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Gold hadert vor der 2.000-USD-Marke - wie lange noch?

31.07.2020  |  Christian Kämmerer
Da bekanntlich aller guten Dinge drei sind, möchte ich wie zuletzt angekündigt, zum heutigen Wochen- und zugleich auch Monatsabschluss, das edle Metall Gold ausführlicher bewerten und einen Blick in die Zukunft, anhand charttechnischer sowie saisonaler Strukturen wagen. Alle Edelmetallfans erfreuen sich bekanntlich seit Monaten bzw. grundsätzlich betrachtet auch schon seit Jahren der anziehenden Preisnotierungen und erst heute wieder einem neuen Rekordstand. Mehr dazu im Nachgang, denn die nächste "große" Hausnummer im Sinne der Marke von 2.000 USD steht schließlich unmittelbar bevor.

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Quelle Charts: Tradesignal Web Edition


Fazit:

Die oben und zuletzt häufig sowie bereits ausreichend dargestellte Untertassenformation beim Goldpreis erlaubt langfristige Notierungen jenseits der Preismarke von 3.000 USD. Goldman Sachs rechnet auf Sicht der kommenden 12 Monate mit einem Niveau von 2.300 USD und somit sollte man sich so oder so weiter anziehenden Notierungen erfreuen können. Doch wann fällt die runde Marke von 2.000 USD und was wären die unmittelbar nachfolgenden Preisziele. Hierbei behelfen wir uns zunächst der Fibonacci-Extensions (log.) und können feststellen, dass bei neuen Allzeithochs, neben der Marke von eben 2.000 USD, vielmehr die Niveaus von rund 2.070 bzw. darüber 2.145 USD interessant werden dürften.

Darüber wäre wiederum das Niveau von 2.220 USD anhand des Monatscharts ableitbar, sodass diese genannten Ziele als nächste Rally-Punkte angesehen werden dürften. Die Saisonalität selbst unterstreicht diese Entwicklung, aufgrund der Vorausschau auf die kommenden 90 Tage. Unter anderem hat hier bekanntlich auch Hochzeitssaison in Indien ihren Einfluss. Nach einer möglicherweise anstehenden Konsolidierungsphase im August, sollten spätestens wieder ab September und Oktober neue Höchststände erreicht werden, welche das Edelmetall der Edelmetalle auf nominale Rekordstände treiben dürfte. Die Fibonacci-Time-Zones- und -Projektionen lassen zuvor auf ein Tief zur Mitte des kommenden Monats schließen.

Die überkaufte Situation und die sich darstellende Keilformation auf Tagesbasis weckt hierbei zusätzliches Potenzial einer Gegenbewegungen kürzerer Natur. Eine mögliche Konsolidierung, vor dem Ausbruch über 2.000 USD, wäre folglich nur gesund und könnte Gold rasch mehr als 100 USD abwärts führen. Im Bereich rund um 1.855 USD sollten die Bullen jedoch wieder zurückkehren, da ein bärisches Verlassen des Keils durchaus weitere Verluste rechtfertigen würde.

In einer weiteren Korrekturwelle von circa 90 USD je Unze müsste dann nämlich mit einem Test des Unterstützungsniveaus bei 1.765 USD gerechnet werden. Die dabei erfolgende Ausbildung des übergeordneten rechten Henkels der Untertassenformation, würde bei Notierungen in diesem Bereich zweifelsfrei viele technisch orientierte Trader/Investoren auf den Plan rufen und so die Bullen durchaus wieder in den Vordergrund treiben.

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Quelle Charts: Tradesignal Web Edition


Long Szenario:

Gegenwärtig könnte sich eine leichte Konsolidierung anbahnen und Chancen eines tieferen Einstiegs ermöglichen. Kommt es allerdings erneut zu einem neuen Rekordhoch und einem Ausbruch über die Marke von 2.000 USD, sollte man mit direkten Anschlussgewinnen bis rund 2.070 USD und darüber hinaus bis 2.145 USD rechnen.


Short Szenario:

Sofern sich die Gewinnmitnahmen und Verkäufer während der kommenden Wochen doch durchsetzen sollten, müsste man mit Abschlägen bis in den Bereich von 1.855 USD rechnen. Dort könnten bereits wieder die Käufer attackieren, obgleich ein Rückgang unter das Niveau von 1.855 USD weitere Verluste bis 1.765 USD erlauben würde.


© Christian Kämmerer
Head of German Speaking Markets
www.jfdbank.com



Offenlegung gemäß § 34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit investiert.


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