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Jahrhundertchance mit Silber

29.05.2020  |  Johann A. Saiger
Silber Jahrhundert - Kaufchancen & bestes Investment in der aktuellen Krise

Im Silber-Langfrist Chart seit 1900 ist ersichtlich, dass es im 20. Jahrhundert eigentlich nur zwei optimale Zeiten gegeben hat, Silber zu historisch einzigartig günstigen Preisen zu erwerben.

Die erste optimale Kaufgelegenheit bestand bei den Kurs-Doppeltiefs in den Jahren 1931/1933 bei Preisen um 0,25 US$ (0,2575 US$ / 0,2425 US$). Dies war am Ende einer Extrembaisse, bei welcher der Silberpreis von Ende Dezember 1919 von 1,37 US$ bis zum 16. Februar 1931 bzw. 29. Dezember 1932 auf 0,25 US$ "verkommen" ist.

In der darauf folgenden Langfrist-Hausse bis zum Jänner 1980 ist der Silberpreis sodann bis auf 50 US$ explodiert und hat sich dabei im Kurs verzweihundertfacht!

Eine weitere "Jahrhundert-Kaufgelegenheit" hat sich sodann bei den Kurs-Doppeltiefs in den Jahren 1991/1993 ergeben. Am 22.2.1991 hat Silber bei 3,505 US$ das - erste - absolute Tief gezeigt. Dies war im Endstadium der Extrembaisse, bei welcher der Silberpreis von Mitte Jänner 1980 von 50 US$ bis zum Februar 1991 um -93% eingebrochen ist.

Wiederum war bezeichnend, dass die effektive Trendwende nach oben aber erst nach einem nochmaligen Test des Tiefstkurses von 3,505 US$ nach zwei Jahren eingesetzt hat. Exakt auf den Tag genau erfolgte zwei Jahre danach, am 22.2.1993 ein nochmaliger Test des Tiefstkurses. Diesmal konnte mit einem Tief von 3,55 US$ allerdings das Low vom 22.2. 1991 nicht mehr unterboten werden. Innerhalb dieser zwei Jahre war eine Kurs-Bandbreite von 3,55 US$ / 4,725 US$ bezeichnend.

Bei der Langfrist-Hausse nach dem Doppeltief ist der Silberpreis danach bis zum April 2011 von 3,5 US$ bis auf 49,8 US$ hochgeschossen.

Weshalb war es absolut optimal, diese Kurstiefs von 1931/33 und 1991/93 für Käufe wahrzunehmen? Silber ist in inflationären Phasen mit Abstand wohl das allerbeste Anlageinstrument und steigt in diesen Zeiten deshalb auch erheblich besser als Gold. Andererseits gilt aber auch: In Zeiten rückläufiger Inflationstendenzen fällt der Silberpreis ganz dramatisch und daher auch entsprechend stärker als der Goldpreis.

Zur Einschätzung des jeweiligen Stadiums in den langfristigen Inflations- oder Desinflations-Phasen sollte daher das Gold/Silber-Ratio beachtet werden.

Im 20. Jahrhundert waren in den USA zweimal ansatzweise Hyperinflations-Tendenzen feststellbar: Anfang 1920 und Anfang 1980. Im Jahr 1920 wurde nach dem 1. Weltkrieg ein Hoch bei der Inflationsrate von 25% beim CPI (= Konsumenten Preisindex) verzeichnet. Das zweite Inflationshoch wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (genau 60 Jahre danach) nach den Nah-Ost Kriegen, dem Vietnam Krieg und den Ölpreis-Schocks Anfang 1980 festgestellt. Um diese Zeit wurden in den USA Inflations-Höchststände um 15% erreicht.

Ein Blick auf den Chart "Jahrhundert-Chancen mit Silber" lässt erkennen, dass bei den Inflations-Höchstständen Anfang 1920 und Anfang 1980 jeweils auch absolute Höchststände bei den Silber-Preisen verzeichnet wurden. Gleichzeitig war 1920 und 1980 auch bezeichnend, dass beim Gold/Silber-Ratio die niedrigsten "Jahrhundert-Werte" von jeweils 1:15 vorgelegen sind.

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Somit war Silber bei den Inflations-Höchstständen derartig teuer, dass für eine Unze Gold lediglich 15 Unzen Silber erforderlich gewesen sind. Im Chart ist somit aber auch deutlich erkennbar, dass bei einem Ratio von 1:15 bislang auch immer Verkäufe dringend ratsam gewesen sind.

Jeweils 11 und 13 Jahre nach den Kurshöchstständen von 1920 und 1980 sind wegen einer desinflationären Geldpolitik der FED Inflationsraten nahe Null (wie 1991/1993) oder gar Deflations-Verhältnisse wie 1931/1933 mit einer Inflationsrate von -15% (=Deflation!) vorgelegen. In diesen Zeiten sind beim Silberpreis "Jahrhundert-Tiefstbewertungen" typisch. Das Silber derart billig ist, ist daran erkennbar, dass für eine Unze Gold 100 Unzen oder in der richtigen Deflation sogar bis zu 130 Unzen Silber "hingelegt werden müssen.

In den übrigen Zeiten, wenn keine massiven inflationären oder desinflationären Kursverzerrungen vorliegen, pendelt das Gold/Silber-Ratio in mittleren Bereichen. Eigentlich ist ein Ratio von 1:50 als ein neutraler Durchschnittswert zu sehen.

Ein bekannter US-Politiker aus der Reagan-Regierung hat uns schon 1987 zu verstehen gegeben, dass die AMERICAN EAGLE 1-Unzen-Goldmünze als "Vorläufer“ eines kommenden (Gold-Standard-)Währungssystems gesehen werden kann. Wir gehen daher davon aus, dass der nächste "offizielle Goldpreis" 50 Dollar betragen wird.

Die jeweiligen Bewertungen dieser Silber und Gold Eagle Münzen könnte als Hinweis dafür gedeutet werden, dass in den Zeiten nach einer "Währungsumstellung" auch wieder ein Gold/Silber-Ratio von 1:50 vorgesehen und zutreffend sein wird. (Auch zu Zeiten der Währungsreform von 1948 hat das Gold/Silber-Ratio im Bereich 1:45 / 1:55 gependelt.)


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