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Bloomberg Intelligence: Gold bis 2023 bei 4.000 USD?

15.09.2020  |  Redaktion
Gold dürfte sich im weiteren Jahresverlauf besser entwickeln als Silber, davon geht laut einer aktuellen Kitco-Meldung Bloomberg Intelligence aus. Bis auf 4.000 USD könnte das gelbe Metall demnach bis 2023 steigen, denn die aktuelle Rallye sei erst der Anfang.

"Die Tatsache, dass die Zentralbank weiterhin lockert, ist eine solide Grundlage für Gold, weniger jedoch für die Silber- und Kupferpreise. Industriemetalle sind von mehr fiskalischen Anreizen und einer Erholung der Weltwirtschaft abhängig, jedoch zunehmend anfällig für eine normale Umkehr der Börsenmärkte", erklärt Senior-Rohstoffanalyst Mike McGlone im jüngsten monatlichen Rohstoffupdate.

Damit Silber für den Rest des Jahres kontinuierlich eine bessere Performance als Gold zeigten würde, müsste der Markt eine Kombination aus steigenden Anleiherenditen, einem Hoch des Dollar, abnehmender Volatilität an den Aktienmärkten und einer anhaltenden globalen Ausweitung der Wirtschaft erleben. Dieses Szenario halten die Analysten jedoch für unwahrscheinlich.

"Gold sollte bis zum Jahresende weiter aufwerten, insbesondere gegenüber Silber, Kupfer und Basismetallen, die unserer Ansicht nach durch einen wackeligen Aktienmarkt und ein schwaches globales Wirtschaftswachstum stärker gefährdet sind", so McGlone. "Wenn die Aktienkurse fallen, sollte sich der Vorsprung von Gold ausweiten, während unedle Metalle unter Druck geraten."

Dem Experten zufolge habe die Goldrallye gerade erst begonnen. Wenn man einen Vergleich zu 2008-2011 herstelle, könnte Gold bis 2023 auf 4.000 USD steigen. Das Metall hatte 2008 seinen Boden bei 700 USD erreicht und stieg anschließend bis 2011 auf 1.900 USD.

Der Aktienmarkt werde die weitere Entwicklung des Edelmetalls maßgeblich beeinflussen. "Wenn wir uns an der Geschichte orientieren, werden die Aktien irgendwann einen Bärenmarkt erleben. Der rasante Anstieg der Aktien in den letzten Jahren hat Gold hinter sich zurückgelassen."

Zwar sind die Analysten in Bezug auf Gold sehr optimistisch gestimmt, doch warnen sie auch davor, dass das Niveau von 2.000 USD je Unze zunächst einen starken Widerstand darstellen könnte und der dauerhafte Ausbruch darüber eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen könnte.


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