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Gold setzt seine Bullenmarktentwicklung fort

21.02.2020  |  Mark J. Lundeen
- Seite 5 -
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Der Wert dieser Charts liegt nicht in ihrer Fähigkeit, die Zukunft vorherzusagen, vielmehr zu beschreiben, wie sich die Gold- und Silbermärkten in Sachen Investoren Jahr für Jahr entwickeln. Aktuell sind die Edelmetallmärkte ein Provinznest am Markt, was bedeutet, dass das Geld derzeit anderswo sein möchte. Nichtsdestotrotz tendierten die alten monetären Metalle seit Dezember 2015 in Bullenmärkten nach oben.

Diese unterdurchschnittliche Leistung von Gold und Silber wurde von den "politischen Entscheidungsträgern" entworfen. Diese Leute haben die zirkulierende Dollarmenge obszön seit 1971 erhöht. Sie müssen die Rohstoffpreise sowie Gold- und Silberpreis eindämmen, und ihre inflationierten Finanzmarktbewertungen beibehalten, wenn sie ihre Glaubwürdigkeit des Finanzsystems erhalten möchten.

Kein geldpolitisches System, das auf inflationärem Wachstum beruht, wird ewig halten. Wenn das aktuelle geldpolitische Inflationssystem seine Glaubwürdigkeit am Finanzmarkt verliert, dann werden die Ereignisse extremer Volatilität an den Gold- und Silbermärkten zunehmen. Und diese Charts werden feststellen, wann das der Fall ist.

Werfen wir einen Blick auf die Halter von US-Staatsanleihen in der unteren Tabelle; die Daten stammen vom US-Finanzministerium per Ende November 2019. Die drei größten Halter sind die Federal Reserve, Japan & China, doch wie in der Tabelle angemerkt, sind die Daten bezüglich der Federal Reserve nicht in diesem Datenset über die Staatsanleihen enthalten. Doch ich habe diese Daten, als verwende ich sie hier.

Wenn ich die Spalte "Max Val" unter "Percent From" betrachte, dann sehe ich einige zweistellige, prozentuale Reduzierungen der Staatsanleihebestände. Stellen Sie sich diese Daten als einen Bear's Eye View (BEV) dieser Daten vor, da es genau das ist. Man würde also nie einen positiven Wert verzeichnen, mit Ausnahme von 0,00%; was ein neues Rekordhoch der Landesbestände an Staatsanleihen darstellen würde, wie Singapur (Nr. 17) und Schweden (Nr. 24) letzten November verzeichneten. Angesichts der Bestandsreduzierungen von Japan (Nr. 3) bis hin zu den Philippinen (Nr. 31) kann ich mir schwer vorstellen, dass die Gesamtbestände nur um 1,72% zurückgegangen sind.

Da das US-Finanzministerium in diesem Bericht nicht jedes Landes umfasst, das US-Staatsanleihen besitzt, muss ich annehmen, dass diese Reduzierung um 1,72% der Gesamtbestände korrekt ist. Doch sie erscheint mir sehr suspekt.

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Hier ist ein Chart, der die Bestände der US-Staatsanleihen der großen Drei in der obigen Tabelle darstellt: die Federal Reserve, China und Japan. Als ich erstmals damit begann, diese Daten zu sammeln, besaßen China und Japan im Mai 2008 mehr Schuldverschreibungen der USA als die Federal Reserve. Dann fand die Sub-Prime-Hypothekenkrise statt und wir erkennen, was Bernankes QE1 bis QE3 mit den Staatsanleihebestände der Federal Reserve angestellt haben.

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Werden die "politischen Entscheidungsträger" erneut versuchen, die rückläufigen Marktbewertungen mit inflationären Dollar zu unterstützen, wenn eine weitere Finanzkrise eintritt? Wie man es bereits von 2008 bis 2014 getan hat? In der kommenden Krise werden sie es sicherlich versuchen und die Mainstream-Medien werden versuchen, deren massive Flut an monetärer Inflation an die Wall Street Deckung zu verschaffen.

Doch eine Wiederholung von QE1 bis QE3 von den heutigen Niveaus aus, eine Zunahme der Federal-Reserve-Bestände um einen Faktor 8,9, würde die Staatsanleihebestände der Fed auf 32.516 Milliarden Dollar erhöhen. Das wäre ein Problem, wenn die Staatsschulden aktuell bei nur 23.274 Milliarden Dollar liegen. Wird Powells Fed die gesamten US-Staatsschulden monetisieren sowie alles, was sie in ihre Hände bekommt?

Machen Sie sich nicht die Mühe, sie zu befragen. Sie werden angelogen werden, während man in Wahrheit Probleme damit hat, die Marktglaubwürdigkeit beizubehalten, wie Bernanke im Juni 2009 vor dem Senat zugab: Als man ihn direkt während einer Zeugenaussage vor dem Kongress danach befragte, ob die Federal Reserve die US-Regierungsschulden monetisieren würde, entgegnete der Vorsitzende der Fed: "Die Federal Reserve wird keine Schulden monetisieren."


© Mark J. Lundeen



Dieser Artikel wurde am 16.02.2020 auf www.gold-eagle.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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