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Haben Sie Gold? Niedrigzinsen werden jahrelang bestehen bleiben

20.09.2020  |  Frank Holmes
Zumindest bis 2023: Solange erwartet die Federal Reserve, die Zinsen nahe null zu halten, während sie die Wirtschaft unterstützen möchte, die seit Mitte März mehr als 60 Millionen Arbeitslosenmeldungen verzeichnete. Gold florierte in diesem Niedrigzinsumfeld und erreichte ein Rekordhoch von 2.070 Dollar je Unze Anfang August und ich glaube, dass dieser Preis erneut getestet und angesichts der Erweiterung der lockeren Geldpolitik der Fed überstiegen werden könnte.

Ich habe Ihnen bereits mehrfach mitgeteilt, dass mein 3-Jahrespreisziel für Gold bei 4.000 Dollar bleibt. Diese Woche ging Bloombergs Rohstoffstratege Mike McGlone sogar noch weiter und prognostizierte 7.000 Dollar Gold bis zum Jahr 2025, während sich die Bilanzen der vier größten Zentralbanken der Welt als Prozentsatz des BIPs erhöhen.

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Laut Mike sind dieselben geldpolitischen Umstände, die den Goldpreis zwischen 2001 und 2011 um das 7,5-Fache nach oben befördert haben, heute sichtbar. Der Unterschied heute ist nur, dass quantitative Lockerung (QE) als eine politische Maßnahme "auf globaler Ebene akzeptiert wird." Dies deutet an, dass es "wenig gäbe," um die G4 Zentralbanken "davon abzuhalten," ihre Assetkaufprogramme zu verlangsamen. "Zu Beginn 2008 war Gold auf einer 120-monatigen Basis um 200% gegenüber 40% zu Beginn 2020 gestiegen", so schreibt Mike. "Von 2001 bis 2011 stieg Gold um das 7,5-Fache, was es im Falle einer Wiederholung auf etwa 7.000 Dollar im Jahr 2025 bringen sollte."


Opportunitätskosten sind wahnsinnig niedrig

Gold bei 7.000 Dollar mag unrealistisch erscheinen, doch haben Sie sich jemals vorgestellt, dass wir US-Staatsschulden von 26 Billionen Dollar erleben würden? Oder weltweite Staatsanleihen im Wert von 15 Billionen Dollar, die mit negativer Rendite gehandelt werden? Gelinde gesagt, sind dies keine normalen Zeiten. Und da Währungsabwertung eine echte Bedrohung ist, halte ich es für wichtig, dass Investoren in reale Assets wie Gold und Edelmetalle investieren.

Außerdem erhalten Staatsanleiheinvestoren derzeit keinerlei Rendite. Einige Investoren mögen kein Gold, weil es keinen Ertrag generiert, doch die 10-Jahresstaatsanleihe kostet derzeit inflationsbereinigt tatsächlich bis zu 100 Basispunkte. Dies verringert die Opportunitätskosten des Gold- und Silberbesitzes immens.

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Bewertungen der Goldaktien verbessern sich

Ähnlich wie physisches Gold verzeichneten die Goldminenaktien dieses Jahr Aufwind, wobei der NYSE Arca Gold Miners Index (GDM) im bisherigen Jahr um mehr als 43% stieg. Doch anders als Gold sind Explorationsunternehmen und Produzenten noch nicht auf ihre vorherigen Rekordhochs vom September 2011 zurückgekehrt. Auch heute sind sie etwa 36% davon entfernt, also bleibt das Aufwärtspotenzial attraktiv.

Tatsächlich verbessern sich die Bewertungen der Goldminenaktien derzeit im Vergleich zum allgemeinen Markt. Der untere Chart zeigt Ihnen das Verhältnis zwischen S&P 500 und dem GDM. Es zeigt Ihnen, wie viele "Anteile" des GDM es braucht, um einen einzigen "Anteil" des S&P zu erwerben. (Man kann in keinen Index investieren, wie Sie sich sicherlich erinnern). Zwischen 2001 und 2011, als der Goldpreis um das 7,5-Fache stieg, ging das Verhältnis von 7,4 Anteile an Goldaktien auf 0,7 zurück. Doch sobald der Boden unter dem Goldpreis wegbrach, kollabierten die Minenaktien und das Verhältnis stieg zurück über 5,0.

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Wie Sie sehen können, bewegt sich das Verhältnis nun zurück in die richtige Richtung. Und mit Ausnahme des COVID-19-Rückzugs fand dies alles in einer Zeitspanne statt, in der der Aktienmarkt auf neue Rekordhochs stieg. Heute befindet sich das Verhältnis nahe daran, den 25-jährigen Durchschnitt von 2,5 zu durchbrechen, was als sehr bullisch für die Edelmetallunternehmen angesehen werden würde.


© Frank Holmes
U. S. Global Investors



Der Artikel wurde am 17. September 2020 auf www.usfunds.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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