Suche
 

Crash der Assetpreise voraus

20.08.2020  |  Kelsey Williams
- Seite 3 -
Vermutlich und hoffentlich würde dies etwas Fokus vom schlechten Zustand der Wirtschaft nehmen; die nun schlimm genug ist, dass die meisten Prognosen besagen, dass die schwache Wirtschaftsaktivität zumindest einige Jahre andauern wird. Diese Gedanken scheinen anzudeuten, dass wir das Schlimmste hinter uns haben. Doch wahrscheinlich ist das leider nicht der Fall.

Denken Sie darüber nach. Wir erleben derzeit die schlimmsten wirtschaftlichen Umstände seit der Great Depression. Und mit jedem "unerwarteten" Finanzereignis seit der Weltwirtschaftskrise sind Volatilität heftiger und Konsequenzen schädlicher, extremer sowie länger und anhaltender geworden; und sie treten häufiger auf.

Es ist nicht nur die Tatsache, dass sich die wirtschaftlichen Bedingungen wahrscheinlich verschlimmern werden und die Aktien dies widerspiegeln werden. Zumindest gibt es Hoffnung, dass die Zeit einen Heileffekt haben wird; und wenn sich die Bedingungen verbessern, dann wird der Aktienmarkt vielleicht irgendwann eine Rechtfertigung für seine lächerlich hohen Bewertungen haben. Als gemeinsamer Nenner in der Gleichung der Preise aller Finanzassets ist die Fed nun der Käufer letzter Instanz. Alle Assets sind basierend auf der Marktintervention der Federal Reserve gestiegen.

Aktuell Finanzassets zu besitzen, macht keinen Sinn. Warum würde man Aktien und Anleihen haben wollen, die nur steigen, weil erwartet wird, dass die Fed zur Rettung eilt, wenn etwas schief läuft? Fundamentaldaten! Welche Fundamentaldaten? Die vier spezifischen Finanzassets, die wir betrachtet haben - Aktien, Anleihen, Öl und Gold - hängen nicht zusammen und unterscheiden sich in ihren Fundamentaldaten. Dennoch haben sie sich seit fast mehr als einem Jahrzehnt gemeinsam bewegt. Aktien, Anleihen und Gold befinden sich bei oder nahe Rekordhochs.


Das große Risiko ist Deflation

Ungeachtet der Gelderschaffung der Fed besteht ein großes Risiko, dass sie daran scheitern werden, die Dinge oben und zusammen zu halten. Dieses Risiko nimmt die Form einer massiven Welle namens Deflation ein; keine Verlangsamung der Inflation, sondern eine praktisch Umkehr aller Dinge, die wir kennen und erwarten (Liebe?).

Die Kräfte der Deflation werden stärker und der nächste Preiszusammenbruch wird sich nicht nur auf ein Drittel des aktuellen Preises belaufen, sondern wahrscheinlich etwa 79%. So schlimm es auch klingt, dem Aktienmarkt bei einem Absturz um 70% zuzusehen, so werden die wirtschaftlichen Folgen deutlich schlimmer sein. Insolvenzen und Arbeitslosenzahlen könnten doppelt so schlimm sein. Mit einer möglichen Arbeitslosenrate von 30% bis 50%, Bankscheitern und Insolvenzen könnte das Ganze mehr als ein Jahrzehnt oder länger anhalten.

Wenn es eine gute Seite gibt, dann die Tatsache, dass der US-Dollar an Kaufkraft gewinnen würde. Die Kosten der Dinge, die Sie normalerweise kaufen und verwenden, würde entsprechend der Deflation sinken. So schlimm die Dinge auch werden, sie werden durch Regierungs- und Zentralbankbemühungen, die Welle zu stemmen, noch verschlimmert werden.

Die Regierung hasst Deflation. Und nicht aufgrund etwaiger negativer Auswirkungen auf ihre Bürger, sondern weil die Regierung Kontrolle über das System verliert, das dessen eigene Funktionsfähigkeit unterstützt. Inflation, Reservebankwesen, erhöhte Geld- und Kreditmengen sind absichtliche Erfindungen der Regierungen und Zentralbanken. Diese Dinge bestärken die Operation und finanzieren die grandiosen Pläne der Regierungen und großen Banken.

Demnach können wir erwarten, dass die Regierung entscheidend auf eine Reihe von Ereignissen reagieren wird, die den obigen ähneln. Ihre Absichten wären absolut klar. Alle Bemühungen würden in ähnlicher Manier strukturiert werden, wie sie zuvor angewandt wurden. Die Ereignisse selbst sind ein logisches Resultat eines Finanzsystems, das eine Überdosis künstlichen Stimulus erhalten hat; nicht unähnlich der Reaktionen eines Drogenabhängigen.

Da jede nachfolgende finanzielle "Dosis" eine stärkere Konzentration benötigt, um erwartete Resultate beizubehalten und da anhaltender systematischer Schaden kumulativ ist, erreichen wir einen Punkt, an dem das Problem anerkannt werden muss und dann schmerzhaft Schritte unternommen werden müssen, um es erfolgreich zu lösen. Die Regierung und die Federal Reserve werden niemals anerkennen, welchen Schaden ihre Maßnahmen verursacht haben.

Und sie werden niemals die notwendigen Schritte einleiten, das sinkende Schiff aufzurichten. Ungeachtet der möglichen Bedingungen, die eine weitere Great Depression begleiten könnten, sind alle Finanzassets extrem anfällig für einige große Preisrückgänge; wenn nicht direkte Preiszusammenbrüche.


© Kelsey Williams


Der Artikel wurde am 10. August 2020 auf www.kelseywilliamsgold.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


Bewerten 
A A A
PDF Versenden Drucken

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der Autor verantwortlich bzw. die aufgeführte Quelle. Bild- oder Filmrechte liegen beim Autor/Quelle bzw. bei der vom ihm benannten Quelle. Bei Übersetzungen können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der vertretene Standpunkt eines Autors spiegelt generell nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers wieder. Mittels der Veröffentlichung will dieser lediglich ein pluralistisches Meinungsbild darstellen. Direkte oder indirekte Aussagen in einem Beitrag stellen keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren dar. Wir wehren uns gegen jede Form von Hass, Diskriminierung und Verletzung der Menschenwürde. Beachten Sie bitte auch unsere AGB/Disclaimer!




Alle Angaben ohne Gewähr! Copyright © by GoldSeiten.de 1999-2020.
Die Reproduktion, Modifikation oder Verwendung der Inhalte ganz oder teilweise ohne schriftliche Genehmigung ist untersagt!

"Wir weisen Sie ausdrücklich auf unser virtuelles Hausrecht hin!"