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Fed dovish - Fonds gehen zunehmend in Gold und Goldminen - die Hausse nimmt Fahrt auf!

31.08.2020  |  Markus Blaschzok
Die Edelmetallpreise waren auch in der vergangenen Woche wieder extrem volatil, wie so oft seit dem internationalen Shutdown der Volkswirtschaften im März und dem Start einer neuen Runde quantitativer Lockerungen der Zentralbanken als Reaktion auf die von der Politik verursachte Wirtschaftskrise.

Am Mittwochnachmittag kam es zu einem Short-Squeeze am Goldmarkt, nachdem China mit dem Start von Mittelstreckenraketen über dem südchinesischen Meer den USA drohte, was die Bären auf dem falschen Fuß erwischt hatte. Kurz nachdem die Shortseller den Goldpreis auf 1.903 US-Dollar und damit unter zwei wichtige charttechnische Unterstützungen drücken konnten, kam es aufgrund dieser Meldung zu spekulativen Käufen. Die Bären, die über Tage hinweg auf einen weiter fallenden Preis wetteten, wurden ausgestoppt und der Goldpreis sprang um 50 US-Dollar bis an den Widerstand bei 1.955 US-Dollar.

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Die kurzfristigen Zinsen bleiben unten, was die Aktienmärkte und Gold nach oben treibt


Trump kündigte bereits an, die Wertschöpfungsketten der beiden Großmächte bei einer Wiederwahl weiter kappen und Hochtechnologie zurück in die USA holen zu wollen. Auch das totalitäre Regime in Peking will seinen Binnenmarkt stärken und die Abhängigkeit von ausländischen Importen reduzieren. Die gegenseitige ökonomische Abhängigkeit der beiden Volkswirtschaften war bisher ein Garant für Frieden, weshalb es sich bei den ständigen Konfrontationen um die Vorherrschaft im südchinesischen Meer bis dato um nicht mehr als Säbelrasseln handelte.

Einerseits scheint es richtig zu sein den wachsenden Machtanspruch Pekings die Stirn zu bieten, denn die Knechtung und Verdrängung der Tibeter, die Umerziehung der Uiguren sowie die Übernahme Hongkongs zeigen, wie gefährlich das chinesische Regime ist. Andererseits birgt die Trennung der Volkswirtschaften die Gefahr, dass aus dem Säbelrasseln in Zukunft ein militärischer Konflikt entstehen könnte. Marktwirtschaft und Freihandel schaffen durch die Ausnutzung komparativer Vorteile wachsenden Wohlstand und erzeugen Abhängigkeiten zwischen Staaten, was letztlich Frieden sichert.

Trumps Chancen für eine Wiederwahl sind mittlerweile sehr hoch und es scheint als könnte nur noch ein Crash des Aktienmarktes Trumps zweite Amtszeit verhindern. Angesichts der sozialen Unruhen linksextremistischer Gruppen mit Mord und Plünderungen in demokratisch geführten Großstädten, wenden sich immer mehr Stammwähler enttäuscht von der demokratischen Partei ab und fliehen zu den Republikanern.

Auch das totalitäre Vorgehen in den demokratischen Bundesstaaten während der Pandemie hat viele Wähler verschreckt, während die weniger restriktiven republikanischen Bundesstaaten, von denen sieben gar keinen Shutdown umsetzen, die Krise relativ unbeschadet überstanden. Selbst in Umfragen unter zahlenden Abonnenten des demokratischen Anti-Trump Senders CNN liegt Trump mit Biden auf Augenhöhe, was die massive Verschiebung der Wählerschaft zeigt und die Demokraten in Panik versetzt.

Den Aktienmarkt dürfte eine zweite Amtszeit stützen, auch wenn das aktuelle Momentum des Anstiegs nicht nachhaltig ist und in den nächsten Jahren immer wieder Rücksetzer und Einbrüche die Stagflation begleiten werden.

Am Donnerstag folgte eine Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell beim alljährlichen Jackson Hole Treffen, das diesmal online stattfand. Er bestätigte noch einmal die veränderte Zielsetzung der Fed, wonach nicht mehr die Preisstabilität, sondern der Arbeitsmarkt das primäre Ziel der Geldpolitik wäre. Auch deutliche Anstiege des Verbraucherpreisindex über zwei Prozent sollen von nun an toleriert werden, um schnellstmöglich wieder Vollbeschäftigung zu schaffen, wobei man nur noch im langfristigen Durchschnitt zwei Prozent Teuerung anstreben würde.

Bis dahin lag die Zielmarke der Teuerung bei zwei Prozent, bei deren Erreichen die Notenbank mit Zinsanhebungen reagiert hatte. Diese Änderung versetzt die US-Notenbank in die Lage die kurzfristigen Zinsen weiter bei null Prozent zu halten, auch wenn der Konsumentenpreisindex aufgrund der historisch einmalig starken Inflation der Geldmenge deutlich stärker als zwei Prozent ansteigen wird. Dadurch werden die Realzinsen noch weiter in den negativen Bereich rutschen und der US-Dollar weiter an Kaufkraft verlieren.

Ersparnisse werden damit auf längere Zeit nicht verzinst, während diese gleichzeitig hinterrücks durch die Inflationssteuer entwertet und somit die Sparer enteignet werden. Dies ist ein sehr bullisches Umfeld für den Goldpreis, weshalb sich die Hausse in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Auf diese Aussagen hin setzte der US-Dollar seine Talfahrt fort und fiel zum Euro auf 1,19 US-Dollar, während der Goldpreis 40 US-Dollar nach oben sprang und wieder den Widerstand bei 1.980 US-Dollar erreichte.


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