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Clint Siegner: Zu wenig Angebot angesichts der Pandemie…

24.03.2020
Eine große Zunahme der Nachfrage nach physischen Edelmetallen hat die verfügbaren Händlerbestände gemindert. Der Großteil der Gold- und Silbermünzen, Medaillen und Barren sind entweder ausverkauft oder gehen mit langen Lieferverzögerungen einher.

Die Aufpreise steigen. Händler haben ihren Geldkursaufpreis - der Preis, der über dem Spot-Metallpreis verlangt wird - stark erhöht, ebenso wie ihre Briefkursaufpreise. Der Markt sucht noch immer nach einem Gleichgewicht und Angebotshändler müssen vielleicht noch höhere Preise festlegen, um genügend Verkäufer anzuziehen, um die Nachfrage zu decken.

Die Nachfrage übersteigt weiterhin das verfügbare Angebot. Das Problem ist, dass Prägestätten und Raffinerien als Reaktion auf das COVID-19-Virus schließen. Die Royal Canadian Mint gab bekannt, dass sie ihre Türen ab dem 20. März für mindestens zwei Wochen schließen wird. Manche spekulieren, dass die US-Mint in West Point, NY ebenso ihre Operation stilllegen wird.

Die Aussichten für das Angebot verschlechtern sich zunehmend. Pandemie-Ängste trieben die noch nie zuvor dagewesene Nachfrage nach physischen Bullionprodukten an. Nun könnten sie die wenigen großen Produzenten dazu bringen, ihre Operationen stillzulegen.

Offizielle der US-Mint haben bereits neue Bestellungen von American Gold und Silver Eagles ausgesetzt. Private Prägestätten und Raffinerien haben dieselben Probleme. Das Angebotsproblem wird erst einmal schlimmer werden, bevor es besser wird. Das bedeutet, dass Aufpreise wahrscheinlich noch höher steigen werden. Leider könnte es einige Zeit dauern, bis die Aufpreise wieder fallen. Wie beschrieben, sind die kurzfristigen Aussichten für die Produzenten düster.


© Clint Siegner


Der Artikel wurde am 23. März 2020 auf www.goldseek.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.
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