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EWU-Geldmenge wächst um 40% - Gold bei 1.800 USD

06.07.2020  |  Markus Blaschzok
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Analyse zu Gold: Der Widerstand bei 1.800$ ist die wichtige Schlüsselmarke

Terminmarkt: Relative Stärke zeugt von weiterhin hoher Investmentnachfrage

Aufgrund des US-Feiertags zur Unabhängigkeit im Jahr 1776 am 4. Juli, hat die US-Terminmarktaufsicht die Veröffentlichung ihres aktuellen Terminmarkt-Reports von 3. Juli auf den 6. Juli verschoben, weshalb dieser erst um 21:30 Uhr am heutigen Montag veröffentlicht werden wird. Deshalb müssen wir für diese Analyse noch die Daten der Vorwoche in unsere Überlegungen einbeziehen.

Der Preis stieg zum Stichtag des 26.06.2020 um 48,8 US-Dollar zur Vorwoche, während die Spekulanten 30 Tsd. Netto-Longkontrakte aufbauten, was ein Anstieg unter relativer Stärke war. Die beiden Vorwochen waren hingegen neutral und unspektakulär.

Eine Manipulation über den Terminmarkt war nicht eindeutig zu sehen, wobei der Positionsanstieg bei den „BIG8“ ein Indiz für eine leichte Drückung des Preises sein könnte. Würden wir hier eine Explosion der Shortpositionen sehen, so wäre das ein starkes Indiz dafür, dass der Widerstand bei 1.800 US-Dollar halten wird. Das beobachteten wir in den letzten Jahren immer und regelmäßig, doch aktuell sehen wir dies nicht. Insgesamt zeigt der CoT-Report relative Stärke und somit eine starke unterliegende physische Investmentnachfrage in ETF-Produkte, die im Mai auch wieder rekordhoch war, sowie in physische Münzen und Barren.

Wir sehen keine relative Schwäche durch ein Überangebot (im aktuellen geldpolitischen Umfeld auch nicht verwunderlich) und auch keine deutliche Manipulation über den Terminmarkt, weshalb mittlerweile ein Sprung über die 1.800$ in den Bereich des Möglichen gerutscht ist. Dennoch wäre das eine Kapitulation der Regierungen und ein starkes Kaufsignal, dem sehr viele Investoren weltweit folgen dürften, weshalb die Regierungen dieses Ereignis so lange, wie nur irgend möglich, zu verhindern versuchen, indem physisches Gold aus Notenbanktresoren am offenen Markt verkauft und gezielt am Terminmarkt interveniert wird.

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Der Terminmarkt wäre eigentlich im Verkaufsbereich, doch zeigt sich noch immer Stärke und ein Defizit am physischen Markt



1.800 US-Dollar - wenn diese letzte Verteidigungslinie fällt, wird der Markt von Spekulanten überrannt werden

Der Goldpreis in US-Dollar ist einer der ganz wenigen, die noch kein neues Allzeithoch erreicht haben, während Gold in fast allen anderen Fiat-Währungen längst neue Allzeithochs erklimmen konnte. Da die Welt jedoch zumeist auf den Goldpreis in US-Dollar blickt, ist dieser Preis der wohl Wichtigste für die Massenpsychologie der Investoren.

Der Widerstand bei 1.800 US-Dollar ist beim Gold sowohl im Spotpreis als auch im Futurespreis noch nicht überwunden. Dieser Widerstand aus dem Jahr 2011 und 2012 ist ein dickes Brett, an dem viele Bullen nach der starken Rallye der letzten anderthalb Jahre gerne Gewinne mitnehmen und die Bären hingegen auf einen fallenden Preis setzen, sofern einen Topformation charttechnisch bestätigt wird.

In der vergangenen Handelswoche sahen wir im Gold-Future einen zweiten Versuch den Widerstand zu überwinden binnen weniger Wochen. Bis auf 1.807 US-Dollar erfolgte der Anstieg, bevor er wie von Geisterhand wieder nach unten gehämmert wurde und um 41 US-Dollar auf 1.767 US-Dollar fiel. Womöglich wurde hier das Plunge Protection Team des US-Präsidenten aktiv, das bekanntlich explizit den Auftrag hat am Goldmarkt zu intervenieren.

Gelingt es dem Goldpreis nicht diesen Widerstand in relativ kurzer Zeit zu nehmen, so werden Bullen entmutigt, weshalb diese ihre Gewinne einstreichen, während die Bären ermutigt werden, auf einen Preisrückgang im Rahmen einer mehrwöchigen oder mehrmonatigen Korrektur zu setzen. Am Terminmarkt gibt es aktuell genügend Potenzial für einen derartigen Long Drop. Ein Einbruch am Aktienmarkt könnte dem Goldpreis noch unter die Arme und über den Widerstand helfen, doch zeigt sich der Aktienmarkt stark und sollte dieser im Umfeld weiterhin guter Wirtschaftsdaten weiter ansteigen können, würde das einen Ausbruch über 1.800$ verzögern.

Zudem muss man konstatieren, dass der Goldpreis im letzten Jahr bereits um 38 Prozent angestiegen war und in den letzten 20 Monaten sogar um 56 Prozent. Es scheint fast, als hätten einige Investoren die Geldmengenausweitung bereits geahnt und diesen Anstieg durch frühe Käufe vorweggenommen, was Raum für eine zumindest begrenzte Korrektur unterhalb von 1.800 US-Dollar lassen würde. Im schlimmsten Fall der Fälle wäre eine Korrektur bis an die Unterstützung bei 1.550 US-Dollar denkbar, doch scheint uns die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Korrektur schon viel früher endet, viel höher zu sein.

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Der Widerstand bei 1.800 US-Dollar im Spotpreis konnte bisher nicht überwunden werden


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Nach dem Anstieg um 56% binnen 20 Monaten wäre Platz für eine Korrektur



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