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EWU-Geldmenge wächst um 40% - Gold bei 1.800 USD

06.07.2020  |  Markus Blaschzok
Der Goldpreis in US-Dollar kletterte auf den höchsten Stand seit 2001 mit 1.807 US-Dollar im Future. Der Silberpreis im Future konnte oberhalb der zweimonatigen Handelsspanne zwischen 17,50 US-Dollar auf der Unterseite und 18,15 US-Dollar auf der Oberseite mit 18,31 US-Dollar in das verlängerte Feiertagswochenende gehen.

Die USA feierten am vierten Juli den Sieg über England im Sezessionskrieg, der 1776 die Geburtsstunde der Vereinigten Staaten von Amerika war. Die weitere Entwicklung des Silberpreises hängt einerseits von der Investmentnachfrage und somit vom Goldpreis ab, dem es bis dato nicht gelang den starken Widerstand bei 1.800 US-Dollar zu überwinden und andererseits von der Erholung der Realwirtschaft, was die industrielle Nachfrage nach Silber bestimmt.

Die Aktienmärkte zeigten sich in den letzten drei Wochen stark, da sich die US-Wirtschaft relativ schnell von dem exogenen Schock erholen kann und ein zweiter Shutdown unwahrscheinlich geworden ist. Die US-Arbeitsmarktdaten überraschten mit 4,8 Millionen neuer Jobs außerhalb der Landwirtschaft, da der Marktkonsens bei nur 3 Millionen Stellen lag.

Qualitäts- und Glaubwürdigkeitsfragen gab es auch diesmal wieder, da unter anderem an 19,29 Millionen Versicherte Arbeitslosenhilfe ausgezahlt wurde, während die Gesamtzahl der Arbeitslosen vermeintlich nur bei 17,75 Millionen, inklusive der Nicht-Versicherten, liegen soll. Die Arbeitslosigkeit fiel vermeintlich von 13,26 Prozent im Mai auf 11,10 Prozent im Juni, da das Statistikamt "BLS“ 1,9 Millionen Arbeitslose zusätzlich als "erwerbstätig“ deklarierte.

Die Arbeitsmarktdaten werden seit langer Zeit missbraucht, um die Märkte zu lenken. Später werden die Zahlen dann revidiert oder Lücken in den Zahlen durch Anpassungen geschlossen. Für die Märkte und Handelssysteme zählt nur, dass die Zahlen gut waren, was einen Kaufgrund für Aktien lieferte. Ob die Daten richtig oder falsch sind, ist letztlich zweitrangig.

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Im Juni wurden 4,8 Millionen Jobs außerhalb der Landwirtschaft in den USA geschaffen


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Seit dem Ende des Shutdowns fällt die Arbeitslosenrate in den USA. Im Juni fiel diese auf 11,1 Prozent


Nachdem die Geldschwemme die Aktienmärkte gestützt hatte, verlieren Unternehmen und Investoren mit immer weiter sinkenden Todeszahlen mit oder durch Corona die Angst vor einem zweiten Shutdown und preisen eine deutliche Erholung der Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte bereits ein. Die professionellen Fondsmanager, die teilweise zum Tief verkauft hatten und immer noch auf der Seitenlinie stehen, kommen zunehmend unter Handlungsdruck. Springen diese, meist trendfolgend agierenden Investoren, wieder auf, hat dies in Kombination mit der massiven Inflation und der Erholung der Wirtschaft das Potenzial die Aktienmärkte sogar auf neue Allzeithochs zu treiben.

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Die Todesfälle durch oder mit Corona sinken in den USA immer weiter
Quelle: worldometers.info


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Die Todesfälle durch oder mit Corona sinken in Deutschland gegen Null
Quelle: worldometers.info



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