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Rohöl: WTI-Future sucht Boden

09.03.2020  |  Björn Heidkamp
Der abgebildete Chart zeigt die langfristige Kursentwicklung des Rohöl-Futures von 2005 bis heute, bei Kursen von 41,28 USD/Barrel. Ein Notierungsstab bildet das Kursverhalten des Rohöl Futures für jeden Monat ab.

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Langfristiges Chartbild deutlich verschlechtert

Nach einer kurzen Gegenwehr am Unterstützungsbereich zwischen 50,50 und 49,50 versuchten die Bullen die seit Februar 2016 bestehende eingezeichnete langfristige Aufwärtstrendlinie zurückzuerobern und scheiterten. Im Sog einer möglichen Corona-Virus-Pandemie fielen die Kurse des WTI-Futures dynamisch unter die seit Mai 2019 bestehende eingezeichnete Seitwärtsbewegung. Damit wurde ein langfristiges Verkaufssignal generiert.


Mittelfristiger Abwärtstrend unterschreitet weiteren Unterstützungsbereich

Auch aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts befindet sich der WTI-Future in einem Abwärtstrend.

Der nächste starke im Wochenchart eingezeichnete Unterstützungsbereich zwischen 44 und 42, resultierend aus dem Marktwendepunkt aus dem Juni 2017 und dem Dezembertief aus 2018 wurde nach Verlassen der oben angegebenen Seitwärtsbewegung schnell erreicht. Nach einer dreitägigen Gegenreaktion bis auf 48,64 drehten die Preise des schwarzen Goldes wieder und zeigten weiter Schwäche. Der Wochenschlusskurs befindet sich sogar unter diesem starken Niveau erhöhter Aufnahmebereitschaft bei 41,28.


Verbrauchtes Momentum auf dem Wochenchart

Aufgrund der starken Kursverluste seit Anfang Januar hat die Dynamik der letzten Bewegung den mittelfristigen Trend aus technischer Sicht etwas überreizt. Insbesondere in der Kombination mit einer möglichen Abwärtsnotierungslücke am Montag besteht die Hoffnung auf eine kurzfristige Reaktion auf diese Kursverluste.

Um den weiteren Kursverfall zu stoppen wäre es für die Bullen von wichtiger Bedeutung die Unterstützung zwischen 42 und 44 schnellstmöglich, spätestens aber in den nächsten zwei Tagen zurück zu erobern. Für mehr als eine technische Erholung fehlen momentan jedoch die technischen Hinweise.

Gewinnen die Bären auch den Kampf um diese Zone droht ein weiteres Absinken in den Bereich der nächsttieferen Unterstützungen zwischen 39 und 37,70. Dort befinden sich wichtige Pivotpunkte aus dem August 2015 und dem August 2016.

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Fazit:

Das lang- und mittelfristige Chartbild hat sich in den letzten Tagen stark verschlechtert. Es fehlen aktuell die technischen Hinweise auf eine mögliche Bodenformation.

Lediglich das stark verbrauchte Abwärtsmomentum in Kombination mit den knapp unterschrittenen Unterstützungen gibt den Bullen Hoffnung auf eine kurzfristige technische Erholung oder Konsolidierung.

Lang- und mittelfristig jedoch ist eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung das wahrscheinlichste Szenario. Wird der Unterstützungsbereich zwischen 42 und 44 nicht schnell zurück erobert ist ein weiteres Absinken bis zur nächsten Unterstützungszone zwischen 39 und 37,70 wahrscheinlich.

Erst Kurse klar über 55 oder eine noch nicht ausgebildete untere Umkehrformation verbessern die langfristig negativen Aussichten.


© Björn Heidkamp
www.kagels-trading.de
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