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Silberschweif am Horizont - Fluten Notenbanken den Goldmarkt? Analyse zu Palladium

06.04.2020  |  Markus Blaschzok
Die Medien schwenken langsam um, weg von Weltuntergangsstimmung hin zu Hoffnung. Es werden Erfolge bei der Herstellung von Impfstoffen, Medikamenten und Antikörper-Therapien gemeldet. Auch die Daten zu den Neuinfektionen sind deutlich rückläufig, sodass der Zenit der Corona-Epidemie in der Bundesrepublik bereits überschritten sein dürfte.

Die Daten der amerikanischen CDC zeigen sogar, dass es in diesem Jahr bisher deutlich weniger Tote aufgrund einer Lungenentzündung gab als in den sechs Vorjahren. Selbst das Robert-Koch Institut gestand in seinem Wochenbericht ein, dass die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen in der letzten Märzwoche im Vergleich zu den Vorjahren unterdurchschnittlich niedrig war. Viele Daten und Fakten legen den Schluss nahe, dass die restriktiven Maßnahmen womöglich über das Ziel hinausgeschossen sind.

Österreich geht voran und wird ab dem 14. April die Ausgangsbeschränkungen lockern und kleinen Geschäften bis 400 Quadratmetern sowie Bau- und Gartenmärkten die Wiederaufnahme der Geschäfte erlauben. Ab dem 1. Mai sollen alle anderen Geschäfte und Friseure wieder öffnen dürfen, während die Gastronomie und Hotels frühestens Mitte Mai den Betrieb wieder aufnehmen können.

Dies nährt die Hoffnung, dass die grundgesetzwidrigen und repressiven Maßnahmen auch in der Bundesrepublik zum 20. April wieder gelockert werden. Schweden hatte seine Wirtschaft nicht stillgelegt, sondern auf Eigenverantwortung der Bürger gesetzt und letztlich dürfte sich zeigen, dass diese Wahl nicht nur moralisch, sondern in jeder Hinsicht weiser war.

Das Worst Case Szenario einer langanhaltenden Pandemie mit Millionen von Toten, die zu einer langandauernden Depression und Deflation führen würde, auf die letztlich der Staat mit einer Ausweitung auf alle Lebensbereiche reagieren und eine massive Hyperinflation auslösen würde, scheint sehr unwahrscheinlich geworden zu sein. In China, wo das Virus bereits vor einem Monat besiegt wurde und sich das Leben halbwegs normalisiert hat, ist die Industrie längst wieder angelaufen.

Der PMI für China sprang im März sogar wieder in den Wachstumsbereich, was jedoch zu gut und unglaubwürdig erscheint - diese Daten scheinen statistisch von der Regierung geschönt zu sein. Dennoch zeigt die Wiederaufnahme der Wirtschaftstätigkeit, dass die Welt in zwei Monaten auch in Europa und den USA schon wieder ganz anders aussehen kann.

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Chinas Wirtschaft springt nach dem Corona-Schock plötzlich wieder an, als wäre nichts gewesen


Eine deutliche Rezession in den ersten beiden Quartalen ist sicher, doch eine Kettenreaktion an Kreditausfällen durch bankrotte Unternehmen könnte durch die massiven QE-Programme womöglich verhindert werden. Diese wirken massiv inflationär, weshalb auch eine schnelle Erholung des Aktienmarktes im besten Fall möglich wäre, wie man es auch in den siebziger Jahren verfolgen konnte, als der Dollar nach der Auflösung des Goldstandards massiv abwertete.

Das Umfeld ist zumindest ähnlich, denn die US-Notenbank hatte allein im vergangenen Monat ihre Notenbankbilanz durch Käufe von Staats-, Unternehmens-, Kommunal- und Landesanleihen um 36% ausgeweitet. Seit den Eingriffen am Repomarkt im letzten September, als das Schuldgeldsystem bereits vor dem Kollaps stand, hat die US-Notenbank ihre Bilanz um 55% ausgeweitet, was mehr ist als bei den letzten beiden QE-Programmen insgesamt. Dass diese Liquidität diametral gegensätzlich zu einem deflationären Crash und einem nominalen Aktienbärenmarkt steht, dürfte jedem guten Trader klar sein.

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Seit September letzten Jahres ist die Bilanz der US-Notenbank um 55% angewachsen



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