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Die Peniaphobie obsiegt

14.03.2020  |  The Gold Report
Open in new windowLetztes Wochenende beeilten sich viele Newsletter-Schreiber der Welt, ihren Abonnenten zu erklären, warum man nun Verluste in Portfolios verzeichnete, die eigentlich hätten Gewinne verzeichnen sollen; und vor allem, weil der S&P 500 vor nur zwei Wochen ein Rekordhoch bei 3.393,52 erreichte. Ohne lange Tirade ist zu sagen, dass Mutter Natur (oder ein Biowaffenlabor) die Nadel bereitgestellt hat, die nun die weltweite Aktienblase zum Platzen gebracht hat. Dies löste eine gigantische Flucht zu den Notausgängen und zur Liquidität aus.

Der Februar begann blendend, wobei praktisch jeder Siegesrunden um seine genialen Marktprognosen drehte und die Nase über COVID-19 rümpfte. Denn Trump und Kudlow hatten uns erklärt, dass es ein "Nicht-Ereignis" sei und empfahlen jedem "Buy the Dip." Die Gold-Newsletter widerlegten kollektiv jegliche Möglichkeit einer 2008-Schlappe der Edelmetalle aufgrund eines mickrigen Virus. Dabei vergaßen sie natürlich, dass die Bullionbanken ihre Schuhe keine einzige Sekunde von den Kehlen der Edelmetalle nahmen. Selbst nach dem Einbruch um 105 Dollar von der Spitze bei 1.692 Dollar letzten Sonntag hatten sie nur 8.891 Shorts umgekehrt.

Dasselbe galt für Silber. Doch nennenswert war hierbei die massive Liquidierung bei Gold und Silber durch die großen Spekulanten - jedoch keine sonderliche Überraschung. Der Wochenchart für Gold sieht heute deutlich gesünder aus als letztes Wochenende, da der überkaufte Zustand nun fehlt; was eine gute Sache ist.

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Seit dem Beginn des Jahres habe ich konstant vor einer möglichen Marktpanik gewarnt, die sich negativ auf die Edelmetallaktien auswirken könnte. Und wie sich herausstellte, war es genau das, was in der letzten Woche des Monats passierte. Eine ausgemachte Flucht zur Liquidität innerhalb aller Vermögenswertklassen - nicht unähnlich 2008 und 1997 - bei der der HUI etwa 17,3% sank, trotz der Tatsache, dass Gold seit Jahresbeginn um bisher 2,86% gestiegen war. Abstufungen von 1987, über die ich im Januar schrieb, waren exakt das, was wir erlebten.

Es war eine hässliche Woche und ein hässlicher Monat, doch das GGMA-Portfolio überlebte, wenn auch nicht vollkommen ohne Beulen und blaue Flecke.

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