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Gold: Von Deflation zu Hyperinflation

11.05.2020  |  Clive Maund
Deflation und Depression sind hier und wenn Sie mir nicht glauben, dann sollten Sie wohl die 30 Millionen Leute fragen, die in den USA derzeit ihre Arbeitsplätze verloren haben.

Die Fed reagiert auf diese Situation indem Hyperinflation erschaffen wird, da sie diese lieber mag als eine deflationäre Implosion. Ein Grund dafür ist, dass sie weiterhin ihre althergebrachte Rolle erfüllt. Sie transferiert also Reichtum von einem Teil der Gesellschaft zu den übrigen 1% und wendet den vollständigen, systematischen Kollaps noch etwas länger ab. Die Fed hat unglaubliche Mengen neuen Geldes erschaffen, seit diese Krise begonnen hat, um das Schuldenmonster zu füttern.

Ihre Bilanz ist exponentiell gewachsen und steigt vertikal. Das garantiert Hyperinflation, die beginnt, sobald die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes an Fahrt aufnimmt - derzeit gibt es keine, da die Wirtschaft praktisch tot ist. Doch wenn genug Geld gedruckt wird, kann das alles wieder in Gang bringen.

Die manische Gelddruckerei der Fed hat die Aktienkurse bereits wieder nach oben getrieben, sodass sie den Großteil ihrer Verluste zurückerhalten haben. Und Geld wird weiterhin hineingepumpt, bis die Dinge wieder laufen, um den Anflug der Deflation zu verbannen. Doch egal wie viel Geld erschaffen wird, um den Appetit des Schuldenmonsters zu stillen, es wird niemals genug sein. Die Geldmenge wird solange wachsen, bis sie wertlos wird. Demnach ist es keine Überraschung, dass Gold eine Aufwärtsbewegung vorbereitet, die es bis zur Stratosphäre bringen wird, oder bis zum Mond.

Ein wichtiger Punkt ist, dass diese Krise nicht enden wird, bis die gigantischen Schulden, die sich angesammelt haben, und die dazugehörigen Derivatpositionen als wertlos abgeschrieben werden. Unternehmensschulden, Regierungsschulden, Kommunalschulden, Schrottanleihen und alle Anleihen bis hin zu den Staatsanleihen sind innewohnend wertlos und werden gewaltsam mit einer von zwei Methoden neu bewertet werden: Zahlungsausfall oder Hyperinflation - im Sinne von "Hier ist Ihr Geld zurück - oh, entschuldigen Sie, es ist nun wertlos."

Wenn Sie etwas von diesem Müll besitzen, dann sollten Sie diesen schnell loswerfen, bevor deren Wert auf "0" fällt. Die Krise kann nicht enden, bis dieser Überschuss an Matsch, der wie ein Galgenstrick um den Hals der Weltwirtschaft hängt, eliminiert wurde - die Gläubiger werden am Ende nichts haben.

Da das Fiatgeld nun zunehmend auf einen innewohnenden Wert von null zusteuert, gibt es für diejenigen, die ihren Reichtum erhalten wollen, immer weniger Möglichkeiten: Gold, was reales Geld ist, und Silber. Während seltene Sammlerstücke wie alte Autos und Gemälde ihren Wert behalten und in Zeiten hoher Inflation an Wert zulegen, so sind sie keine praktischen Tauschmittel. Sie können über keinen Marktplatz mit einem Gemälde laufen, an einem Stand anhalten und sagen: "Ich tausche diesen alten Rembrandt gegen Salat und eine Handvoll Radieschen."

Und dabei nehmen wir an, dass Sie es überhaupt zum Markt schaffen, ohne vorher ausgeraubt zu werden. Gold und Silber sind transportabel und praktischer; vor allem Silber ist für kleine Transaktionen von Vorteil, was dessen schlechte Performance gegenüber Gold etwas merkwürdig macht. Nicht, dass wir uns beschweren würden, da es uns Zeit gibt, Silber anzusammeln.

Wir können im 6-Monatschart sehen, dass das kürzliche Trendmuster ein Hoch hätte sein können, nachdem Gold an seinem Trendlinienziel angekommen ist. Doch nun scheint es wie ein bullischer Wimpel.

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Im 2-Jahreschart können wir sehen, dass sich Gold definitiv in einem Bullenmarkt befindet. Es gibt einige interessante Punkt in diesem Chart. Einer ist die starke Entwicklung Mitte letzten Jahres, als Gold aus seinem mehrjährigen Basismuster ausgebrochen ist, das wir im 10-Jahreschart sehen können. Ein weiterer Punkt ist die Entwicklung bis Mitte März dieses Jahres, die demonstriert, dass Gold gemeinsam mit dem Aktienmarkt fällt, auch wenn die Gelddruckerei der Fed dieses Risiko stark reduziert.

Auch wenn es so aussieht, als hätte Gold in diesem Chart weiteres, mittelfristiges Potenzial, können wir zeitgleich beobachten, dass sich die Aufwärtsentwicklungen nun beschleunigen könnten; vor allem angesichts der zunehmenden Gelddruckerei.


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