wetterkonferenz" in Davos getroffen. Hinzu kamen weitere 2.900 Manager, politische Führungspersönlichkeiten, Klimaaktivisten und andere Wichtigtuer. Schon ziemlich überraschend, dass so viele "wichtige" Menschen zusammenfinden, um über das Wetter zu reden. Wenn eine schwedische Greta (nicht die Garbo) jedem an den Kopf wirft, "Wie können Sie es wagen, das Ökosystem bricht zusammen, Menschen sterben!", dann dürfen die Davos-VIPs aber auch die Banker der wichtigsten Zentralbanken nicht ohne grüne Agenda dastehen.

Beispielsweise hat Lagarde, die EZB-Chefin, bei ihrer strategischen Beurteilung der Ziele der EZB angemerkt, dass Klima-Maßnahmen eine fundamentale Komponente der Geldpolitik seien. Maßnahmen gegen den Klimawandel werden für die EZB einen "auftragsentscheidenden" Stellenwert bekommen. Vielleicht sollte sie besser einsehen, dass das EU-Finanzsystem "auftragsentscheidenden" Stellenwert hat, und weniger das Engagement bei der globalen Temperaturkontrolle.

Nie zuvor hat es einen solch "wichtigen" Menschenauflauf gegeben, der über das Klima diskutieren möchte - wobei für die Reisen 309 Privatjets sowie hunderte reguläre Flüge einschließlich Hubschrauber- oder Autotransport von Zürich nach Davos zu Buche schlagen. Noch habe ich keine CO2-Kalkulation für Davos gesehen, aber irgendjemand wird die schon noch erstellen. Zur Rechtfertigung ihrer Extravaganzen haben die Veranstalter eine politisch korrekte und gekünstelte Verbrauchsberechnung präsentiert, in der es schlicht heißt, die WEF-Konferenz sei CO2-neutral. Hmmm!


Die Globalisten wollen auch die Temperaturen kontrollieren

Natürlich kamen die Globalisten nicht dorthin, um nur über‘s Wetter zu reden. Doch niemand außer Trump wagte es, nach Davos zu kommen, ohne komplett hinter der einzigen politisch korrekten Position zu stehen. Und die besagt, dass der Mensch heutzutage die Erdtemperatur kontrollieren kann. Klimazyklen sind also nicht mehr gültig, weil der Mensch in jüngster Zeit die Temperaturen angeblich ansteigen ließ und nun ihren Anstieg bis 2050 auf 1,5º C begrenzen muss. Die Erde entstand vor 4,5 Milliarden Jahren. Seither waren die Klimazyklen ganz sich selbst überlassen, und das wird sich auch in den kommenden Milliarden von Jahren nicht ändern.


Menschen ängstigen mit Schreckgespenstern

Sich der Klimakontrolle zu verpflichten, ist heute zwingend erforderlich, auch wenn dieses Ziel unerreichbar ist. Dennoch steht das Thema jetzt ganz oben auf der globalen Agenda des Westens. Junge Menschen werden sehr effektiv benutzt, um die Welt mit solchen Schreckgespenstern zu ängstigen.

Der amerikanische Schriftsteller Henry Louis Mencken verstand den Sinn solcher Maßnahmen:

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"Praktische Politik hat nur den einen Sinn, die breite Masse in Unruhe und Angst zu halten (so dass sie förmlich nach Sicherheit schreit), und dazu bedroht man sie mit einer endlosen Abfolge von Schreckgespenstern, allesamt erfunden und erdacht."


Es gibt gefährlichere Trolle als die Klimakobolde

Die Welt wird die Klima-Schreckgespenster bald schon vergessen, wenn viel gefährlichere Trolle auftauchen. Die Davos-Konferenz hätte diese Trolle zum Thema machen sollen - und nicht die Klima-Klabauter. Bei den besagten Trollen handelt es sich natürlich um die beispiellosen ökonomischen, finanziellen sowie politischen Risiken, mit denen die Welt aktuell konfrontiert ist.

Unten finden Sie wieder die Zeitbombe mit den 3 Dutzend Gründen zur Sorge - wobei das Hauptrisiko die globale Verschuldung ist. Mit jedem Tag kommen neue Risiken hinzu, wie z.B. das Corona-Virus in Wuhan. Inoffizielle Berichte gehen davon aus, dass China nur die halbe Wahrheit sagt und schon ganze 10.000 Menschen in Wuhan ums Leben kamen.

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