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Silber wird explodieren und Scheingeld einbrechen wie im 3. Jh.

11.06.2020  |  Egon von Greyerz
Open in new windowGeschichte wiederholt sich mit erstaunlicher Ähnlichkeit. Die Krise des 3. Jahrhunderts und die heutige Situation haben viel gemeinsam. Jedes Imperium trägt die Saat der eigenen Zerstörung schon in sich. Schaut man heute fast 2000 Jahre zurück auf das Römische Reich, so findet man dort exakt dieselben Symptome wie heute.

Defizite, Schulden, exzessive Militärausgaben, Währungsentwertung, Zusammenbruch des Handels, Seuchen, Revolten, Kriege und Hyperinflation. Genau das passierte während der Krise des 3. Jahrhunderts, und auch jetzt steht die Welt wieder vor denselben Katastrophen.

Als Marcus Arelius’ Sohn Commodus (Bild) im Jahr 180 unserer Zeit Kaiser wurde, lag der Silbergehalt der Denar-Münzen bei fast 90%. Doch dann stiegen die Kosten rapide und die Einnahmen gingen zurück, und dem Imperium ging das echte Geld aus - d.h. Gold und auch Silber.

Die Bestechung der illoyalen Armee verlangte immer mehr Geld. Ab 235 wurde die Situation dann ernst, da zahlreiche Legionen von den Germanen geschlagen wurden. Zudem kämpften die römischen Generäle auch untereinander um die Vorherrschaft im Reich. Zwischen 235 und 284 u.Z. gab es mehr als 50 Kaiser, die meisten von ihnen wurden ermordet oder starben auf dem Schlachtfeld. Die Finanzlage Roms verschlechterte sich rapide und die Verschuldung war enorm. Die Steuern wurden kontinuierlich angehoben, doch immer weniger Bürger waren überhaupt noch in der Lage, Steuern zu zahlen. Ab 250 u. Z. brach zudem eine Seuche aus, die große Teile der Bevölkerung umbrachte.


Je mehr sich die Dinge ändern, umso mehr bleiben sie sich gleich

Die heutige Situation ist fast identisch, man müsste nur die Namen und Jahreszahlen austauschen. Seit der Gründung der Federal Reserve 1913 ging es mit den USA und dem Dollar schrittweise bergab, doch die Beschleunigungsphase begann im Jahr 1971, als Nixon das Goldfenster schloss.

Auch hier sind die Ähnlichkeiten zum Alten Rom beeindruckend. Der tatsächliche Niedergang setzte 235 ein, als die Krise des 3. Jahrhunderts begann. Zu dieser Zeit hatte der Denar noch einen Silbergehalt von 50 %. In den folgenden 50 Jahren schrumpfte er dann auf 5% - ein Rückgang um 90%! Dieser finale Einbruch fiel in die Herrschaftszeit von Kaiser Gallienus in den 260ern unserer Zeit.

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Dollar verliert 98% seit 1971

Die heutige Situation ist sogar noch schlimmer. In den 50 Jahren seit 1971 hat der US-Dollar effektiv 98% seines Wertes verloren - gemessen in Gold. Und der Verfall beschleunigt sich jetzt, wie man im Diagramm sehen kann. In den letzten 20 Jahren (seit 2000) hat der Dollar erschreckende 83% verloren.

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Die Symptome sind dieselben, nur die Daten ändern sich

Ganz seltsam ist auch, dass die Symptome des 3. Jahrhunderts identisch mit den heutigen sind. Defizite, Schulden, exzessive Militärausgaben, Währungsentwertung, Zusammenbruch des Handels, Seuchen, Revolten, Kriege und Hyperinflation.

Jedes der genannten Symptome ist auch heute vertreten. Natürlich haben wir Schulden, Defizite etc. Wir haben aber auch soziale Unruhen in vielen Ländern, zurzeit ganz virulent in den USA. Zudem haben wir eine Seuche in Form des Corona-Virus. Bislang gibt es noch keine größeren Kriege. Doch angesichts der geopolitischen Spannungen ist das Risiko, dass es sie geben wird, leider hoch.


Hyperinflation kommt

Noch haben wir keine Hyperinflation, die in der Regel als eine solche definiert wird, wenn die Preise um 50% pro Monat steigen. Da der Dollar aber schon 98 % über 50 Jahre und 83% über 20 Jahre verloren hat, braucht er nur noch 2% bis zum NULLPUNKT. Angesichts der laufenden massiven Geldschöpfung und Kreditexpansion verstehe ich nicht, wie irgendjemand glauben kann, dass wir heute all dem entgehen werden.


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