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Clint Siegner: Es ist wichtig, wie Sie Edelmetalle bezahlen

01.08.2020
Neue Käufer stürmen an die Bullionmärkte und sie haben eine Menge Fragen. Selbst Grundlagen, beispielsweise wie man eine Zahlung tätigt, müssen etwas erklärt werden. Der Edelmetallkauf ist nicht kompliziert, doch es gibt einige Unterschiede zu anderen Arten von Käufen. Einer der größten Unterschiede ist, dass Sie Gebühren für Käufe mit Ihrer Kreditkarte bezahlen müssen. Da es sehr geringe Margen auf Verkäufe gibt, geben die Bullionhändler die Gebühren von Visa, Mastercard und anderen Kartenanbietern weiter. Dasselbe gilt für Kunden, die PayPal verwenden.

Einige Händler werden die Gebühr als separate Position beim Zahlen anzeigen. Andere werden zwei Preise anzeigen - einen niedrigeren Preis für Kunden, die via Scheck oder Banküberweisung bezahlen und einen höheren Preis für Kunden, die eine Kreditkarte oder PayPal verwenden möchten. Käufer sind oftmals überrascht, wenn ihnen diese Gebühr präsentiert wird. Einzelhändler in margenstarken Industrien absorbieren die Gebühren einfach als Geschäftskosten. Doch der Bullionmarkt ist extrem kompetitiv und die Margen sind extrem niedrig. Händler können diese Gebühren nicht einfach schlucken, da sie sogar noch höher als der Gesamtbruttoprofit einer Transaktion ausfallen können.

Wenn Sie Metall von einem Händler erwerben, der diese Gebühren nicht weitergibt, dann werden Sie wahrscheinlich versteckten Zusatzpreisen unterliegen. Beispielsweise könnte man Ihnen Sammlermünzen zu Wucherpreisen verkaufen. Diese Abzocker haben kein Problem damit, die Visa-Gebühren zu zahlen, wenn sie einen Klienten finden, der dumm genug ist 50% oder mehr für eine Münze zu bezahlen, als diese eigentlich wert ist.

Ehrliche Händler schrecken ihre Kunden tendenziell vor Kreditkartenzahlungen ab. Zusätzlich zu den Verarbeitungskosten, die sie auf ihre Klienten abwiegeln müssen, müssen Händler zudem einen anhaltenden Kampf gegen Betrüger führen. Betrug ist ein großer Kostenpunkt. Händler können Verluste verzeichnen und tragen die Kosten für ausgeklügelte Betrugserkennungssysteme und Personal, um diese zu verwalten.

Deshalb werden Klienten erkennen, dass sie nicht nur eine Gebühr von 4% zahlen müssen, sondern zudem auf eine kleine Anzahl von Käufen begrenzt sind, sollten sie mit einer Kreditkarte bezahlen wollen. Unternehmen können sich das Risiko nicht leisten, Metall im Wert mehrerer tausend Dollar an einen Betrüger mit einer gestohlenen Kreditkarte zu schicken. Es ist immer besser, Zahlungen via Scheck, Zahlungsanweisung oder, für Transaktionen von mehr als 3.000 Dollar, via Banküberweisung zu leisten. Das erscheint altmodisch, doch spart Geld und hilft Ihnen dabei, Einschränkungen Ihrer Bestellmenge zu verhindern.

Sie können noch immer den heutigen Fixpreis verwenden und dann Ihre Zahlung senden. Viele neue Käufer nehmen an, dass Sie sofort zahlen müssen, um den aktuellen Preis zu erhalten, doch das ist nicht der Fall. Man kann zuerst den Fixpreis wählen und die Zahlung später senden. Händler bitten nur darum, diese zeitgerecht zu senden - innerhalb eines Tages nach Bestellung. Heutzutage schreiben einige Leute keine Schecks mehr, doch das ist kein Problem. Stattdessen können Sie Dienstleistungen Ihrer Bank verwenden, Zahlungsanweisungen erwerben, den Händler darum bitten, einen ACH-Einzug vorzunehmen, in Kryptowährung zahlen oder Ihre Bank besuchen, um einen Bankscheck zu holen.

Es gibt vielleicht einige Gründe mit Kreditkarte oder PayPal zu zahlen. Bei kleinen Käufen könnte die Gebühr verkraftbarer sein als die Bemühung, eine Zahlungsanweisung zu erwerben. Bestellungen, die via Kreditkarte bezahlt werden, werden zudem rascher verschickt, da Scheckzahlungen innerhalb von 5 Geschäftstagen beglichen werden müssen. Doch jeder, der das Verwenden einer Kreditkarte vermeiden kann, sollte das wahrscheinlich tun.


© Clint Siegner



Der Artikel wurde am 20. Juli 2020 auf www.moneymetals.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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